: Monica Davis, Inka Loreen Minden
: Outcasts 1 Lost Island
: Inka Loreen Minden
: 9783963700231
: 1
: CHF 2.70
:
: Science Fiction, Fantasy
: German
: 209
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
'Eine faszinierende Dystopie und eine spannende Romanze, nicht nur für junge Leser.' (Ulla liebt Bücher) Eine Insel, 300 Ausgestoßene, unzählige Gefahren ... Die Polkappen sind geschmolzen, der Meeresspiegel angestiegen. Landfläche ist knapp, daher gibt es in den neuen Verwaltungszonen strenge Regeln, um das Überleben zu sichern. Die siebzehnjährige Kate wohnt in der kleinen Stadt Welltown, errichtet auf einem Berg im ehemaligen England, umgeben von Wasser. Sie fühlt sich sicher in dem diktatorischen System und alles könnte perfekt sein, wäre da nicht ihr Mitschüler Liam, in den sie sich verliebt hat. Doch der junge Mann schlägt sich auf die falsche Seite, und Kate ist gezwungen, ihn auszuliefern. Nach Liams Verhaftung muss Kate eine harte Prüfung bestehen, um Senatorin werden zu dürfen. Auf der Strafinsel 'Lost Island' soll sie herausfinden, wo die Rebellen ihren Unterschlupf haben. Kate traut ihren Augen kaum, als sie dort Liam wiedertrifft. Was wird geschehen, wenn er erfährt, dass sie ihn einst verraten hat? Ein Roman über die erste Liebe und eine düstere Zukunft. Outcasts - so werden Menschen genannt, die auf 'Lost Island' um ihr Überleben kämpfen. Als Verbannte der Gesellschaft dürfen sie nie wieder in eine Verwaltungszone zurückkehren. Ca 210 Taschenbuchseiten / Teil 1 von 4. Die Serie ist bereits abgeschlossen. Alle Teile bauen aufeinander auf! Es sollte daher mit Teil 1 begonnen werden, um der Geschichte folgen zu können. Die gesamte Serie umfasst über 1000 Normseiten. New Adult Dystopie - Inka Loreen Minden, Autorin der 'Warrior Lover Reihe', schreibt als Monica Davis.

Monica Davis ist eines der zahlreichen Pseudonyme der Autorin Monika Dennerlein, unter dem sie Jugendbücher schreibt. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie in der Nähe von München. In den letzten zwölf Jahren sind von ihr über 90 Bücher, 18 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen, die regelmäßig unter den Online-Jahresbestsellern zu finden sind. monica-davis.de NEU: Die Mystery-Grusel-Story 'Racheclown' von Mo Davis

Prolog – Ein Jahr zuvor


 

Kate konnte es kaum erwarten, das Klassenzimmer zu verlassen, und Liam anscheinend auch nicht. Er saß am Nebentisch und hatte ihr heute mehrmals Zettelchen mit seinen Plänen fürs Wochenende zugeschoben. Er wollte mit ihr zum Lesen in die Bibliothek, zum Picknick in den Park und am Abend …

Ihr wurde heiß bis in die Haarspitzen. Sie sollte um acht Uhr auf sein Zimmer kommen, denn Pierre, sein Mitbewohner, lag wegen einer Blinddarmentzündung auf der Krankenstation.

»Nur zum Reden«, flüsterte ihr Liam zu. Seine Augen funkelten vergnügt, während er sich eine lange braune Strähne hinters Ohr strich. Wenn er grinste, so wie jetzt, bildeten sich immer diese süßen Grübchen in seinen Wangen, und die ließen ihre Knie butterweich werden. Zum Glück saß sie gerade.

Wie gerne sie ihn besuchen und einmal völlig ungestört mit ihm sein wollte – doch es war verboten! Sie könnte ihren Job als Schülersprecherin verlieren. Sie musste für alle stets ein Vorbild sein, denn auf diesem Internat gab es noch strengere Regeln als draußen. Es grenzte schon an ein Wunder, dass sie die Mauern überhaupt verlassen und in den angrenzenden Park gehen durften, der zum Gelände des Familia-Hauptsitzes gehörte und das Schulgelände mit dem Regierungssitz verband. Kate durfte sogar täglich in den Park, weil sie eine Sonderstellung innehatte, und die wollte sie um nichts auf der Welt missen. Diese kleinen Freiheiten bereicherten ihr Leben.

»Nun denn«, sagte ihr Politiklehrer Mr Judd, ein grauhaariger, hagerer Mann, und die Klasse stand auf. Zwanzig Schüler in weißen Uniformen verbeugten sich und sprachen die Parole ihrer Verwaltungszone: »Glück durch Bestimmung, Wohlstand durch Lenkung, ein gutes Leben durch die Familia.«

»Wir sehen uns dann am Montag wieder.« Mr Judd klemmte sich seine Tasche unter den Arm und verließ den Raum. Die Schüler schlossen sich ihm an, Kate blieb. Ihre Aufgabe war es, die Tür abzusperren, sobald alle gegangen waren. Daher schlenderte sie zum Fenster, öffnete es und ließ sich die warme, salzige Brise um die Nase wehen. Sie liebte den Blick über das Eiland, die Nachbarinseln und das dunkelblaue Meer, auf dessen Oberfläche sich die Sonne spiegelte.

Liam stellte sich dicht neben sie. »Ich fühle mich immer frei und beinahe schwerelos, wenn ich von hier oben über die Stadt schaue.« Er sprach leise, damit niemand ihn hören konnte. So etwas zu sagen war nicht ungefährlich, auch wenn das wahrscheinlich niemand falsch verstehen würde. Liam war jemand, der sich an die Regeln hielt. Meistens.

»Ja, es ist wunderschön hier.«

Das Internat befand sich auf einem Berg im ehemaligen England – so hatte das Gebiet vor der Großen Flut geheißen. Die neue Stadt Welltown wurde jedoch erst vor hundert Jahren auf dieser Erhebung errichtet und war ihre Heimat. Kate war froh, in dieser Kolonie leben zu dürfen, nicht allen war so viel Glück vergönnt. Etwa 20000 Menschen arbeiteten hier, umgeben vom Meer. Die anderen Siedlungen, die zu ihrer Verwaltungszone gehörten, waren durch lange Brücken oder Wasserwege, auf denen Fähren fuhren, miteinander verbunden. Kates Eltern saßen im Senat der Familia, Liams Vater hingegen arbeitete als Mechaniker aufConstruction, einer anderen Insel, auf der überwiegend Heli-Porter gebaut wurden.

Liam warf einen Blick über die Schulter, dann griff er nach Kates Hand. »Was meinst du, würden wir heute tun, wenn der Meeresspiegel nicht angestiegen wäre und es die Alte Welt noch gäbe?«

Schnell sah sie selbst zurück. In den meisten Räumen dieser Stadt waren Kameras installiert, damit die Familia immer alles beaufsichtigen konnte, um den Frieden zu wahren; doch das Objektiv war nicht auf sie gerichtet, sondern zeigte zur Tür. Davor gingen mehrere Schüler vorbei, die sich auf ihre Zimmer zurückzogen. Gut, sie waren einen Moment unbeobachtet, daher wandte sie sich ihm zu und hob den Kopf, da er größer war als sie. Deshalb hatte sie sein markantes Kinn, das er fein säuber