: Thomas Blank, Karl Adamek
: Singen in der Kindheit Eine empirische Studie zur Gesundheit und Schulfähigkeit von Kindergartenkindern und das Canto elementar-Konzept zum Praxistransfer
: Waxmann Verlag GmbH
: 9783830973744
: 1
: CHF 40.10
:
: Theoretische Psychologie
: German
: 332
: kein Kopierschutz/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Die vorliegende empirische Untersuchung mit 500 Kindergartenkindern liefert erstmals tragfähige Argumente für eine ungeahnte pädagogische Ressource, auch angesichts der Ergebnisse der PISA-Studien. Singen fördert in bisher folgenschwer unterschätztem Maße die physische, psychische und soziale Entwicklung von Kindern. Viel singende Vorschulkinder sind im Vergleich zu wenig singenden Vorschulkindern nicht nur signifikant häufiger schulfähig, sondern allem Anschein nach auf vielen Ebenen der Entwicklung besser gestellt. Dadurch wird Singen erstens in seiner Bedeutung als einer grundlegenden Funktion für ein gesundes Menschsein erkennbar. Zweitens wird hier ein Recht auf die Entfaltung der Singfähigkeit mit den sich daraus ergebenden bildungspolitischen Konsequenzen begründet. Drittens schließlich wird mit dem von den Autoren entwickelten und erprobten Generationen verbindenden Singpatenprogramm für Kindergärten Canto elementar ein grundlegender Ansatz zum Praxistransfer der Erkenntnisse vorgestellt.
'Das vorliegende Buch ist ein weiterer Meilenstein in der wissenschaftlichen Erforschung der Bedeutung des Singens für den Menschen.'
Univ.-Prof. (em.) Dr. Dr. h. c. Hermann Rauhe, Universität Hamburg
'Mein dringender Appell: Singen gehört endlich wieder angemessen in die Ausbildung von Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen. Dieses bahnbrechende Buch liefert hierfür fundierte Argumente und zeigt mit dem Singpatenprogramm Canto elementar, das Generationen verbindet, auf grundlegende Weise einen beispielhaften Weg auf. Den Autoren ist für ihr außerordentliches Engagement zu danken.'
Univ.-Prof. (em.) Dr. Hans Günther Bastion, Lehrstuhlfür Musikpädagogik, Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik, Universität Frankfurt am Main
'Aus neurowissenschaftlicher Sicht spricht alles dafür, dass aus der Perspektive einer Leistungsgesellschaft die scheinbar nutzloseste Leistung, zu der Menschen befähigt sind - und das ist unzweifelhaft das unbekümmerte, absichtslose Singen - den größten Nutzeffekt für die Entwicklung von Kindergehirnen hat. Und wer seine Singfähigkeit in der Kindheit entfalten konnte, der kann diese Effekte später über den ganzen Lebensbogen bis ins Alter nutzen. Denn Singen fördert den Befunden zufolge in jeder Lebensphase die Potenzialentfaltung des Gehirns. Mit dem vorliegenden Buch werden grundlegende Argumente für die Richtigkeit dieser Sichtweise vorgelegt.'
Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther, Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung an den Universitäten Göttingen, Mannheim/Heidelberg
Buchtitel1
Impressum4
Inhalt5
Geleitwort11
Vorwort13
Danksagungen15
1. Einleitung19
1.1 Zentrale Fragestellung20
1.2 Historischer Rückblick zur Entwicklung der Alltagskultur des Singens in Deutschland – Auswirkungen auf das Singen der Kinder21
1.3 Zusammenfassung25
2. Stand der Forschung zur Wirkung des Singens auf Physis und Psyche26
2.1 Physiologie des Singens26
2.1.1 Singen und Gesundheit26
2.1.2 Die vorgeburtliche Entwicklung von Kindern vorgeburtlich singender Mütter26
2.1.3 Die frühkindliche gesunde Gehirnentwicklung27
2.1.4 Singen und Hirnfunktionen27
2.1.5 Genregulation28
2.1.6 Die Produktion von Immunglobulin A29
2.1.7 Die Produktion von Melatonin29
2.1.8 Singen und Herzfunktion29
2.1.9 Singen und Atmung29
2.1.10 Atemwegserkrankungen30
2.1.11 Körperliche Leistungsfähigkeit30
2.1.12 Singen und Angstbewältigung – Senkung des Adrenalin- und Erhöhung des Serotonin- und Oxytocinspiegels30
2.1.13 Singen und Aggressionsbewältigung – Der Abbau von Testosteron, Kortisol und Adrenalin30
2.1.14 Singen und Glück – Die Ausschüttung von Beta-Endorphin, Noradrenalin und Serotonin30
2.1.15 Verbesserung der Lernfähigkeit31
2.1.16 Verbesserung der Randbedingungen für Lernen32
2.1.17 Singen und Sozialkompetenz32
2.1.18 Ausschüttung des Bindungshormons Oxytocin32
2.1.19 Entfaltung der Spiegelneuronen32
2.1.20 Singen und Friedlichkeit34
2.2 Psychologische Aspekte des Singens34
2.2.1 Singen und Spracherwerb aus entwicklungspsychologischer Sicht37
2.2.2 Singen und psychische Gesundheit allgemein38
2.2.3 Singen – emotionales und kognitives Gehirn39
2.2.4 Singen und neuronale Neubahnungen zwischen Fühlen und Denken39
2.2.5 Singen und Angstbewältigung: Senkung der Nervenleitgeschwindigkeit40
2.2.6 Singen und Aggressionsbewältigung42
2.2.7 Singen und Trauerverarbeitung42
2.2.8 Singen und Glücksempfi ndung43
2.2.9 Singen und Lernen43
2.2.10 Singen und Sozialkompetenz43
2.2.11 Singen und Friedlichkeit44
2.2.12 Missbrauchbarkeit des Singens44
2.3 Zusammenfassung und Hypothesen45
3. Untersuchungsdesign und Stichprobe47
3.1 Untersuchungsdesign47
3.2 Stichprobe48
3.3 Zum Problem der Repräsentativität50
3.4 Zusammenfassung51
4. Messinstrumente und deskriptive Befunde52
4.1 Kindliches Singverhalten52
4.1.1 Kindliche Singfähigkeit52
4.1.2 Elternbefragung: Alleinesingen und Singen in Stimmungen60
4.2 Der körperliche und seelische Entwicklungsstand der Kinder und ihre Schulfähigkeit62
4.2.1 Körperliche Gesundheit62
4.2.2 Physische Entwicklung67
4.2.3 Sprachentwicklung69
4.2.4 Psychisch-kognitiver Entwicklungsstand72
4.2.5 Verhalten75
4.2.6 Therapeutische Förderung77
4.2.7 Schulfähigkeit80
4.3 Ursachen des Singens80
4.3.1 Häusliche Förderung des Singens80
4.3.2 Sozialstruktur und Soziodemographie83
4.4 Zusammenfassung88
5. Singen und Entwicklung: Empirische Befunde89
5.1 Kindliches Singverhalten und häusliche Förderung des Singens als Ursachen von Entwicklung ,Gesundheit und Schulfähigkeit90
5.1.1 Kindliches Singverhalten als Ursache von Entwicklung, Gesundheit undSchulfähigkeit90
5.1.2 Häusliche Förderung des Singens als Ursache von Entwicklung, Gesundheit und Schulfähigkeit91
5.2 Ursachen des Singens92
5.2.1 Häusliche Förderung des Singens und kindliches Singverhalten92
5.2.2 Soziodemographie, Sozialstruktur und kindliches Singverhalten93
5.2.3 Soziodemographie, Sozialstruktur und häusliche Förderung des Singens95
5.3 Zur Unersetzbarkeit des Singens – Empirische Befunde95
5.3.1 Soziale Schicht, kindliches Singverhalten, Entwicklung, Gesundheit und Regelschulfähigkeit97
5.3.2 Sport, kindliches Singverhalten, Entwicklung, Gesundheit und Regelschulfähigkeit100
5.3.3 Belastende Lebensereignisse, kindliches Singverhalten, Entwicklung, Gesundheit und Regelschulfähigkeit101
5.4 Zusammenfassung104
6. Singen – Ein bildungspolitischer Verantwortungsbereich109
6.1 Bildungspolitische Konsequenzen aus den Untersuchungsbefunden109
6.2 Zur Bedeutung des Singens im pädagogischen Feld112
6.2.1 Singen, Persönlichkeit und Entwicklung113
6.2.2 Singen und soziale Kompetenzen115
6.2.3 Singen und Lernen115
6.2.4 Singen lernen119
6.2.5 Grundsätze niederschwelligen Singens mit Kindern122
6.3 Zusammenfassung123
7. Das Generationen verbindende Singpatenprogramm „Canto elementar“ zur Förderung des Singens in Kindergärten124
7.1 Pädagogische Aspekte von „Canto elementar“124
7.1.1 Allgemeine pädagogische Prinzipien124
7.1.2 Spezielle pädagogische Prinzipien: Wie gesungen werden sollte125
7.1.3 Die Lieder126
7.1.4 Arbeitsmaterialien127
7.1.5 Klangspiele127
7.2 Die beteiligten Personengruppen127
7.2.1 Die Singpaten127
7.2.2 Die Erzieher/innen129
7.2.3 Die Musikpädagogen – „Canto“-Trainer130
7.2.4 Die Eltern130