: Inka Loreen Minden
: Engelslust Fantasy Romance
: Inka Loreen Minden
: 9783963700026
: 1
: CHF 3.60
:
: Fantasy
: German
: 360
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
360 Seiten voll prickelnder Fantasy-Romance Es ist ganz schön fies, als männlicher Engel in einem funktionstüchtigen, menschlichen Körper zu stecken, vor allem, wenn eine verdammt attraktive Dämonin versucht, einen mit allen Tricks und weiblicher Verführungskunst aus dem Weg zu räumen ... Klappentext Was wäre, wenn nicht nur die Hölle, sondern auch die Menschen- und Mythenwelten von einer einzigen Frau regiert würden? Noch dazu einer, die ebenso teuflisch attraktiv wie gefährlich ist? Das ist Cains größte Sorge, als er in New York auf Raja, die Tochter eines Elfen und der machtgierigen Höllenfürstin, trifft. Der Engel setzt alles daran, dass ein gestohlener magischer Kelch nicht in ihre Hände fällt. Dieser verleiht seinem Besitzer die alleinige Herrschaft über alle Welten, wenn man ihn mit sieben besonderen Zutaten füllt. Daher muss der Kelchdieb, ein gefährlicher Magier, unbedingt aufgehalten werden. Ein globaler Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Doch als Engel in einem funktionstüchtigen, menschlichen Körper zu stecken, kann ganz schön fies sein, wenn Raja versucht, mit weiblicher Verführungskunst an den Kelch zu gelangen ... Eine himmlisch-heiße Liebesgeschichte Info Die Hauptcharaktere aus diesem Buch haben Gastauftritte in Herzen aus Stein und Dunkle Träume.

Inka Loreen Minden, die auch unter den Pseudonymen Ariana Adaire, Bailey Minx, Lucy Palmer, Mona Hanke und Monica Davis (Jugendbuch) schreibt, ist eine bekannte deutsche Autorin. Von ihr sind bereits über 60 Bücher, 12 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen, die regelmäßig unter den Online-Jahresbestsellern zu finden sind. Sie schreibt u.a. für Bastei Lübbe, Blanvalet und Rowohlt. Ihre Titel wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Auf Englisch sind erhältlich: Hearts of Stone, Daniel Taylor - Demon Heart und Caprice. Neben einer spannenden Rahmenhandlung legt sie Wert auf eine niveauvolle Sprache und lebendige Figuren. Romantische Erotik, gepaart mit Liebe und Leidenschaft, ist in all ihren Storys zu finden, die an den unterschiedlichsten Schauplätzen spielen. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie in der Nähe von München. Schokolade und Schreiben sind ihre Lebenselixiere, außerdem spielt sie Geige und schaut gerne mit ihrer Familie Filme an.

Kapitel 2 – Verbotene Küsse


 

»Schaffst du das, Leraja?«, hallte die Stimme der Herrscherin der Unterwelt durch den großen Saal. Obwohl Leraja es vermied, ihre Mutter anzusehen, spürte sie deren stechenden Blick auf sich und unterdrückte ein Schaudern. »Unsere gesamte Existenz hängt von deinem Erfolg ab!«

»Hab ich dich jemals enttäuscht?«, fragte Leraja mit ein wenig Trotz in der Stimme und strich sich eine blonde Strähne hinters Ohr. Dabei starrte sie auf den schwarzen Steinboden, auf dem das Licht der Fackeln tanzte.

Ihr Leben lang hatte sich Leraja doppelt so sehr angestrengt wie die anderen ihrer Art. Alles, was in ihrer Macht stand, hatte sie gegeben, nur um zu beweisen, dass sie mit ihnen mithalten konnte, auch wenn sie keine reinrassige Dämonin war. Was konnte sie denn dafür, dass sich ihre Mutter Xira mit einem Elf eingelassen hatte und ihre Tochter dadurch nur eine Dämonin zweiter Klasse war?

Dennoch waren Lerajas Fähigkeiten denen mancher reinrassiger Unterweltler um ein Vielfaches überlegen, was wohl damit zu tun hatte, dass ihre Mutter die mächtigste Dämonin des Reiches war. Leider hatte Leraja ihren Vater nie kennengelernt und ihre Mutter redete nicht über ihn.

»Ich verlasse mich auf dich und deine besonderen Fähigkeiten, Tochter«, erinnerte sie Xira noch einmal mit Nachdruck und zwang Leraja mental, ihr in die schwarzen Augen zu sehen, deren Iriden sich zu bewegen schienen wie dunkles Wasser. Die Augenfarbe und vereinzelte silberfarbene Strähnen in Lerajas blondem Haar waren die einzigen Merkmale, die sie und ihre Mutter wirklich voneinander unterschieden. Tatsächlich sahen sie sich fast so ähnlich wie Zwillinge, nur dass Leraja vielleicht noch ein wenig feinere Gesichtszüge besaß. Elfengleich eben. Außer, Xira zeigte sich in ihrer wahren dämonischen Gestalt, was sie aus reiner Eitelkeit allerdings selten tat. Dann hatte die Fürstin nämlich eher Ähnlichkeit mit einer Ziege.Meckerziege nannte Leraja ihre Mutter deshalb oft. Natürlich nur in Gedanken.

»Das wird deine Prüfung sein, ob du als zukünftige Herrscherin taugst. Wir alle verlassen uns auf dich, finde den verdammten Kelch!« Mit diesen Worten entließ ihre Mutter sie.

Die Verantwortung lastete schwer auf Leraja, als sie durch den großen Saal schritt, die Schultern gestrafft und den Blick auf die große Flügeltür gerichtet. Zwei Wachen mit rattenähnlichen Köpfen öffneten ihr.

Als sie allein in einem in den Fels gehauenen Gang stand, der nur durch wenige Fackeln erleuchtet wurde, fluchte sie leise. Ihr Blut pulsierte vor Aufregung so laut durch ihre Ohren, dass sie kaum klar denken konnte. Endlich konnte sie allen beweisen, dass sie eine erstklassige Dämonin war, doch wo sollte sie nur die Suche nach dem Kelch beginnen?

Sie entschied sich für New York, wo sich die Spur verloren hatte. Mit der Hand beschrieb sie einen Kreis an der Wand; es knisterte und roch nach Ozon, als ein bläulich schimmerndes Portal erschien. Jetzt sah es so aus, als befände sich in der Felswand ein riesiges Guckloch, dessen Rand mit einem blauen Feuer gesäumt war. Es gab den Blick auf ein hohes Geländer aus Metall frei.

Als Leraja hindurchstieg, schloss sich das Tor hinter ihr sofort. Sie befand sich genau dort, wo sie sich hingewünscht hatte: auf dem oberen Aussichtsdeck des Empire State Buildings in New York. Da es Nacht war, hielt sich niemand dort auf.

Vor Kurzem hatte ein Informant ihr mitgeteilt, dass aus einem Laden in Chinatown die erste Zutat für den Kelch entwendet worden war. Da die »andere Seite« längst Bescheid wusste, ergab es keinen Sinn, nach weiterem Drachenblut zu suchen, das für die Dämonen sehr wertvoll war, weil damit die schwärzesten Zauber gelangen. Es würde nichts mehr zu finden sein. Verdammt, die anderen waren einfach immer schneller! Zu blöd, dass sie nicht eher von dem Laden erfahren hatten. Angeblich hatte der Chinese die Truhe verwahrt, welche die Engel dem Besitzer eines Dämonenklubs abgenommen hatten. Mustaff versteckte sich seitdem; zu groß war die Schmach.

»Versager«, murmelte Leraja, woraufhin sich ihr Magen verkrampfte. Sie wollte nicht, dass sie ein ebenso peinliches Schicksal ereilte.

Kühler Wind blies ihr das blonde Haar aus der Stirn, als sie