: Barbara Brandl
: Wissenschaft, Technologieentwicklung und die Spielarten des Kapitalismus Analyse der Entwicklung von Saatgut in USA und Deutschland
: Springer VS
: 9783658189235
: 1
: CHF 31.10
:
: Sonstiges
: German
: 247
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Bar ara Brandl verdeutlicht am Beispiel landwirtschaftlicher Innovationen die Verwobenheit von Technologieentwicklung und gesellschaftspolitischen Setzungen. Insbesondere arbeitet sie heraus, wie die Fokussierung auf ein einseitiges Innovationsideal in spätkapitalistischen Gesellschaften langfristig die Gefahr birgt, das Wissenspotenzial, das zur Lösung künftiger Probleme bereitsteht, erheblich zu beschränken. Die Entwicklung von Saatgut ist im Hinblick auf Nachhaltigkeit in besonderer Weise bedeutsam, da die Qualität und Diversifizierung von Saatgut sich nicht nur in der Güte der Lebensmittel niederschlägt, sondern auch einen entscheidenden Beitrag zur Biodiversität und damit zur Zukunft dieses Planeten liefert.

Barbara Brandl ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Wirtschaftssoziologie der Universität Trier. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Wirtschaftssoziologie, der Vergleichenden Politischen Ökonomie sowie der Techniksoziologie und hierin insbesondere der digitalen Finanzinnovationen, Blockchain und Grünen Biotechnologie.
Inhalt5
Abbildungsverzeichnis8
Einleitung9
1 Theoretische Ansätze zum Verhältnis von Institutionen und Technologieentwicklung17
1.1 Überblick über theoretische Konzepte des technischen Wandels17
1.1.1 Evolutionäre Dynamiken – die Firma als analytische Einheit rückt in den Fokus20
1.1.2 Pfadabhängigkeit – die Macht sich selbst verstärkender Prozesse24
1.1.3 Koevolution von Präferenzen und Institutionen28
1.2 Konkretisierung der Fragestellung und Vorstellung des Forschungsprogramms31
1.2.1 Forschungsstand: Nationale Innovationssysteme und Spielarten des Kapitalismus33
1.2.2 Konkretisierung der Forschungsfrage38
2 Probleme der Kommodifizierung von Wissen und Wissensarbeit41
2.1 Vier grundlegende Eigenschaften von Wissen1741
2.1.1 Nicht-Exkludierbarkeit43
2.1.2 Nicht-Rivalität44
2.1.3 Unsicherheit46
2.1.4 Kontextgebundenheit des Wissens47
2.2 Wissen als fiktive Ware49
2.3 Koordinationsprobleme51
2.3.1 Zurechenbarkeits- bzw. Messbarkeitsprobleme54
2.3.2 Transaktionskostenspezifische Investitionen57
2.4 Eine Typologie der Koordination des Wissenschaftssystems58
2.4.1 Hierarchien63
2.4.2 Märkte65
2.4.3 Netzwerke67
3 Spielarten des Wissenskapitalismus73
3.1 Liberale Ökonomien – Hierarchien76
3.2 Liberale Ökonomien – Märkte85
3.3 Koordinierte Ökonomien – Netzwerke90
3.4 Wandel99
4 Wissenschaft und Technologieentwicklung im landwirtschaftlichen Sektor. Die historische Genese zentraler Institutionen111
4.1 Das landwirtschaftliche Innovationssystem in den USA117
4.1.1 Das Verhältnis von privater und öffentlicher Forschung121
4.1.2 Das Beziehungsgeflecht zwischen den Züchtungsunternehmen131
4.1.3 Das Appropriierungsregime133
4.2 Das landwirtschaftliche Innovationssystem in Deutschland140
4.2.1 Das Verhältnis von privater und öffentlicher Forschung144
4.2.2 Das Beziehungsgeflecht zwischen den Züchtungsunternehmen149
4.2.3 Das Appropriierungsregime153
5 Spielarten der Wissenserzeugung. Die Koevolution von Innovationsobjekt und Wissen160
5.1 Die Koevolution von Koordinationsform und Innovationsobjekt161
5.1.1 Selbstbefruchtende Getreidearten – Linien, implizites Wissen und Netzwerke165
5.1.2 Mais, Soja und Raps – Hybridzüchtung, explizites Wissen und Hierarchien bzw. Märkte171
5.1.3 Vergleich der beiden Innovationsdynamiken176
5.2 Konkurrenz und Massenprodukte vs. Kooperation und Diversifizierung182
5.3 Öffentlich finanzierte Forschung – ein öffentliches Gut oder ein Klubgut?192
Zusammenfassung und politische Implikationen206
Literaturverzeichnis219
Verwendete Datenbanken245
Danksagung246