: Max Brooks, Minecraft
: Minecraft - Die Insel Ein offizieller Minecraft-Roman
: SchneiderBuch
: 9783505140792
: Max-Brooks-TrilogieMinecraft Romane
: 1
: CHF 11.70
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Du wirst nie glauben, was ich erlebt habe. Aber wenn du das liest, steckst du längst mittendrin. Vielleicht stolperst du schon seit einer Weile über diese verrückte Insel. Vielleicht bist du auch gerade erst hier gestrandet. Du bist verwirrt, fühlst dich total verloren und hast eine Scheißangst - das Gefühl kenne ich nur zu gut. Wenn du nicht aufpasst, wird dich die Insel verschlingen und in Einzelteilen wieder ausspucken. Für dich habe ich dieses Buch hier zurückgelassen. Lies es. Du wirst jede Hilfe brauchen, die du kriegen kannst ...
Der erste offizielle Minecraft-Roman: Hochspannung von Bestsellerautor Max Brooks



<p>Max Brooks lebt als erfolgreicher Autor in New York City. Zu seinen Bestsellern gehören der MINECRAFT-Roman »Die Insel«und »World War Z«, das 2013 mit Brad Pitt in der Hauptrolle verfilmt wurde. Er schreibt außerdem Graphic Novels wie zum Beispiel die Nummer 1 der<em>New York Times</em> Bestseller »The Harlem Hellfighters«.</p>

KAPITEL 1

NIEMALS AUFGEBEN

Ich ertrinke!

Ich wachte unter Wasser auf,tief unter Wasser, und das war mein erster bewusster Gedanke. Kalt. Dunkel. Wo war die Oberfläche? Ich trat in alle Richtungen, um den Weg nach oben zu finden. Ich drehte und wand mich, und dann sah ich es: ein Licht. Ganz schwach und sehr weit weg.

Instinktiv schoss ich darauf zu und bemerkte bald, wie das Wasser um mich herum immer heller wurde. Das musste die Oberfläche sein, die Sonne.

Aber wie konnte die Sonne … quadratisch sein? Das bildete ich mir bestimmt bloß ein.

Vielleicht eine merkwürdige Wasserspiegelung.

Ist doch egal! Wie viel Luft bleibt mir noch? Schwimm einfach darauf zu. Schwimm!

Meine Lungen schwollen an, kleine Luftbläschen entwichen meinen Lippen und lieferten sich ein Rennen mit mir, während ich auf das entfernte Licht zuschwamm. Mit Zähnen und Klauen kämpfte ich gegen das Wasser wie ein gefangenes Tier. Auf einmal konnte ich sie sehen, die Decke aus Wellen, die mit jedem verzweifelten Zug näher kam. Ich war fast da, aber immer noch so weit weg. Meine Muskeln schmerzten, meine Lungen brannten.

Schwimm! SCHWIMM!

Argh!

Mein Körper krümmte sich, als mich plötzlich ein Schmerz von den Zehen bis zu den Augen durchfuhr. Mein Mund öffnete sich zu einem stummen Schrei. Ich streckte die Hand zum Licht, zur Luft, zum Leben.

Ich explodierte förmlich in die kühle, saubere Luft hinein.

Ich hustete. Ich würgte. Ich keuchte. Ich lachte.

Ich atmete.

Für den Moment genoss ich es einfach nur, schloss meine Augen und ließ die Sonne mein Gesicht wärmen. Aber als ich meine Augen wieder öffnete, konnte ich es nicht glauben. Die Sonnewar quadratisch! Ich blinzelte heftig. Die Wolken auch?

Anstelle von runden, fluffigen Wattebällchen schwebten da diese dünnen rechteckigen Objekte lustlos über mir.

Du bildest dir das alles nur ein, dachte ich.Du hast dir den Kopf gestoßen, als du aus dem Boot gefallen bist.

Aber war ich wirklich aus einem Boot gefallen? Ich konnte mich nicht erinnern. Eigentlich konnte ich mich an überhaupt nichts erinnern – wie ich hergekommen war oder wo „hier“ überhaupt war.

„Hilfe!“, schrie ich, während ich am Horizont nach einem Schiff oder einem Flugzeug oder einem Fleckchen Land Ausschau hielt.

„Bitte! Ist denn hier niemand? Irgendjemand! HILFE!“ Die Antwort war nur Stille. Alles, was ich sehen konnte, war Wasser und Himmel.

Ich war allein.

Fast.

Irgendetwas planschte Zentimeter von meinem Gesicht entfernt, und für den Bruchteil einer Sekunde sah