: Thomas Kühn, Kay-Volker Koschel
: Gruppendiskussionen Ein Praxis-Handbuch
: Springer VS
: 9783658189372
: 2
: CHF 38.40
:
: Methoden der empirischen und qualitativen Sozialforschung
: German
: 343
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Gruppendisku sionen gehören zu den Grundpfeilern qualitativer Forschung - sowohl im akademischen als auch im angewandten Kontext wie z.B. der Markt- und Medienforschung. Gruppendiskussionen übernehmen etwa eine zentrale Rolle, wenn es um die (Weiter-)Entwicklung der modernen Alltagswelt geht, wie zum Beispiel der Optimierung von Dienstleistungen, Produkten, Markenführung, Fernsehformaten, Kinofilmen oder politischen Programmen.
Das Buch gibt eine Einführung und dient als Praxis-Handbuch für die Konzeptualisierung, Durchführung und Auswertung von Gruppendiskussionen in sozialwissenschaftlichen und wirtschaftspsychologischen Kontexten. Zur Veranschaulichung werden zahlreiche Praxisbeispiele gegeben. Auf der Basis der Reflexion zahlreicher Studien werden typische Fehler und Fallgruben identifiziert und praktische Tipps zu Leitfadenerstellung, Moderation, Analyse und Fundierung von Beratung abgeleitet.


Professor Dr. Thomas Kühn ist Inhaber der Erich Fromm-Stiftungsprofessur für Arbeits- und Organisationspsychologie und Leiter des Masterstudiengangs 'Leadership und Beratung' an der International Psychoanalytic University (IPU), Berlin.

Kay-Volk r Koschel ist Director beim Marktforschungsinstitut Ipsos (Hamburg) und Lehrbeauftragter für qualitative Methoden an verschiedenen Universitäten und Hochschulen.

Geleitwort5
Vorwort zur zweiten Auflage7
Vorwort10
Inhalt12
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis16
1Einleitung18
1.1 Ziel des Buches18
1.2 Aufbau des Buches21
2Grundlagen: Einsatz von Gruppendiskussionen in der Praxis23
2.1 Erste Annäherung: Anwendungsbeispiele24
2.1.1 Beispiele aus der Marktforschungspraxis24
2.1.2 Beispiele aus der sozialwissenschaftlichen Forschungspraxis26
2.1.3 Beispiele aus Politik- und Medienforschung30
2.1.4 Zwischenfazit31
2.2 Verwendungskontexte und Potenzial33
2.2.1 Missverständnisse und Fehlannahmen33
2.2.2 Stellung der Gruppendiskussion zu anderen Methoden35
2.2.3 Erkenntnispotenzial von Gruppendiskussionen38
2.2.4 Veranschaulichung am Beispiel qualitativer Marktforschung42
2.2.5 Gruppendiskussionen aus der Anwenderperspektive47
2.3 Gruppendiskussionen als Teil qualitativer Forschung54
2.4 Auf der Suche nach einer Begriffsbestimmung58
2.4.1 Bedeutung von Gruppen für unser Handeln58
2.4.2 Soziale Gruppen im Spannungsfeld wissenschaftlicher Auseinandersetzung61
2.4.3 Bedeutung von Zugehörigkeiten für Diskussionen in Gruppen63
2.4.4 Von der Gruppe zur Gruppendiskussion65
2.5 Zusammenfassung68
3Vorbereitung von Gruppendiskussionen70
3.1 Relevanz und Komplexität der Projektvorbereitung70
3.2 Briefing und Angebotserstellung72
3.2.1 Briefing als Grundlage des Forschungsprozesses72
3.2.2 Bedeutung des Angebots im Forschungsprozess76
3.3 Festlegung des Studiendesigns80
3.3.1 Teambildung und Wahl des Moderators80
3.3.2 Diskussion um heterogene oder homogene Gruppen82
3.3.3 Anzahl der Gruppendiskussionen und Zielgruppen-Split89
3.3.4 Gruppengröße91
3.4 Rekrutierung und Raumplanung92
3.4.1 Grundzüge des Rekrutierungsprozesses92
3.4.2 Entwicklung eines Rekrutierungsfragebogens95
3.4.3 Vorbereitungsprozesse zwischen Rekrutierung und Gruppendiskussion98
3.4.4 Die Rolle des Teststudios bei der Organisation von Gruppendiskussionen101
4Rolle und Ausgestaltung des Leitfadens und Stimulus-Materials106
4.1 Bedeutung des Leitfadens im Forschungsprojekt107
4.2 Aufbau eines Leitfadens112
4.2.1 Grundregeln112
4.2.2 Einführung und Warm-Up114
4.2.3 Hauptteil119
4.2.4 Einsatz von Stimuli-Materialien und Übungen im Hauptteil122
4.2.5 Abschluss-Teil128
4.3 Frage- und Aufgabenformulierungen im Leitfaden132
4.4 Entwicklung eines Leitfadens140
4.5 Konzepterstellung und Konzepttest143
5Moderation von Gruppendiskussionen149
5.1 Moderation als Aufbruch149
5.2 Begriffsbestimmung von Moderation153
5.3 Kennzeichen einer guten Moderation155
5.4 Moderation als Prozessgestaltung162
5.5 Typische Fehler bei der Moderation167
5.6 Grundregeln und Techniken der Moderation174
5.6.1 Grundregeln: Pflicht der Moderation175
5.6.2 Techniken: Kür der Moderation179
6Analyse von Gruppendiskussionen183
6.1 Bedeutung einer offenen Grundhaltung183
6.2 Gütekriterien von Auswertung und Ergebnisbericht190
6.3 Auswertung als Prozessgestaltung: Grundprinzipien198
6.4 Verlauf des Analyseprozesses211
7Diskussion: Gruppendynamik verstehen228
7.1 Vorsicht Gruppendynamik ?228
7.2 Sozialpsychologische Perspektiven auf Gruppendynamik232
7.2.1 Status Quo der Forschung232
7.2.2 Verlaufsmodelle von Gruppendiskussionen und Gruppenprozessen235
7.3 Gruppendynamik im Spannungsfeld von Verflachung und Vertiefung240
7.3.1 Oberflächlichkeit und Anregungen im Diskussionsprozess240
7.3.2 Teilnehmermotivation im dynamischen Verlauf243
7.4 Gruppendynamik im Spannungsfeld von Verzerrung und Aufdeckung247
7.4.1 Teilnehmer-Rollen248
7.4.2 Soziale Erwünschtheit und selektive Authentizität250
7.4.3 Konformität, Konsensstreben und Anpassungsdruck255
7.4.4 Emotionalisierungen und Polarisierungen260
7.5 Fazit: Goldgruben erkennen, Fallgruben vermeiden263
8Erweiterung: Formenvielfalt und Spielräume von Gruppendiskussionen265
8.1 Theoretische Einbettung von Gruppendiskussionen266
8.1.1 Verhältnis von Theorie und Praxis266
8.1.2 Frankfurter Schule als Nährboden269
8.1.3 Tiefenhermeneutischer Ansatz: Themenzentrierte Gruppendiskussionen271
8.1.4 Gruppendiskussionsverfahren im Verständnis der rekonstruktiven Sozialforschung276
8.1.5 Morphologische Gruppendiskussionen280
8.1.6 Zusammenfassung286
8.2 Stellschrauben und Varianten in der Praxis289
8.2.1 Mini-Gruppen290
8.2.2 Dyaden und Triaden292
8.2.3 Workshops294
8.2.4 Von der Online-Gruppendiskussion zur Online-Community296
8.2.5 Sonstige Varianten300
8.3 Verzahnungen302
8.3.1 Methodenkombination302
8.3.2 Internationale Projekte307
8.4 Abschluss-Resümee: Das weite Feld der Gruppendiskussionen312
Literatur317
Anhang329