: Frank Herbert
: Der Herr des Wüstenplaneten Roman
: Heyne
: 9783641228248
: Der Wüstenplanet - neu übersetzt
: 1
: CHF 8.90
:
: Science Fiction
: German
: 336
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die ferne Zukunft: Der Kampf um Arrakis, den Wüstenplaneten, ist beendet, und Paul Atreides, genannt Muad'dib, ist von den Fremen zu ihrem Propheten ernannt worden. Sie folgen ihm bedingungslos in einen Djihad, der wie ein Sturmwind durch die Galaxis fegt. Pauls neues Imperium und seine Machtfülle ruft Neider auf den Plan, die seine Herrschaft brechen wollen. Und so mischen sich unter die Pilger, die nach Arrakis kommen, um den Erlöser zu sehen, Attentäter, menschliche Zeitbomben ...

Frank Herbert (1920-1986) wurde in Tacoma, Washington, geboren. Nach einem Journalismus-Studium arbeitete er unter anderem als Kameramann, Radiomoderator, Dozent und Austerntaucher, bevor 1955 sein Debütroman 'The Dragon in the Sea' zur Fortsetzung in einem Science-Fiction-Magazin veröffentlicht wurde. Der Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm schließlich Mitte der 1960er-Jahre mit seinem Roman 'Der Wüstenplanet', der sowohl mit dem Hugo Award als auch mit dem Nebula Award ausgezeichnet wurde. Bis heute gilt 'Der Wüstenplanet' zusammen mit den Nachfolgeromanen als einzigartige literarische Weltenschöpfung, die jede Generation von Leserinnen und Lesern neu für sich entdeckt.

Auszug aus dem Gespräch mit Bronso von Ix in der Todeszelle

Frage:

Was hat Sie zu Ihrer besonderen Herangehensweise an eine Geschichte Muad’Dibs veranlasst?

Antwort:

Warum sollte ich Ihre Fragen beantworten?

Frage:

Weil ich Ihre Worte bewahren werde.

Antwort:

Ah! Der ultimative Anreiz für einen Historiker!

Frage:

Also werden Sie kooperieren?

Antwort:

Warum nicht? Aber Sie werden nie verstehen, was mich zu meiner »Historischen Analyse« inspiriert hat. Nie. Für euch Priester steht zu viel auf dem Spiel, als dass …

Frage:

Versuchen wir es.

Antwort:

Es versuchen? Nun, wie gesagt – warum nicht? Mir war aufgefallen, wie oberflächlich die allgemeine Sicht auf diesen Planeten ist, die von seiner umgangssprachlichen Bezeichnung herrührt: Wüstenplanet. Also nicht Arrakis, sondern Wüstenplanet. Die Geschichtswissenschaft ist besessen von der Vorstellung dieses Planeten als einer Wüste, als Geburtsort der Fremen. Dementsprechend konzentriert sie sich auf die Gebräuche, die aufgrund der Wasserknappheit entstanden sind – und auf den Umstand, dass die Fremen in ihren Destillanzügen, die einen Großteil der von ihnen ausgeschiedenen Feuchtigkeit wiederaufbereiteten, ein halbnomadisches Leben führten.

Frage:

Ist das alles denn nicht wahr?

Antwort:

Tja, oberflächlich betrachtet, schon. Was unter der Oberfläche liegt, können Sie ebenso gut ignorieren, wie … wie Sie versuchen können, sich einen Reim auf meinen Geburtsplaneten Ix zu machen, ohne zu ergründen, dass wir unseren Namen von dem Umstand abgeleitet haben, dass wir der neunte Planet unserer Sonne sind. Nein … nein. Es genügt nicht, den Wüstenplaneten nur als eine Welt wilder Stürme zu betrachten. Es genügt nicht, lediglich über die Bedrohung durch die gigantischen Sandwürmer zu sprechen.

Frage:

Aber beides trägt entscheidend zum arrakischen Charakter bei!

Antwort:

Entscheidend? Natürlich. Aber es führt zu einer Art Monokultur, was den Blick auf diesen Planeten angeht – so wie er auch nur einen Ertrag erbringt, weil er die einzige Quelle für das Gewürz Melange ist.

Frage:

Ah ja. Hören wir uns an, was Sie über das geheiligt