Ziemlich beschwingt, stand ich zwei Tage später in die Kantine unseres Senders zum Mittagessen an. Die Intensität unseres erotischen Wochenendes war noch sehr präsent, und die unterschiedlichsten Eindrücke des Abends kamen mir immer wieder in Erinnerung. Allein schon mit verbundenen Augen zu essen, war ein absolutes Highlight gewesen und noch nie wirkte der Geschmack einerMousse au Chocolat so lange in meinem Mund nach wie bei diesem Blind Dinner. Von unseren frivolen Spielen auf den seidigen Laken des Himmelbetts ganz zu schweigen. Wir hatten die ganze Nacht die Augenbinden anbehalten, obwohl es erlaubt war, sie nach Mitternacht abzulegen. Aber dieser Sinnesentzug hatte uns so sensibel gemacht, dass wir es vorzogen, in dieser inneren Stille zu bleiben, die unsere Fantasie zum Leuchten brachte und uns die Möglichkeit gab, unsere Körper noch einfühlsamer miteinander sprechen zu lassen. Auch der Gedanke an Alex mit seinem auffallenden Siegelring, der sich unbeobachtet in unser Liebesspiel eingemischt hatte, erregte mich noch im Nachhinein. Ich hatte mich eigentlich immer für völlig monogam gehalten, aber anscheinend hatte ich einen Hang zu orgiastischen Spielen. Die Vorstellung von mehreren Händen auf meinem Körper, hatte mir auf der Heimreise die Zeit vertrieben und selbst die überfüllte Autobahn konnte mich diesmal nicht aus der Ruhe bringen. Immer wieder dachte ich an die kurze Szene beim Diner, als Alex an meinen Brüsten saugte, während ich zwischen den Beinen von George Clooney gel