: Anna Todd
: The Brightest Stars - attracted Roman
: Heyne Verlag
: 9783641227142
: Karina-und-Kael-Serie
: 1
: CHF 8.90
:
: Erzählende Literatur
: German
: 352
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Stars need darkness to shine

Die 20-jährige Karina konzentriert sich ganz auf ihren Job in einem Massagestudio und will ansonsten einfach nur ihre Ruhe haben. Schließlich endete Liebe für sie immer im Chaos. Eines Tages taucht ein neuer Kunde auf: Kael ist immer freundlich und hat eine unendlich sanfte Ausstrahlung. Er zieht Karina auf geheimnisvolle Art und Weise an, und langsam öffnet sie sich. Doch plötzlich wird Karina durch Kael in eine Welt hineingezogen, die noch düsterer ist als ihre eigene - und voller Leidenschaft.

Anna Todd (Autorin/Produzentin/Influenc rin) ist die New-York-Times-Bestseller-Aut rin der AFTER-Serie. Anna war schon immer eine begeisterte Leserin und begann schließlich, über Wattpad eigene Geschichten zu veröffentlichen. AFTERwurde mit über zwei Milliarden Reads zur meistgelesenen Serie auf der Plattform. Die Printausgabe von AFTER wurde 2014 erstveröffentlicht. Danach erschien die Serie in 35 Sprachen, verkaufte weltweit über 12 Millionen Exemplare und ist ein internationaler Nummer-1-Bestseller. Anna Todd war als Produzentin und Drehbuchautorin an den Verfilmungen von AFTER PASSION und AFTER TRUTH beteiligt. 2017 gründete sie das Unterhaltungsunternehmen Frayed Pages Media, um innovative und kreative Arbeiten für Film, Fernsehen und Verlagswesen zu produzieren. Die aus Ohio stammende Anna lebt derzeit mit ihrer Familie in Los Angeles.

24

»Trägst du immer Uniform?«, fragte ich Kael in der Lebensmittelabteilung. Das Rad unseres Einkaufswagens quietschte und blockte nervigerweise immer wieder. Ich hatte Kael auf dem Parkplatz meine Einkaufsliste gegeben und ihn gebeten, sie festzuhalten. Er hatte nicht geantwortet, was ich als Ja wertete.

»Nein.«

Ich sah ihn an, versuchte, ihn zum Weiterreden zu animieren. »Scheint aber so.« Ich lächelte, um meinen Worten die Schärfe zu nehmen, aber er sah mich gar nicht an.

»Ich habe keine Klamotten dabei.«

Scheiße. »Oh. Sorry. Darüber habe ich gar nicht nachgedacht. Wo sind sie denn? Soll ich dich irgendwo hinfahren, damit du sie abholen kannst?«

Er griff nach einer Schachtel Cini Minis. Zumindest hatte er, was Cornflakes anging, einen guten Geschmack. Er legte seine Sachen in den Korb vorn am Einkaufswagen, wo sonst die Kinder sitzen.

»Keine Ahnung, wo sie sind.« Er wirkte verstört. Es fiel mir mit jedem Tag leichter, ihn zu durchschauen. Zugegeben, eigentlich waren es erst zwei Tage, aber dennoch. Ich würde ihn knacken, langsam, aber sicher. Sein Gesicht sprach nämlich eigentlich Bände.

»Wollte später ins Einkaufszentrum. Oder zu Kohl’s. Egal.«

Wir kamen an einem älteren Mann vorüber, der Kael und mich ein paar Sekunden zu lang musterte. Ich bemerkte seinen eindringlichen Blick, der zwischen uns hin und her wanderte, und meine Nackenhaare stellten sich auf. Der Mann verschwand um die Ecke. Ich wollte es Kael sagen, aber dann fand ich mich plötzlich paranoid und beschloss, dem muffigen, alten Mann nicht noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

»Ich muss bis um vier arbeiten, aber danach könnte ich dich fahren, damit du dir was zum Anziehen kaufen kannst«, bot ich an.

Der Laden war wie immer total voll. Die niedrigen Preise und die Steuervergünstigung waren mir das Gedränge aber eigentlich nicht wert. Lieber hätte ich eine zusätzliche Schicht gearbeitet, als hinter einem randvollen Einkaufswagen herumzustehen.

Kael deutete auf den nächsten Gang, in dem sich die Tiefkühltruhen befanden. »Du weißt schon, dass es Ubers und Taxis gibt, oder?«

Ich funkelte ihn an. »Ich wollte nur nett sein.«

»Weiß ich. War nur Spaß.« Seine Stimme klang leicht, so hatte ich sie noch nicht gehört. Meine Haut prickelte, und ich wandte den Blick ab.

»Ha. Ha«, neckte ich zurück.

Meine Kehle schmerzte. Daran würde ich mich immer erinnern, an die Art, wie er Schmerz in Körperteilen hervorrief, die ich bis dahin noch nie wahrgenommen hatte. Dafür würde ich ihm immer dankbar sein.

»Also, soll ich dich nun hinfahren oder nicht? Könntest du mir die Minipizzen da geben? Die rote Schachtel.« Ich deutete hinter ihn.

»Wenn du willst. Ich meine, ich schlafe ja schon in deinem Sessel, dränge mich bei Familienessen auf und esse deine Müsliriegel.«

»Du hast meine Müsliriegel gegessen?«

Er lachte. Hätte ich mich nicht umgedreht, hätte ich es glatt verpasst, so schnell war es wieder vorbei.

»Ich kaufe dir eine neue Schachtel.« Offenbar wollte er niemandem etwas schuldig sein.

»Ich wäre ja normalerweise höflich und würde ablehnen, aber meine Stromrechnun