Rechtspsychologie zwischen Justiz, Politik und Medien
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Steffen Dauer, Reinhard Doberenz, Cornelia Orth
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Rechtspsychologie zwischen Justiz, Politik und Medien
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Pabst Science Publishers
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9783899674880
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1
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CHF 24.00
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Angewandte Psychologie
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German
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297
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Wasserzeichen/DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
Rechtspsy hologie ist nach ihrem Selbstverständnis Teil der Angewandten Psychologie und umfasst sowohl Erkenntnisse zur Begutachtungskunde bei Fragestellungen in verschiedenen Rechtsgebieten als auch die Arbeit mit psychologischen Konzepten zur Erklärung von Erscheinungsformen der Kriminalität, zur Entstehung von Aussagen, zur Prognose strafrechtsrelevanten Verhaltens, zur Analyse familienrechtlicher Fragestellungen oder zur Bearbeitung zivilrechtlicher und sozialrechtlicher Anfragen. Die damit verbundene Vielfalt von Arbeitsschwerpunkten hat dazugeführt, dass vor allem die Justiz sich der Hilfen aus diesem Bereich der angewandten Psychologie bedienen konnte. Gleichzeitig wurden durch mediale Aktivitäten Diskussionen in der Öffentlichkeit zu juristischen Entscheidungen geführt, in denen auch rechtspsychologische Expertisen erarbeitet worden waren. Diese Entwicklung führte in verschiedenen Fällen in der Öffentlichkeit auch zum Eindruck, dass immer häufiger derartige Fälle das Leben im sozialen Umfeld bestimmen würden, obwohl andererseits sowohl durch Juristen als auch Rechtspsychologen die Diskrepanz zwischen öffentlicher Wahrnehmung und tatsächlicher Entwicklung problematisiert worden war. Dies führte in Bezug auf verschiedene Rechtsgebiete zu politischen Fragestellungen, inwieweit der Gesetzgeber möglicherweise auch unter dem Eindruck der Meinungsbildung in der Öffentlichkeit einen Handlungsbedarf sehen würde (Verschärfung von Gesetzen, Sicherung der Rechte einzelner, Beschleunigung von Verfahren, Präventive Überlegungen).Diese Entwicklung ließ einen interdisziplinären Austausch von Juristen, Politikern und Medienvertretern mit Rechtspsychologen notwendig werden, um die Handlungsnotwendigkeiten der einzelnen Professionen kennen zu lernen und um die Möglichkeiten zu erfassen, welche Erkenntnisse der jeweils anderen Berufsgruppe für die eigene Arbeit zu nutzen sind. Das Buch versucht, durch Beiträge von Juristen, Politikern und Rechtspsychologen die Erwartungen, aber auch die Erfahrungen im Umgang mit rechtspsychologisch-relevante Problemen aus der Sicht unterschiedlicher beruflicher Anforderungen zu erfassen. Gleichzeitig können vor allem Juristen und Politiker sowie Vertreter der Medien aktuelle Informationen über das Leistungsspektrum von Rechtspsychologie erhalten. Medienvertretern wird mit dieser Publikation eine Differenzierungsmöglichkeit zwischen verschiedenen rechtspsychologischen Aufgabenstellungen vorgestellt und in der Rechtspsychologie tätige Praktiker erhalten Informationen über Sichtweisen der potentiellen Nutzer ihrer Expertisen.
Inhaltsverzeichnis
6
Vorwort
8
Grußwort der Präsidentin des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen
10
Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 4. Tage der Rechtspsychologie vom 6. bis 8. März 2008 in Berlin
12
Grußwort von Frau Senatorin von der Aue aus Anlass der 4. Tage der Rechtspsychologie am 6. März 2008 in Berlin
14
Notwendigkeit der Verbesserung der Qualität sachverständiger Tätigkeit
18
Mindestanforderungen an Prognosegutachten
31
Umgang mit Forderungen der Öffentlichkeit nach Gesetzesverschärfungen
39
Rechtsanwaltliche Erfahrungen im Umgang mit psychologischen Gutachten
43
Familienrecht im Spannungsfeld von Justiz, Psychologie und Medien
56
Methodische Möglichkeiten und Grenzen psychologischer Kriminalprognosen
70
Psychologie der Jugendkriminalität – im Spannungsfeld von Justiz, Politik und Medien
95
Vorstellungen der Politik zur Qualitätssicherung von Gutachten
114
Viktimisierung – das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden
125
Familienrechtsbegutachtung und Internet
137
Rechtspsychologie im Strafvollzug und Maßregelvollzug
151
Zur Vorbereitung von Kindern und Jugendlichen auf Gerichtsverhandlungen
167
Bochumer Ambulanzzentrum e.V. – Ein neuer Verein stellt sich vor
192
Qualität von Gutachten – rechtsanwaltliche Erwartungen
206
Wahrnehmung polizeilicher Zeugenvernehmungen bei Opfern von Sexualdelikten
216
Müssen muslimische Zeuginnen lügen, um ihre Ehre zu bewahren?
230
Neueste Entwicklung zur lösungsorientierten Familienrechtsbegutachtung
239
Jugendkriminalität und nachträgliche Sicherungsverwahrung
257
Methodenkritische Stellungnahmen in der Familienrechtsbegutachtung – Allgemeine Ausgangslage und mögliche Gesichtspunkte
272
Die Psychowissenschaften – Neue Tatsachen und die Begutachtung nach § 66b StGB: Der Fall Z.
287
Autorenverzeichnis
294