: Inka Loreen Minden, Monica Davis
: Secrets of Lost Island Gesamtausgabe Outcasts 1 - 4
: Inka Loreen Minden
: 9783963700002
: 1
: CHF 8.00
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 900
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
SECRETS of LOST ISLAND Sammelband der Serie: Outcasts Herzschmerz, Liebe und atemberaubende Spannung in einer Welt voller Gefahren. New Adult Dystopie - Eine Romanserie über große Gefühle, Geheimnisse und eine düstere Zukunft. Die Polkappen sind geschmolzen, Landfläche ist knapp. Daher gibt es auf den wenigen Inseln strenge Regeln, um das Überleben der letzten Menschen zu sichern. Kate ist zufrieden mit ihrer vorherbestimmten Karriere als Senatorin. Die junge Frau fühlt sich sicher in dem diktatorischen System und alles könnte perfekt sein, wäre da nicht Ingenieursanwärter Liam, der ihr den Kopf verdreht hat. Als der Staat ihn eines Verbrechens bezichtigt, wird er auf eine Insel voller Verbrecher deportiert. Kate, die beweisen muss, dass sie nicht auf der Seite der 'Outcasts' steht, wird hinterhergeschickt, um Liam zu einer Aussage zu zwingen. Das ist für das Paar die einmalige Chance auf einen Neuanfang, aber auch für ihre Freunde Sarah, Finn, Prudence und Duncan. Wird es ihnen gelingen, das verhasste Regime zu stürzen? Am Ende wollen sie alle dasselbe: die schützen, die sie lieben. Deshalb riskieren sie alles. 'Eine faszinierende Dystopie und eine spannende Romanze, nicht nur für junge Leser.' (Ulla liebt Bücher) Alle vier Teile der romantischen Dystopie 'Outcasts' von Erfolgsautorin Monica Davis / Inka Loreen Minden zum Supersparpreis! Über 1000 Seiten! Die Geschichte ist abgeschlossen und enthält drei Happy Ends.

Monica Davis ist eines der zahlreichen Pseudonyme der Autorin Monika Dennerlein, unter dem sie Jugendbücher / Young Adult schreibt. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie in der Nähe von München. Schokolade und Schreiben sind ihre Lebenselixiere, außerdem spielt sie Geige und schaut gerne mit ihrer Familie Filme an. In den letzten Jahren sind von ihr über 90 Bücher, 22 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen, die regelmäßig unter den Online-Jahresbestsellern zu finden sind. Mehr über die Autorin auf monica-davis.de

Prolog – Ein Jahr zuvor


 

Kate konnte es kaum erwarten, das Klassenzimmer zu verlassen, und Liam anscheinend auch nicht. Er saß am Nebentisch und hatte ihr heute mehrmals Zettelchen mit seinen Plänen fürs Wochenende zugeschoben. Er wollte mit ihr zum Lesen in die Bibliothek, zum Picknick in den Park und am Abend …

Ihr wurde heiß bis in die Haarspitzen. Sie sollte um acht Uhr auf sein Zimmer kommen, denn Pierre, sein Mitbewohner, lag wegen einer Blinddarmentzündung auf der Krankenstation.

»Nur zum Reden«, flüsterte ihr Liam zu. Seine Augen funkelten vergnügt, während er sich eine lange braune Strähne hinters Ohr strich. Wenn er grinste, so wie jetzt, bildeten sich immer diese süßen Grübchen in seinen Wangen, und die ließen ihre Knie butterweich werden. Zum Glück saß sie gerade.

Wie gerne sie ihn besuchen und einmal völlig ungestört mit ihm sein wollte – doch es war verboten! Sie könnte ihren Job als Schülersprecherin verlieren. Sie musste für alle stets ein Vorbild sein, denn auf diesem Internat gab es noch strengere Regeln als draußen. Es grenzte schon an ein Wunder, dass sie die Mauern überhaupt verlassen und in den angrenzenden Park gehen durften, der zum Gelände des Familia-Hauptsitzes gehörte und das Schulgelände mit dem Regierungssitz verband. Kate durfte sogar täglich in den Park, weil sie eine Sonderstellung innehatte, und die wollte sie um nichts auf der Welt missen. Diese kleinen Freiheiten bereicherten ihr Leben.

»Nun denn«, sagte ihr Politiklehrer Mr Judd, ein grauhaariger, hagerer Mann, und die Klasse stand auf. Zwanzig Schüler in weißen Uniformen verbeugten sich und sprachen die Parole ihrer Verwaltungszone: »Glück durch Bestimmung, Wohlstand durch Lenkung, ein gutes Leben durch die Familia.«

»Wir sehen uns dann am Montag wieder.« Mr Judd klemmte sich seine Tasche unter den Arm und verließ den Raum. Die Schüler schlossen sich ihm an, Kate blieb. Ihre Aufgabe war es, die Tür abzusperren, sobald alle gegangen waren. Daher schlenderte sie zum Fenster, öffnete es und ließ sich die warme, salzige Brise um die Nase wehen. Sie liebte den Blick über das Eiland, die Nachbarinseln und das dunkelblaue Meer, auf dessen Oberfläche sich die Sonne spiegelte.

Liam stellte sich dicht neben sie. »Ich fühle mich immer frei und beinahe schwerelos, wenn ich von hier oben über die Stadt schaue.« Er sprach leise, damit niemand ihn hören konnte. So etwas zu sagen war nicht ungefährlich, auch wenn das wahrscheinlich niemand falsch verstehen würde. Liam war jemand, der sich an die Regeln hielt. Meistens.

»Ja, es ist wunderschön hier.«

Das Internat befand sich auf einem Berg im ehemaligen England – so hatte das Gebiet vor der Großen Flut geheißen. Die neue Stadt Welltown wurde jedoch erst vor hundert Jahren auf dieser Erhebung errichtet und war ihre Heimat. Kate war froh, in dieser Kolonie leben zu dürfen, nicht allen war so viel Glück vergönnt. Etwa 20000 Menschen arbeiteten hier, umgeben vom Meer. Die anderen Siedlungen, die zu ihrer Verwaltungszone gehörten, waren durch lange Brücken oder Wasserwege, auf denen Fähren fuhren, miteinander verbunden. Kates Eltern saßen im Senat der Familia, Liams Vater hingegen arbeitete als Mechaniker aufConstruction, einer anderen Insel, auf der überwiegend Heli-Porter gebaut wurden.

Liam warf einen Blick über die Schulter, dann griff er nach Kates Hand. »Was meinst du, würden wir heute tun, wenn der Meeresspiegel nicht angestiegen wäre und es die Alte Welt noch gäbe?«

Schnell sah sie selbst zurück. In den meisten Räumen dieser Stadt waren Kameras installiert, damit die Familia immer alles beaufsichtigen konnte, um den Frieden zu wahren; doch das Objektiv war nicht auf sie gerichtet, sondern zeigte zur Tür. Davor gingen mehrere Schüler vorbei, die sich auf ihre Zimmer zurückzogen. Gut, sie waren einen Moment unbeobachtet, daher wandte sie sich ihm zu und hob den Kopf, da er größer war als sie. Deshalb hatte sie sein markantes Kinn, das er fein säuberlich rasiert hatte, und seine schön ge