: Monica Davis, Inka Loreen Minden
: Outcasts 2 Welltown
: Inka Loreen Minden
: 9783963700224
: 1
: CHF 2.70
:
: Science Fiction, Fantasy
: German
: 265
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Viel Herzklopfen und neue Charaktere erwarten den Leser in diesem zweiten Abenteuer. Kate ist zurück in Welltown und vermisst Liam furchtbar. Außerdem plagt sie das Gewissen, denn erneut ist sie ihm in den Rücken gefallen. Zu allem Übel soll sie Finn Callahan heiraten, dessen Vater Liam foltern ließ. Ihre Zukunft sieht nicht rosig aus. Unterdessen versucht Liam, zu den Rebellen Kontakt aufzunehmen und Kate zu retten. Da erfährt er, dass sich seine totgeglaubte Freundin Sarah im Gefängnis befindet. Sie lebt nur noch, weil sie Finns Spielzeug ist. Als sie hingerichtet werden soll, setzt Liam noch einmal alles aufs Spiel, um die beiden Frauen zu befreien, die ihm am meisten bedeuten. Er hat nur nicht mit Finns Widerstand gerechnet ... Teil 2 von 4 der New Adult Dystopie 'Outcasts' - Inka Loreen Minden, Autorin der 'Warrior Lover Reihe', schreibt als Monica Davis. Alle 4 Teile sind bereits erschienen. Somit umfasst die gesamte Serie über 1000 Normseiten und ist abgeschlossen.

Monica Davis ist eines der zahlreichen Pseudonyme der Autorin Monika Dennerlein (Inka Loreen Minden), unter dem sie Jugendbücher schreibt. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie in der Nähe von München. Schokolade und Schreiben sind ihre Lebenselixiere, außerdem spielt sie Geige und schaut gerne mit ihrer Familie Filme an. In den letzten acht Jahren sind von ihr über 50 Bücher, 9 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen, die regelmäßig unter den Online-Jahresbestsellern zu finden sind. Sie sc

Kapitel 1 – Eine Verbündete?


 

Je weiter sich der Heli-Porter von Lost Island entfernte, desto schlechter ging es Kate. Nicht zu wissen, ob sie Liam jemals wiedersehen würde, zerriss sie innerlich.

»Hey, wir päppeln dich schon wieder auf. Alles wird gut.« Prudence lächelte sie zuversichtlich an, woraufhin sich Kate noch elender fühlte.

Sie befand sich mit der rothaarigen Senatorin im winzigen Waschraum des Transporters und blickte zum ersten Mal seit einem Monat in den Spiegel. Ihr Gesicht wirkte schmaler und war wie ihre Arme und Beine braungebrannt. Die Sonne hatte ihr blondes Haar noch mehr aufgehellt, sodass Kate im ersten Moment gedacht hatte, sie würde eine Fremde betrachten. Sie hatte sich verändert, nicht nur körperlich. Von nun an würde nichts mehr sein wie früher.

Sie wusch sich Hände und Gesicht, damit ihre feuchten Augen nicht verrieten, wie es in ihr aussah, während ihr Prudence über die Schulter blickte. Wenigstens waren diese furchteinflößenden Wachmänner mit den Maschinenpistolen nicht bei ihnen. Einer stand jedoch direkt vor der Tür.

Als Prudence fragte: »Du liebst Liam immer noch, oder?«, ließ Kate fast das Handtuch fallen, nach dem sie eben gegriffen hatte.

Leise räusperte sie sich. »Ich weiß nicht, was du meinst.«

»Du brauchst mir nichts vorzuspielen, Kate. Mir ging es nach meiner Rückkehr genauso. Aber wenn du nicht zurückgekommen wärst, wärt ihr beide wahrscheinlich jetzt schon tot. Du hast das Richtige getan und zwei Leben gerettet.«

Kate brachte kein Wort hervor. Einerseits, weil sie kaum glauben konnte, was Prudence damit andeutete, andererseits, weil sie ihre Emotionen wohl nicht gut genug verbergen konnte. Wenn Prudence bemerkte, was mit ihr los war, dann auch alle anderen.

»Es ist ein Verbrechen, einen Verbrecher zu lieben«, sagte Kate möglichst kühl. Vielleicht testete die Senatorin sie; Kate würde kein Risiko eingehen.

»Ja, das ist es. Leider können wir uns nicht aussuchen, an wen wir unser Herz verlieren.«

Es lag so viel Kummer in Prudence’ Stimme, dass Kate deren bleiches Gesicht intensiver betrachtete: die zusammengepressten Lippen, die zarten, aber deutlichen Falten zwischen den Brauen. Ihr Schmerz wirkte echt, oder die Frau war eine verdammt gute Schauspielerin.

Nachdem sie sich eine Weile angeschwiegen hatten, fragte Kate: »Hast du mir all die Extrasachen in den Rucksack geschmuggelt?« Sie dachte an die Schokoriegel, Hygieneartikel und Kondome.

Prudence nickte lächelnd und sagte grinsend: »Was hätte ich in diesem Dschungel für Tampons gegeben.« Schnell wurde sie jedoch wieder ernst. »Du hast sicher einige Outcasts kennengelernt, oder?«

»Ehrlich gesagt, fast keinen. Wir waren die meiste Zeit im Wald und haben die Siedlung gemieden.« Kate stützte sich am Waschbecken ab, weil das Shuttle eine Kurve flog und sie kaum noch Kraft in den Beinen hatte. Sie war lange gelaufen, um einen möglichst großen Abstand zwischen Li