List und Hinterlist bestimmten von Beginn an die Geschichte Karthagos. Schon die Stadtgründung ist einer solchen eigentlich unrühmlichen Tat zu verdanken: Die Tyrierin Dido, per Schiff auf der Flucht vor ihrem Bruder Pygmalion, der aus Machtgier ihren Gatten ermordet hatte, landete samt Hab und Gut mit anderen flüchtigen Phönikiern an der Küste von Libyen dort, wo heute die Reste des ehemaligen Carthago liegen. Von den Libyern alles andere als willkommen geheißen, baten die Flüchtlinge um etwas Land zur Niederlassung – nur so viel, wie eine Kuhhaut umspannen könne. Die Libyer, amüsiert und neugierig auf das Resultat, gaben ihnen die eidliche Zusicherung, ihnen so viel Land