: Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk
: Warum Abstinenz die Gesundheit gefährdet und Sex vor Krebs schützt Anti-Aging-Geheimnisse für Genussmenschen
: GRÄFE UND UNZER
: 9783833867866
: GU Gesundheit
: 1
: CHF 9.90
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: Gesunde Küche, Schlanke Küche
: German
: 160
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Genießer leben länger Länger leben und auch noch im hohen Alter gesund und fit sein - wer möchte das nicht? Dann stellen Sie jetzt die Weichen! Aber übertreiben Sie es nicht, denn neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen: Nicht nur gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und viel Bewegung sind für ein langes Leben wichtig - sondern auch Lebensfreude und Genuss!  Gesund altern und dabei auch noch Spaß haben Bernd Kleine-Gunk, Genießer in der Professorenklasse und weltweit führender Anti-Aging-Experte, zeigt Ihnen praxisnah, wie Sie ganz entspannt und ohne strenge Glaubenssätze mit kleinen Anpassungen Ihren Weg zum langen Leben finden: - Gesunde Ernährung? Ja, aber bitte darüber nicht die Schokolade und den Rotwein vergessen! - Bewegung? Natürlich, aber es muss nicht gleich auf den Marathon trainiert werden! - Schlaf? Gerne, und noch lieber auch mal ein Nickerchen am Mittag extra! Viele überraschende Erkenntnisse aus aktuellen wissenschaftlichen Studien präsentiert mit viel Humor und gespickt mit Zitaten von William Shakespeare bis Willy Brandt machen das Buch zu einem echten Lesevergnügen und zum idealen Geschenk für alle ab 50.  Auch wird das Schutzenzym Sirtuin angesprochen, welches die Grundlage der Sirtfood Diät bildet.   

Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk zählt zu den weltweit führenden Anti-Aging-Medizinern. Er ist Herausgeber des ersten deutschen Fachbuches für Anti-Aging-Medizin und Präsident der German Society of Anti-Aging Medicine (GSAAM) - mit 1200 Ärzten die größte Anti-Aging-Gesellschaft Europas. Im In- und Ausland veranstaltet er regelmäßig Kongresse, Seminare und Fortbildungsveranstaltungen zu den entsprechenden Themen. Zu seinen neuesten Projekten gehört u. a. die Beratung der Chinesischen Regierung bzgl. der Errichtung sogenannter 'Health Cities', also von Städten, in deren Bau die neuesten Erkenntnisse der Präventivmedizin einfließen.

Sport und Bewegung


Warum Sie bei der Fitness den Fun nicht vergessen sollten, aber durchaus auch mal einen Zahn zulegen dürfen

Während sich in Sachen Ernährung höchst unterschiedliche Fraktionen mit konträren Konzepten heftige Glaubenskriege liefern, besteht in Sachen Sport eine erstaunliche Einigkeit. Ob Schul- oder Alternativmediziner, Präventions- oder Rehaärzte, Physios und Personal Trainer sowieso: Sie alle verkünden, Sport sei ein Jungbrunnen. Wer gesund werden oder bleiben will, der sollte sich vor allem viel bewegen.

AUCH DIE GOLDMEDAILLE HAT ZWEI SEITEN


»No sports.«

WINSTON CHURCHILL

Dass auch Sport nicht ohne Risiken ist und je nach Sportart ein nicht unerhebliches Verletzungsrisiko besitzt, wird oft geflissentlich verschwiegen. Denn auch für den Sport gilt des Gebot der gesundheitspolitischen Korrektheit. Was als gut erkannt wurde, darf nicht durch negative Meldungen in Zweifel gezogen werden.

TRAGISCHE HELDEN

Zweifel könnten einem durchaus kommen, wenn man sich das Schicksal einiger der großen Vorturner an der Fitnessfront anschaut. Der US-Amerikaner Jim Fixx etwa erfand in den 1960er-Jahren den Begriff Jogging. »Lauf dem Herzinfarkt davon!« lautete seine schlichte, einprägsame Botschaft. 1977 veröffentlichte er »Das komplette Buch vom Laufen«, das zu einem Weltbestseller wurde.

1984 starb Jim Fixx. Im Alter von 52 Jahren. An einem Herzinfarkt. Beim Joggen.

Als Vater der deutschen Fitnesswelle gilt der Kardiologe Richard Rost, der die Erkenntnisse über die präventiven Wirkungen von Sport auf die Herzgesundheit popularisierte und für den eigens ein Lehrstuhl im damals noch jungen Fach Sportmedizin eingerichtet wurde. Professor Rost starb 1998 mit gerade einmal 58 Jahren. Kurz vor seinem Tode fasste er die Erkenntnisse seines Forscherlebens in die Sätze: »Der Sportler lebt nicht länger. Er stirbt aber gesünder.« Letztlich ein schwacher Trost. Auch wer gesund stirbt, ist dauerhaft tot.

Nicht vergessen sollte man auch die gesundheitlichen Kollateralschäden, die der Sport nach sich ziehen kann. Ohne Zweifel verjüngen sich viele Menschen durch sportliche Aktivitäten. Manche machen sich dadurch aber auch zum Frühinvaliden. In den alpinen Skigebieten leben inzwischen ganze Kliniken davon, dass Sport halt doch nicht nur gesundheitsfördernd ist. Hatte Winston Churchill also recht mit seiner These, wonach Sport Mord ist? Ist Breitensport gar Massenmord?

Auch wer gesünder stirbt, ist anschließend definitiv tot.

Nutzen und Kosten

Will man einen Sachverhalt umfassend beurteilen, sollte man sich die Mühe machen, möglichst unvoreingenommen Bilanz zu ziehen. Was sind die Risiken? Wo liegt der Nutzen? Was überwiegt? Da kommt man beim Sport zu einem ziemlich eindeutigen Ergebnis: Der Nutzen überwiegt. Er erstreckt sich sogar auf Bereiche, die man bisher mit Bewegung gar nicht in Zusammenhang brachte.

Dies hat wieder einmal viel mit unserem evolutionären Erbe zu tun. Seit es den Homo sapiens gibt (seit etwa 200 000 Jahren), hat er die meiste Zeit als Jäger und Sammler verbracht. Anders ausgedrückt: Er ist den ganzen Tag herumgelaufen, um Tiere zu erlegen oder Essbares zu finden. Vor rund 10 000 Jahren wurde dann ein großer Teil