: Carol Higgins Clark, Mary Higgins Clark
: Gefährliche Überraschung
: Refinery
: 9783960480631
: 1
: CHF 6.20
:
: Erzählende Literatur
: German
: 224
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Privatdetektivin Regan Reilly sieht sich einem Albtraum gegenüber - ihr Vater wurde entführt und wird nur durch eine Ablöse von einer Million Dollar freigelassen. Damit hat sich die romantisch besinnliche Vorweihnachtszeit für Reilly erledigt - eine fieberhafte Suche beginnt, bei der es für sie um viel mehr als ihren Job geht - nämlich um ihre Familie. 

Carol Higgins Clark ist die Tochter von Mary Higgins Clark und Autorin von mehreren Romanen um die Detektivin Regan Reilly. Auch als Schauspielerin hat sich Carol Higgins Clark einen Namen gemacht: Sie trat in Theaterstücken, Filmen und Fernsehserien auf. Die Autorin lebt in New York.

Aus den Federn! Höchste Zeit, unseren Eine-Million-Dollar-Tag zu begrüßen«, rief Petey, als er in einem Streifenpyjama und einer Zahnbürste in der Hand aus dem Bad trat. »Irgendwie ist das hier doch wie Urlaub, oder?«

Warum lässt dieser Irre uns nicht einfach schlafen, fragte sich Luke. Das letzte Mal hatte er um vier auf das Leuchtzifferblatt seiner Armbanduhr geschaut. Dann war er endlich eingeschlafen und wurde nun völlig grundlos geweckt. Wieder schaute er auf die Uhr. Es war Viertel nach sieben.

Er spürte die Anzeichen eines dumpfen, pochenden Kopfschmerzes. Seine Muskeln waren verspannt. Ein Ergebnis der feuchten Kälte und seiner unbequemen Lage. Der Wellengang des Flusses war stärker geworden, und das Schaukeln des Hausbootes verursachte ein unangenehmes Gefühl in Lukes Magengegend.

Was gäbe ich nicht für eine heiße Dusche, dachte er sehnsüchtig. Saubere Sachen. Eine Zahnbürste. Die kleinen Annehmlichkeiten des Lebens.

Er sah zu Rosita hinüber. Sie hatte sich halb aufgerichtet und stützte sich auf einen Ellbogen. Die Anspannung, unter der sie sich befand, war unübersehbar. Ihre braunen Augen wirkten geradezu riesig, bildeten einen frappierenden Kontrast zur Blässe ihres Teints.

Aber als sich ihre Blicke begegneten, brachte sie ein mühsames Lächeln zustande und deutete mit dem Kopf in Peteys Richtung. »Ihr Kammerdiener, Mister Reilly?«

Bevor Luke etwas erwidern konnte, klopfte es heftig an die Tür. »Ich bin’s, Petey«, schrie C. B. ungeduldig. »Mach endlich auf.«

Petey ließ ihn ein und nahm ihm die McDonald’s-Tüten ab.

»Und da kommt auch der Butler«, kommentierte Rosita leise.

»Haben Sie an mein Egg McMuffin mit Würstchen gedacht?«, fragte Petey hoffnungsvoll.

»Ja, Sie Nervensäge. Hab ich. Aber ziehen Sie sich endlich etwas an. Ich kann Sie kaum ansehen. Für wen halten Sie sich? Für Hugh Hefner?«

»Hugh Hefner ist stets von Scharen hübscher Mädchen umgeben«, entgegnete Petey verträumt. »Wenn wir die Million haben, kaufe ich mir einen Seidenpyjama. Exakt so einen, wie Hefner sie trägt.«

»Wenn Sie das Sagen hätten, würden wir die Million nie bekommen«, knurrte C. B. und schaltete das Radio ein.

Er sah Luke an. »Auf der Herfahrt habe ichlmus am Morgen gehört. Er sprach von einem Gespräch mit Ihrer Frau im Krankenhaus. Gleich wird sie zu hören sein.«

Nora war ein häufiger Gast der Sendung. Vermutlich hatte lmus von ihrem Unfall gehört und wollte sich nach ihrem Befinden erkundigen. Gespannt setzte Luke sich auf.

C. B. drehte an den Knöpfen, suchte den Sender. »Na bitte«, sagte er schließlich.

»Hallo, I-Man«, durchdrang Noras Stimme das statische Rauschen.

»Und wo sind die Hash Browns?« Gierig durchsuchte Petey die Tüten.

Luke konnte sich nicht beherrschen. »Mau