: Anna Todd
: The Brightest Stars - beloved Roman
: Heyne Verlag
: 9783641227166
: Karina-und-Kael-Serie
: 1
: CHF 8.90
:
: Erzählende Literatur
: German
: 384
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das Finale der großen Bestsellerserie

Für Karina ist Kael der einzige Mann, dessen Nähe sie zulassen kann. Der einzige, der sie wirklich versteht. Für Kael ist Karina das Licht, das ihn aus seiner Dunkelheit führt. Immer und immer wieder, wenn die traumatischen Ereignisse seiner Vergangenheit ihn wieder einholen und in den Abgrund zu ziehen drohen. Gemeinsam versuchen sie, sich ein Leben aufzubauen. Doch als jemand unerwartet in ihre Welt eindringt, beginnt ihr Glück zu bröckeln. Und die Fehler der Vergangenheit scheinen sich zu wiederholen. Karina und Kael können nicht miteinander. Ohneeinander jedoch sind sie vollkommen verloren. Wenn sie sich die Zukunft, von der sie schon so lange träumen, aufbauen wollen, müssen sie sich entscheiden, zu kämpfen. Gemeinsam. Doch Kampf erfordert Opfer.

Anna Todd (Autorin/Produzentin/Influenc rin) ist die New-York-Times-Bestseller-Aut rin der AFTER-Serie. Anna war schon immer eine begeisterte Leserin und begann schließlich, über Wattpad eigene Geschichten zu veröffentlichen. AFTERwurde mit über zwei Milliarden Reads zur meistgelesenen Serie auf der Plattform. Die Printausgabe von AFTER wurde 2014 erstveröffentlicht. Danach erschien die Serie in 35 Sprachen, verkaufte weltweit über 12 Millionen Exemplare und ist ein internationaler Nummer-1-Bestseller. Anna Todd war als Produzentin und Drehbuchautorin an den Verfilmungen von AFTER PASSION und AFTER TRUTH beteiligt. 2017 gründete sie das Unterhaltungsunternehmen Frayed Pages Media, um innovative und kreative Arbeiten für Film, Fernsehen und Verlagswesen zu produzieren. Die aus Ohio stammende Anna lebt derzeit mit ihrer Familie in Los Angeles.

Prolog


Karina

Am Abend vor meinem Geburtstag saß ich auf der Couch und scrollte durch mein Handy, als ich ein Foto entdeckte, das ich von Kael gemacht hatte, als er in meinem Bett schlief. Ich betrachtete es eine Weile lächelnd, bevor ich Twitter aufrief, und das Erste, was ich sah, war eine Collage von Promi-Fotos auf dem roten Teppich bei einer Filmpremiere. Ich hielt das Handy in die Höhe, um Elodie das Bild einer Nachwuchsschauspielerin zu zeigen, die in einer ihrer Lieblingsserien auf Netflix die Hauptrolle gespielt hatte. Sie kniff die Augen zusammen, um das Bild vom anderen Ende der Couch besser sehen zu können.

»Sie sieht so hübsch aus; wie viel es wohl kostet, so auszusehen?«, seufzte ich und zoomte ihre makellose Haut und das seidige Haar näher heran.

»Du hast doch auch schöne Haut.« Elodie rückte ein wenig näher, um erneut einen Blick auf mein Display werfen zu können. »Und ihr Kleid ist langweilig.« Sie kicherte und sah dann auf ihr eigenes Outfit herab. Schwarze Nike-Shorts, die mit Sicherheit mir gehörten, denn ihre eigenen Klamotten passten ihr nicht mehr, sowie ein oversized T-Shirt, von dem ich hätte schwören können, dass es Austins war, mit einem Fleck, der verdächtig nach scharfer Sauce oder Ketchup aussah. Ich selbst hatte eine drei Dollar teure Overnight-Haarmaske aufgetragen, und wir beide hatten Tuchmasken auf dem Gesicht. Elodies Maske nässte gerade an ihrer Nase hinunter, und etwas von dem Serum tropfte an ihrem Hals herab.

Ich trug auch ein altes Fußball-T-Shirt meines Bruders als Pyjama, zusammen mit Baumwollshorts, unter denen meine stoppeligen Beine hervorsahen. Mit dem Saum meines Shirts wischte ich den schmutzigen Bildschirm meines Handys ab.

»Oh, ist das schön, hier mit dir auf der Couch zu sitzen, so auszusehen wie wir gerade und über die schönsten Menschen der Welt zu lästern.« Ich verdrehte die Augen und zoomte das Bild der Schauspielerin noch einmal heran, um ihren Teint näher in Augenschein zu nehmen. Auf ihrem perfekt geformten Gesicht war nicht eine einzige Pore zu sehen.

»Das mag vielleicht für dich gelten!« Elodie streckte mir die Zunge raus und wedelte mit der Hand um ihr zerzaustes, blondes Haar. »Aber nicht für mich. Wenn das Baby einmal raus ist, müssen all diese Mädels sich warm anziehen. Auch die Jenners.« Sie machte noch eine wegwerfende Handbewegung und lachte.

Durch ihre Art gab sie mir immer das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, ein ganz normales Mädchen mit einer richtigen besten Freundin.

»Ich kann euch von der Küche aus hören«, rief Austin, der gerade mit einer Schüssel Cerealien in der Hand das Wohnzimmer betrat. »Ihr seid beide hübsch, also hört auf, so zu reden.«

Er ließ sich vor Elodies Couch auf den Boden plumpsen, woraufhin sie sogleich seine Schüssel beäugte.

»Willst du auch welche?«, bot er ihr an und hielt sie ihr hin. Sie nickte, und er hielt ihr einen Löffel voll hin – Cheerios mit Milch und Zucker, genau so, wie unsere Mom es immer gemacht hatte. Gott sei Dank waren die beiden mein Bruder und meine beste Freundin, sonst wäre ich mir bei dieser Fütterungsaktion sicher wie das fünfte Rad am Wagen vorgekommen.

»Wenn ich Geld hätte, wäre ich hübscher«, sagte Elodie mit vollem Mund, sodass die Cheerios zwischen ihren Zähnen knirschten. »Heutzutage kann man ja alles Mögliche lasern lassen. Und auf Amazon gibt es diese Porensauger-Dinger, die Poren und Dehnungsstreifen zum Verschwinden bringen.« Sie hob den Saum ihres Shirts, um die dünnen purpurnen Spuren auf ihrer hellen Haut zu enthüllen.

»Im Gegensatz zu mir hast du so was doch