: Inken Wuttke
: Straftäter im Betrieb
: Herbert Utz Verlag
: 9783831609529
: 1
: CHF 35.40
:
: Arbeits-, Sozialrecht
: German
: 277
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Str ftäter im Betrieb sind eine Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft. Dies gilt vor allem, weil die Rechtsordnung Arbeitgebern keine klaren Regeln an die Hand gibt, mit deren Hilfe sie auf privatem Weg Betriebskriminalität vorbeugen, bekämpfen und aufklären können. Meist fehlt es sogar gänzlich an konkreten Regelungen, so dass Arbeitgeber gezwungen sind, ihr Handeln auf allgemein gehaltene einfachgesetzliche und verfassungsrechtliche Normen zu stützen.
Die Arbeit beleuchtet den Umgang mit Straftätern im Betrieb innerhalb des vorstehend beschriebenen Rechtsrahmens. Sie zeigt rechtlich zulässige Handlungsvorschläge zur Verhinderung von Betriebskriminalität auf und verortet die Rolle von Arbeitgebern bei privaten Ermittlungen. Im Zentrum der Arbeit stehen organisatorische, personenbezogene und technische Maßnahmen, die Arbeitgebern zur Verhinderung von innerbetrieblichen Straftaten und bei der Aufdeckung von Betriebskriminalität von Nutzen sein können.
§ 3. Einzelne Maßnahmen (S. 92-93)

A. Vorab: Schwachstellenanalyse


Ausgangspunkt eines wirksamen Konzepts gegen Betriebskriminalität ist zunächst eine drei Phasen umfassende unternehmensspezifische Schwachstellenanalyse. 480 Im ersten Schritt wird untersucht, welche Risiken dem Unternehmen durch Be- 481 Dafür werden aktuelle und vergangene Fälle strafbaren Verhaltens im Betrieb zusammengetragen und archiviert, indem Unterlagen gesammelt und Beteiligte befragt werden. Bereits in dieser Phase können innerbetrieblich Verantwortliche bestimmt werden, die später dann auch für die Durchführung etwaiger Maßnahmen zuständig sind.

In der zweiten Phase der Schwachstellenanalyse werden die archivierten Fälle nach einem einheitlichen Grundschema geordne - . Kriterien können dabei Art, Umfang und Ursachen des kriminellen Verhaltens sein.483 Die Ergebnisse dieser Systematisierung werden in der dritten Phase bewertet Unternehmen zu Unternehmen. Beispiele sind die Häufigkeit der einzelnen Deliktsarten, die Schadenshöhe, möglicherweise unbeachtete Frühwarnindikatoren oder Umstände, die strafbares Verhalten begünstigten.484 Auch wenn die Bewertung subjektiv geprägt ist, kann ihr Ergebnis als Orientierungshilfe dienen, in welchen Bereichen das bisher eingesetzte betriebliche Präventions- und Kontrollsystem Schwachstellen hat. Studienüber Wirtschaftskriminalität haben ergeben, dass Hauptursache für Betriebskriminalität mangelnde Kontrolle ist.

B. Organisatorische Maßnahmen


I. Organisationsmaßnahmen zur Verbesserung von Transparenz
Danksagung6
Inhaltsübersicht8
Inhaltsverzeichnis10
Abkürzungsverzeichnis18
§ 1. Betriebskriminalität als praktisches Problem20
A. Fallbeispiele20
B. Ursachen23
C. Folgen25
D. Zielstellung26
§ 2. Rechtsrahmen für den Kampf gegen Betriebskriminalität28
§ 3. Einzelne Maßnahmen95
A. Vorab: Schwachstellenanalyse95
B. Organisatorische Maßnahmen96
I. Organisationsmaßnahmen zur Verbesserung von Transparenz96
II. Institutionen mit Überwachungsfunktion98
III. Compliance-Beauftragter101
IV. Unternehmensleitlinien (101
IV. Unternehmensleitlinien (101
102101
V. Unterrichtung, Anleitung und Training der Belegschaft110
VI. Vereinfachte Meldewege111
VII. Exkurs: Vorbereitungsmaßnahmen für den Fall von Ermittlungen durch Dritte119
C. Personenbezogene Maßnahmen120
I. Maßnahmen gegen Bewerber120
II. Stichprobenkontrollen gegenüber Unverdächtigen134
III. Maßnahmen gegen einen verdächtigten Mitarbeiter136
IV. Zeugenbefragung166
D. Technische Maßnahmen170
I. Telefonüberwachung170
II. Telefaxüberwachung181
III. Datenabgleich182
IV. Computerüberwachung186
V. Mobiltelefone und Blackberrys195
VI. Videoüberwachung196
VII. Standortermittlung/Erfassung von Bewegungsdaten205
E. Spiegelsysteme und Einwegscheiben212
F. Einsatz privater Dritter212
I. Gewerbliche Sicherheitsunternehmen212
II. Privatdetektive213
III. Rechtsanwalt216
§ 4. Empirische Untersuchung der betrieblichen Praxis218
A. Gespräche mit Vertretern aus der Praxis218
B. Ergebnisse218
I. Teil A., Einleitung218
II. Teil B., Betriebsinterne Ermittlungen219
III. Teil C., Technische Maßnahmen221
IV. Teil D., Organisatorische Maßnahmen222
V. Teil E., Maßnahmen gegen Bewerber224
C. Folgen224
§ 5. Beweisverwertungsverbote226
A. Verwertbarkeit im Strafprozess226
I. Verstoß gegen § 136a StPO226
II. Verstoß außerhalb des § 136a StPO227
B. Verwertbarkeit im Zivilprozess227
I. Umfassende Verwertbarkeit228
II. Generelle Unverwertbarkeit228
III. Vermittelnde Auffassung229
C. Verwertbarkeit im Arbeitsgerichtsprozess230
§ 6. Ergebnisse in Thesen231
Anhang234
Literatur246