: Christian Reutlinger
: Machen wir uns die Welt, wie sie uns gefällt? Ein sozialgeographisches Lesebuch
: Seismo Verlag
: 9783037777169
: 1
: CHF 28.00
:
: Soziologie
: German
: 256
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Wieviel Pippi Langstrumpf steckt in uns? Wäre es manchmal nicht wunderbar, mit ein wenig Mut und Phantasie die Dinge ganz anders zu sehen und zu gestalten? Entscheidend für die Vorstellung von der Welt und ihrer Gestaltbarkeit sind der Standpunkt der Betrachtung und die Bereitschaft, bisherige Denkweisen und Normalvorstellungen zu hinterfragen. Das sozialgeographische Lesebuch nimmt konkrete soziale und räumliche Phänomene unter die Lupe: Nachbarschaften und ihr verlorenes Integrationspotential, benachteiligte Quartiere und ihr Einfluss auf das Lernen von Kindern, öffentliche Plätze und die Konflikte zwischen Jugendlichen und anderen Nutzenden oder zunehmende Migrationsbewegungen. Mit der sozialgeographischen Perspektive der Aneignung werden die Welt oder Räume als Ergebnis und zugleich als Mittel für Handlungen betrachtet. Das Lesebuch gliedert sich in drei große Blöcke - öffentlicher Raum und Soziale Arbeit, Schule und Freizeit sowie ländliche und städtische Nachbarschaften und Gemeinschaften. Praxisnah und lebendig beschreibt Christian Reutlinger sozialgeographische Phänomene und bezieht dabei Perspektiven ein, die normalerweise wenig Gehör finden: von Kindern, Wohnungs- und Erwerbslosen oder benachteiligten Personen.

Christian Reutlinger ist Professor für Sozialgeographie und Erziehungswissenschaft. Er ist Leiter der Forschungsabteilung des Instituts für Soziale Arbeit (IFSA) an der FHS St. Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, verantwortlich für das Kompetenzzentrum Soziale Räume. Seine Arbeits- und Forschungsthemen sind Soziale Nachbarschaften, Gemeinwesenarbeit, Soziale Arbeit im öffentlichen Raum, Raum und Räumlichkeit in ausserschulischen Bildungs- und Erziehungsprozessen, Europäische Jugendforschung sowie Sozialgeographie der Kinder und Jugendlichen.
Umschlag1
Inhalt6
Einleitung - Machen wir uns die Welt,wie sie uns gefällt?8
A - Praktiken der Raumbildung im Kontext von öffentlichem Raum und Sozialer Arbeit22
1. Der öffentliche Raum: (k)ein Problem?!26
2. Kinderräume heute: Verplant, u?berwacht und verinselt?38
3. Böse Stadt, arme Kinder?54
4. Recht auf Strasse – Aneignung öffentlicher Räume durch Jugendliche62
5. Mitten drin in der Erwachsenenlogik – Gilt das Konstrukt des Jugendmoratoriums noch?74
6. Was bewegt die Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz?90
7. Sozialraumorientierte Kinder- und Jugendarbeit, oder: worin liegt die Krise des Jugendhauses?102
8. Soziale Arbeit im öffentlichen Raum – Chance zur (Neu)Positionierung116
9. Grenzen (in) der Mobilen Jugendarbeit130
B - Praktiken der Raumbildung im Kontext von Schule und Freizeit142
10. «Schule bedeutet mir die Freundschaft»144
11. Lebensbewältigung durch ausserschulische Lernorte?154
12. Warum der Landschaftsbegriff in bildungspolitischen Diskursen nicht trägt164
13. Kooperationen versus Netzwerke in der Bildung – Chancen und Grenzen der Zusammenarbeit176
C - Praktiken der Raumbildung im Kontext von ländlichen und städtischen Nachbarschaften und Gemeinschaften190
14. Stadtleben – Vorstellungen zum Miteinander in der Neuen Stadt194
15. Neue Nachbarschaften als Herausforderung fu?r sozialen Zusammenhalt198
16. Parallelgesellschaften – ein sozialräumliches Gedankenspiel208
17. Was erwartet uns in einer entpopularisierten Gesellschaft?222
18. Landleben oder Siedlungsbrei aus Agglomerationen232
19. Soziale Nachbarschaften – Mythos oder gelebte Realität?238
20. Rettet unsere Dörfer: Was fördert den sozialen Zusammenhalt?248