Kapitel 1
Materielle und Spirituelle Begriffe
Die Entfremdung von Wissenschaft und Mensch
Das Ziel einer menschlichen Wissenschaft ist es, in einer auf den Menschen bezogenen Form materielles und spirituelles Wissen miteinander zu verbinden und damit die in unserer Zeit vorherrschende Spaltung von materieller Wissenschaft und spiritueller Erfahrung zu überwinden. Hierin liegt eine Chance, die Entfremdung von Wissenschaft und Mensch, die heute von vielen erfahren wird, rückgängig zu machen.
Die materialistische Wissenschaft hat uns in der Vergangenheit mit einer Reihe von Weltbildern konfrontiert, die nur die Atome und die Leere kannten, und auch heute finden wir vor allem Beschreibungen der physikalischen Welt, die keinen Anhaltspunkt enthalten, in welcher Weise wir als bewusstes Lebewesen mit ihr in Beziehung stehen.
Es fällt uns schwer, uns selbst in der Welt der Elementarteilchen wiederzuerkennen. Schon Pascal drückte dieses Gefühl der Entfremdung aus: »Alle Körper, das Firmament, die Sterne, die Erde und ihre Königreiche wiegen nicht den geringsten der Geister auf, denn er erkennt das alles und sich selbst; aber die Körper erkennen nichts.«1
Noch deutlicher wird dieses Gefühl in dem Resümee eines so hervorragenden Wissenschaftlers wie Jacques Monod: »… der Mensch (muss) endlich aus seinem tausendjährigen Traum erwachen und seine totale Verlassenheit, seine radikale Fremdheit erkennen. Er weiß nun, dass er seinen Platz wie ein Zigeuner am Rande des Universums hat, das für seine Musik taub ist und gleichgültig gegen