: Elena-Katharina Sohn
: Goodbye Beziehungsstress Eine Anleitung zum glücklichen Zusammensein
: Ullstein
: 9783843716345
: 1
: CHF 8.90
:
: Familie
: German
: 220
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Viele Liebesbeziehungen scheitern nicht an Kommunikationsproblemen oder der oft zitierten »Bindungsunfähigkeit«. Vielmehr starten wir mit unrealistischen Vorstellungen in ein gemeinsames Leben, weil wir versuchen, die Verantwortung für unser eigenes Glück in die Hände unseres Partners zu legen. Enttäuschung, Frust, Misstrauen und Streit sind das Resultat. Elena-Katharina Sohn hilft mit ihrem Wissen aus Psychologie und Coaching, mit vielen Fallbeispielen und einer großen Portion Einfühlungsvermögen, endlich die wundervolle Beziehung zu finden und zu führen, von der so viele Frauen und Männer träumen: Jeder kann ein glücklicher Partner sein, wenn er erkennt, dass er den Schlüssel zum Glück längst selbst besitzt.

Elena-Katharina Sohn gründete die Agentur »Die Liebeskümmerer«. Sie und ihr Team aus Psychologen, Psychotherapeuten und Coaches beraten seit vielen Jahren Menschen, die Kummer mit der Liebe haben, und stießen damit auf ein großes Medienecho. Elena-Katharina Sohn schreibt regelmäßig für Frauenmagazine wie Brigitte und freundin und verschiedene Online-Portale. Sie lebt mit Partner und Kind in Berlin.

Was glückliche Beziehungen ausmacht:
die Wir-Ebene


»Nachdem ich nicht weniger als sechzehn Jahre lang glückliche Paare beobachtet habe, weiß ich heute, dass der Schlüssel zur Wiederbelebung oder zum Schutz einer Beziehung nicht darin liegt, wie man mit Streitpunkten umgeht, sondern wie man sich einander gegenüber verhält, wenn man nicht streitet.«

John Gottman
(einer der berühmtesten Beziehungsforscher der USA)

Wollte ich all das, was aus der Perspektive von Paarforschern zwischen zwei Menschen stattfinden muss, damit sie eine glückliche, stabile Beziehung führen können, hier gleich zu Beginn schon einmal für Dich in einem einzigen Satz zusammenfassen, dann würde er lauten: Sie müssen es schaffen, in allen Lebenslagen einen liebevollen Blick aufeinander zu haben – und sich diesen aller Routine, Rückschläge und Probleme zum Trotz zu bewahren. Denn sofern das der Fall ist, passiert alles andere, worauf es im Detail noch ankommt, fast von allein. Glückliche Paare unterscheiden sich von unglücklichen (oder weniger glücklichen) Paaren nach den Erkenntnissen von Wissenschaftlern im Kern nämlich durch folgende Dinge:

Glückliche Paare …

… gehen konstruktiv mit Konflikten um, bleiben alsoauch im Streit miteinander verbunden und suchen nach gemeinsamen Lösungen – anstatt gegeneinander anzukämpfen.

zeigen Interesse aneinander und den Dingen, Menschen und Themen, die ihrem Partner wichtig sind.

öffnen und vertrauen sich einander im wahrsten Sinne an, wodurch ein stabiles Gefühl von Nähe entsteht.

kommunizieren viel und auf respektvolle, wohlwollende Art und Weise miteinander – anstatt sich beispielsweise gegenseitig zu kritisieren, zu sticheln, zu verachten oder abzuwerten.

haben Verständnis füreinander und nehmen den anderen so an, wie er ist – akzeptieren seine Schwächen und Macken als Teil des Gesamtpakets also genauso wie seine Stärken.

versuchen nicht, einander zu verändern.

sind ehrlich zueinander und können sich entschuldigen und verzeihen, wenn es angebracht ist.

leben ein gemeinsames Wir, genauso wie zwei Ichs – investieren also Zeit und Energie in ihre Beziehung, aber auch in ihr jeweils eigenes Leben.

zeigen einander durch aufmerksame Gesten, kleine Überraschungen, gemeinsame Zeit und Rituale,wie zugetan sie sich sind – und wie sehr sie ihre Partnerschaft wertschätzen.

fühlen sich in ihrer Beziehung gleichberechtigt – emotional genauso wie in Bezug auf ihre Alltagspflichten und -rechte.

… haben oft einähnliches Wertesystem – sind sich also in grundsätzlichen Überzeugungen, was zum Beispiel Treue, Ehrlichkeit oder Freiheit angeht, einig.

Der amerikanische Paarforscher Dr. John Gottman ist mit seinen Studien über das Beziehungsglück weltweit bekannt geworden. In seinem »Love Lab«, das im Deutschen meist als »Liebeslabor