: Anjana Gill
: Tara - Die Reise zum Ich
: epubli
: 9783745000252
: 2
: CHF 8.90
:
: Lebenshilfe, Alltag
: German
: 128
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Dieser fesselnd geschriebene und wunderschön illustrierte Roman ist eine spannende Reise hinter die Kulissen des Lebens. Tara, eine moderne Geschäftsfrau, trifft auf einem magischen Floß Gurudschi, der zu ihrem Lehrer wird. Dieser führt Tara und den Leser liebevoll zu den Geheimnissen des Lebens und so zu dem innersten Schatz einer jeden Seele. Lassen Sie sich mitnehmen auf diese magische Reise zu den Wahrheiten des Lebens, und seien Sie gespannt, wie auch Ihr Leben sich verändern wird...

Anjana Gill ist Expertin für spirituelle Themen und Angelegenheiten zwischen Himmel und Erde. Durch die Verbindung zweier Kulturen - Abendland und Morgenland - in ihrer eigenen Familie hat sie schon früh die jeweiligen Vorteile dieser beiden Kulturen kennen und schätzen gelernt. So beschäftigt sie sich bereits seit vielen Jahren damit, asiatische und westliche Weisheiten optimal miteinander zu verknüpfen und so den Weg für eine globale Lebensphilosophie mit zu ebnen. Für Anjana Gill liegen Sinn und Erfüllung des Lebens darin, sich nicht von den oberflächlichen Verblendungen dieser Welt einengen zu lassen, sondern hinter dem Sichtbaren das Unsichtbare und hinter dem Vergänglichen das Unvergängliche zu ent-decken. Es gibt so viel mehr zwischen Himmel und Erde...

Kapitel II

Was war das? Wo war ich?

Das hier war nicht die Fähre. Diesen Ort hatte ich noch nie gesehen. Was war geschehen?

Da sagte ein warme, herzliche Stimme: „Komm herein, Tara, komm nur herein! Schön, dass du da bist. Ich habe dich bereits erwartet.“

Jetzt war es also doch so weit. Ich war verrückt geworden. Oder war ich etwa tot?

„Nein, Tara, du bist nicht tot. Du bist sehr lebendig“, antwortete die Stimme.

Das Licht blendete mich so sehr, dass ich nicht erkennen konnte, wer oder was um mich herum war.

Hatte ich laut gedacht? Nein, ich hatte nicht gesprochen – ganz sicher nicht. Aber woher wusste die Stimme dann, was ich dachte, und von wo kam diese Stimme überhaupt?

„Komm, Tara! Komm herein und setz dich einen Moment zu mir!“

Erst jetzt schaute ich mich um. Welch ein merkwürdiger Ort!

Offenbar befand ich mich auf einer Art Floß, dessen Boden mit einem weichen, hellen Teppich bedeckt war; mir gegenüber wehte ein weißer fließender Stoff, ein wunderschönes, gelbliches Licht hüllte diesen sonnigen Ort ein, und dann sah ich IHN: einen älteren Mann auf einem gelben Kissen im Lotussitz auf dem Boden. Er trug weiße Kleidung, einen Turban und einen langen weißen Bart. Er lächelte mich an und bedeutete mir mit einer Handbewegung, gegenüber von ihm Platz zu nehmen. Ich war wie verzaubert. Ich folgte seiner Anweisung und setzte mich auf ein zweites gelbes Kissen, das schon auf mich zu warten schien. Nun konnte ich den Mann genauer betrachten. Solche Augen hatte ich noch nie gesehen! Und ich starrte ihn an wie gebannt.

Wahnsinn! Braune, warm leuchtende Augen sahen mich liebevoll an. Sein Antlitz strahlte wie die Sonne selbst. Er sah aus wie ein Heiliger.

Eine Welle der Wärme durchströmte mich. Es war ein Gefühl, wie nach Hause zu kommen: unbeschreiblich schön! Ich war überwältigt von dieser Ausstrahlung.

Ich weiß nicht, wie lange ich so dagesessen und aus seinen Augen Liebe und Zuneigung getrunken habe.

Nachdem ich mich jedoch halbwegs gefangen hatte, übernahmen meine weltlichen Gedanken wieder die Oberhand.

Was machte ich hier eigentlich? Was soll ich an diesem seltsamen Ort?, überlegte ich.

„Du bist hier, um etwas zu lernen“, sagte der Inder freundlich. Es ist bestimmt ein Inder, dachte ich.

Schon wieder! Ich denke etwas, und er antwortet! Er kann Gedanken lesen! Das schien alles nicht von dieser Welt zu sein. Ich kam mir vor wie in einem Film. Nur wusste ich im Moment nicht, welche Rolle ich darin spielte.

„Mein liebes Kind“, unterbrach der Inder die Stille, „heute morgen bist du zusammengebrochen und hast innerlich um Hilfe gerufen. Und hier bin ich. Ich bin für dich da.

Ich werde dir helfen, wenn d