Properzens 'Vertumnus'-Elegie (4,2) und das Dichtungsprogramm des vierten Buches Ein intertextueller Kommentar
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Robert Karacsony
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Properzens 'Vertumnus'-Elegie (4,2) und das Dichtungsprogramm des vierten Buches Ein intertextueller Kommentar
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Franz Steiner Verlag
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9783515118903
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Hamburger Studien zu Gesellschaften und Kulturen der Vormoderne
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1
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CHF 56.00
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Klassische Sprachwissenschaft / Literaturwissenschaft
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German
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323
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Wasserzeichen
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
Der antike römische Dichter Properz (ca. 50-15 v. Chr.) zählt neben Vergil, Horaz, Tibull und Ovid zu den renommierten Vertretern der literarischen Blütezeit unter Kaiser Augustus. Properz' Leben und Dichten sind der Liebe zu seiner schönen Muse 'Cynthia' gewidmet, wobei das letzte der insgesamt vier Elegienbücher, so vor allem das weniger profilierte zweite Gedicht über den Verwandlungsgott Vertumnus, einen poetischen Paradigmenwechsel markiert: In der Gestalt des Vertumnus, der zum Gott der Dichtung schlechthin avanciert, überwindet oder verwandelt Properz seine frühere erotische Dichtung im Rahmen einer neuartigen aitiologischen Nationaldichtung. Thematisch der mythologischen und historischen Entstehung Roms verbunden, spiegelt das vierte Buch im Besonderen die literaturgeschichtliche Entwicklung der römischen Weltmetropole wider. Im Wettstreit mit den namhaften Autoren seiner Zeit gestaltet der 'römische Kallimachos', wie sich Properz selbstbewusst nennt, eine anspruchsvolle 'intertextuelle' Stadtlandschaft, die wie eine bunte Kunstwerkbeschreibung die Vielgestaltigkeit und Wandelbarkeit seiner und der augusteischen Dichtung kommentiert.
Robert Karacsony, Lehramtsstudium mit den Fächern Latein und Geschichte an der Universität Hamburg (von 2000 bis 2006). Anschließend Promotion in der Lateinischen Philologie mit Forschungsschwerpunkt auf Properz und der augusteischen Dichtung. Nach dem Referendariat seit 2009 als Studienrat an der Stormarnschule in Ahrensburg (Schleswig-Holstein) mit den obigen Unterrichtsfächern tätig.
INHALTSVERZEICHNIS
10
EDITORIAL
6
VORWORT
8
I. Einleitung
12
II.Properzens Vertumnus-Elegie (4,2) und das Dichtungsprogrammdes vierten Buches: Ein intertextueller Kommentar
18
1. „Hoc quodcumque vides … maxima Roma est“: Intertextualitätund Programmatik des vierten Buches (4,1a)
18
2. Die Elegie 4,2: Text und Übersetzung
31
2.1 Text
31
2.2 Übersetzung
32
3. Der Name und die Herkunft des Gottes Vertumnus:„Tuscus ego Tuscis orior“?
34
4. Die ersten beiden Ableitungen: Vertamnis oder Vertannus?
42
4.1 Vertumnus von Vertamnis: „Callimachus Romanus at Work“
42
4.2 Vertumnus von Vertannus:Vergils Georgica und der Fruchtbarkeitskult der Ceres
49
4.3 „Quid mirare? Alius mihi nominis index!“:Kallimachos und die aitiologische Lehrdichtung (Ovids Fasten)
60
5. Die dritte Ableitung des Vertumnus: Vertomnis!
70
5.1 „Indue me Cois, fiam (non) dura puella“: Das fallax opus (4,1b)der Liebeselegie im Spiegel erotischer Cynthia-Dichtung (4,5)
70
5.2 Der novus Callimachus Catull und Properzens docta Cynthia:Die Klage der Ariadne (Carm. 64) und das molle opusaitiologischer Amores-Dichtung (4,7)
87
5.3 „Cinge caput mitra: speciem furabor Iacchi“:Horazens Carmina und der „gestohlene“ Götterhymnosdes Bacchus (3,17)
104
5.4 „Bella satis cecini: citharam iam poscit Apollo“:Vergils Aeneis und die kallimacheische Verwandlungdes Actius Phoebus (4,6)
117
5.5 „Vos eritis testes, si quos habet arbor amores“:Vergils Bucolica und die Liebesklagedes Cornelius Gallus (10. Ecl.)
134
6. Eine „vierte“ Ableitung des Vertumnus: Versus
162
6.1 „Epic into Elegy, Elegy into Epic“: Der heros exclusus Herkules (4,9)und Tarpejas amor armorum (4,4)
162
6.2 Herrscherpanegyrik und elegische Herrschaftstransformation:Augustus’ Res Gestae (4,10) und der „Tatenbericht“der Cornelia (4,11)
185
6.3 „Cinis hic docta puella fuit“: Catulls Asche der Liebe (Carm. 68b)und die epigrammatische Sphragis des vierten Buches (4,3)
214
6.4 „Quid ego adiciam, de quo mihi maxima fama est?“:Eine Hommage an den etruskischen Dichterpatron Maecenas (3,9)und den Schirmherrn der Gärten Priapus (Priap. 51)
237
7. „In quamcumque figuram voles, verte, decorus ero“:Der Vertumnus amator Properz (Met. 14,622 ff.) und die „Ars Poetica“des vierten Buches (4,8)
265
III. Schlussbetrachtung
290
LITERATURVERZEICHNIS
294
STELLEN-, SACH- UND NAMENVERZEICHNIS
302