: Inka Loreen Minden
: Warrior Lover Box Set 1 Jax / Crome / Ice / Storm
: Inka Loreen Minden
: 9783963700286
: 1
: CHF 8.00
:
: Science Fiction
: German
: 977
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Super-Spar-Box mit den ersten 4 Romanen der Erfolgsserie voller Liebe, Action, Tortured Heroes und Erotik! Heiße Krieger und taffe Frauen entführen euch in eine Welt, in der Unterdrückung und brutale Shows an der Tagesordnung sind. Die 'Warrior Lover' sind eine der erfolgreichsten SF-Romantasy-Serien der letzten Zeit. Sexy Helden und taffe Heldinnen ergeben einfach eine unwiderstehliche Mischung. (Ulla liebt Bücher) Darum geht es in der Serie: Unsere Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr, alles ist verstrahlt. Neunzig Jahre nach einem Atomkrieg leben die Menschen unter gigantischen Kuppeln und sind einem diktatorischen System ausgeliefert. Um das Volk bei Laune zu halten, gibt es 'Brot und Spiele' wie im alten Rom. Das Regime schickt genetisch optimierte Elitesoldaten, die sogenannten 'Warrior', an die Stadtgrenzen, um die Outsider draußen zu halten, denn der Wasservorrat der Kuppelstädte ist begrenzt. Doch nach und nach kommen sowohl die Warrior als auch die Einwohner der Wahrheit auf die Spur: Alles, was man ihnen erzählt hat, ist eine Lüge ... Teil 1 'Jax': Der Warrior Jax ist von einem Einsatz in den Outlands zurückgekehrt und darf sich zu seinem Vergnügen eine Sklavin nehmen, mit der er machen kann, was er will. Er wählt ausgerechnet die ehemalige Ärztin, die seinen Bruder getötet haben soll ... Teil 2 'Crome': Warrior Crome verliebt sich in die Sklavin Miraja, aber sie wurde bereits zu schlimm misshandelt und hat keinen Lebenswillen mehr. Doch der zärtliche Krieger gibt die Hoffnung nicht auf, sie zu erobern. Teil 3 'Ice': Veronica, die Tochter eines hochrangigen Politikers, fühlt sich sofort zu ihrem neuen Leibwächter hingezogen. Er ist groß, düster und unglaublich sexy. Die beiden stürzen sich in eine heiße Affäre, aber ihre Liebe ist streng verboten. Teil 4 'Storm': Der junge und regimetreue Warrior Storm reißt seinen Arzt Mark in einen Strudel aus Lust und Leidenschaft. Doch Mark arbeitet für die Rebellen. Als Storm davon Wind bekommt, muss er vor ihm fliehen.

Inka Loreen Minden, die auch unter den Pseudonymen Ariana Adaire, Bailey Minx, Lucy Palmer, Mo Davis (Mystery) und Monica Davis (Jugendbuch) schreibt, ist eine bekannte deutsche Autorin. Von ihr sind bereits über 90 Bücher, 26 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen, die regelmäßig unter den Online-Jahresbestsellern zu finden sind. Sie schreibt u.a. für Bastei Lübbe, Blanvalet und Rowohlt. Die Autorin ist bekannt für Geschichten, die zu Herzen gehen, und erschafft authentische Figuren, die den Leser nicht mehr loslassen. Spannende oder rasante Handlungen, viel Humor und prickelnde Leidenschaft zeichnen ihre Storys aus, die an den unterschiedlichsten Schauplätzen spielen. Ihre Titel wurden in mehrere Sprachen übersetzt, zB polnisch, tschechisch, holländisch, spanisch. Auf Englisch sind erhältlich: Hearts of Stone, Nate - Beast Lovers, Daniel Taylor - Demon Heart und Caprice. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie in der Nähe von München. Schokolade und Schreiben sind ihre Lebenselixiere, außerdem spielt sie Geige, sie singt und schaut gerne mit ihrer Familie Filme an.

Kapitel 1 – Ich bin eine Sklavin


 

Samantha Walker gibt es nicht mehr. Von heute an bin ich eine Serva, eine Sklavin mit der Nummer 13. Ein Gefängnisarzt hat sie mir groß und dick auf meinen linken Oberarm eintätowiert, genau wie den Strichcode darunter. Keine Ahnung, welche Daten er anzeigt. Das ist mir im Moment auch egal, denn Angst kriecht wie winzige Spinnen über meinen Körper und hinterlässt eine Gänsehaut.

Mit fünfzig anderen Sklaven stehe ich halbnackt in der vordersten Reihe der Ankunftshalle. Die riesige Kuppel wird von zahlreichen Scheinwerfern beleuchtet, vor uns befinden sich eine Bühne und ein schwarzes Tor, das noch geschlossen ist. Hinter uns klatscht das Publikum rhythmisch in die Hände und kann es kaum erwarten, bis die Warrior eintreffen. Was für eine Show – der Kommentator überschlägt sich mit Neugier erweckenden Vorankündigungen.

Ich stehe kurz davor, in Tränen auszubrechen, doch ein bisschen Würde möchte ich mir bewahren. Wenn alles gutgeht, wird mich keiner der Soldaten wollen. Ich lebe drei Tage länger gesund und munter in meiner winzigen Zelle, habe drei Tage länger Zeit, mir einen Plan zurechtzulegen, wie ich dieser Misere entfliehen kann, obwohl ich weiß, dass bisher niemand eine Flucht überlebt hat, falls ihm überhaupt eine geglückt ist.

Wir Sklaven tragen bloß einen blutroten Stringtanga, die Frauen zusätzlich ein Brustband in derselben Farbe. Es verhüllt kaum unsere Nippel. Niemals zuvor bin ich mir so nackt vorgekommen. Immer wieder fängt eine Kamera uns ein, besonders lang hält sie auf die Gesichter derer, in denen Panik geschrieben steht.

Während das Publikum grölt und Transparente für ihre Favoriten schwenkt, sind meine Augen auf das Bühnentor gerichtet, aus dem jede Sekunde die Warrior schreiten werden. Zwanzig Männer, unsere besten Soldaten. Insgesamt sind es über hundert, die mit Waffengewalt und vollem Körpereinsatz unsere Stadtgrenzen verteidigen; den Rest übernehmen automatisierte Waffensysteme.

Alle drei Tage, bei Schichtwechsel, wird ein Medienspektakel veranstaltet, um das Volk von White City zu unterhalten. Die Warrior werden wie Helden gefeiert. Auf riesigen Bildschirmen sind die Highlights der letzten Sendungen zu sehen. Gerade wird eine Szene gezeigt, in der Soldat Blaire – ein blonder Hüne mit Löwenmähne – eine Serva vergewaltigt, die er an einen Tisch gefesselt hat, Arme und Beine wie ein X gespreizt. Es ist Nummer 4, das Mädchen neben mir. Vielleicht achtzehn Jahre alt. Sie zittert und weint lautlose Tränen. Als wir hier einmarschiert sind, habe ich sie nach ihrem Namen gefragt. Sie heißt Miraja und gehörte den Rebellen an. Ich würde so gerne ihre Hand nehmen, um sie zu trösten und selbst Halt zu finden, doch es ist verboten, sich zu bewegen. Die Wärter stehen hinter uns, bereit, uns zu erschießen, sollten wir nicht gehorchen. Teilweise sind sie ehemalige Warrior, die zu alt sind, um den harten Job an der Stadtgrenze länger zu bewältigen.

Weitere Bilder werden eingespielt, wie Blaire vor den Stadtmauern einem alten Mann mit seiner Automatikwaffe den Kopf wegpustet. Der Outsider hat Blaire nicht einmal angegriffen, wollte bestimmt nur sauberes Trinkwasser oder Medikamente, die die Rebellen angeblich durch Abwasserrohre schmuggeln. Blaire tötet diese armen Menschen, ohne mit der Wimper zu zucken, bloß weil sie sich der Sperrzone nähern. Dabei lächelt er diabolisch, und ich erschaudere, während Miraja neben mir würgt.

»Reiß dich zusammen«, flüstere ich. »Oder du wirst erschossen.«

»Ein verführerischer Gedanke«, antwortet sie leise, woraufhin ich wünschte, meine Worte zurücknehmen zu können. Sie hat doch nicht vor …

Als plötzlich Rockmusik ertönt und das Tor aufgeht, zucken wir alle zusammen, Männer wie Frauen. Unter uns befinden sich neun männliche Sklaven, da es auch Warrior gibt, die dasselbe Geschlecht bevorzugen. Die Servi schauen nicht weniger ängstlich aus als wir Frauen, ein junger Mann mit der Nummer 8 weint still vor sich hin. Ich habe gehört, die meisten Männer lassen sich lieber exekutieren, als sich diese Demütigung anzutun. Wenn ich mir Mirajas Elend ansehe, kommen mir Zweifel, ob ich mich nicht auch lieber für die Todesspritze hätte entscheiden sollen. Ich zittere, Schweiß läuft mir vom Nacken unter meinen langen Haaren den Rücken hinab.

Blaire tritt auf die Bühne, seine Waffe über dem Kopf erhoben. Er hat eine Cargohose an, und über seinem nackten, muskulösen Oberkörper trägt er eine Schutzweste, an der weitere Waffen hängen: Granaten, Wurfsterne, Messer. Mit dem kantigen Gesicht und den langen blonden Haaren, die ihm in einer wilden Mähne um den Kopf fallen, sieht er aus wie ein Wikinger.

Er lässt sich bejubeln, dreht sich im Kreis und schreitet mit stolzgeschwellter Brust auf der Bühne hin und her. Frauen aus dem Publikum schreien seinen Namen. Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie sie ihre Bustiers, die knapp ihre Brüste verhüllen, hochziehen und schreien: »Fick mich, Blaire!«

Mein Magen verkrampft sich. Die Leute im Zuschauerraum, überwiegend Frauen, tragen kaum mehr als ich am Leib. In der Stadt ist es warm, außerdem verfällt das Volk immer mehr der Gi