Wir sollten unsere Vorliebe für Süßes nicht als Schwäche betrachten, denn ihr ist es zu verdanken, dass wir seit vielen Millionen Jahren überleben. Erst als der Mensch klüger als die Natur sein wollte und einen Stoff entwickelte, der andere Menschen hinters Licht führte, wurde uns die Liebe zu Süßem zum Verhängnis.
Haben Sie schon einmal ein Eichhörnchen bei seinem geschäftigen Treiben beobachtet? Dieses weit verbreitete Tierchen ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Es klettert in Sekundenschnelle eine senkrechte Wand hinauf, hüpft von Ast zu Ast, springt behände über Zäune und kann sogar über ein Drahtseil laufen! Übergewichtige Eichhörnchen sieht man nie!
Der Grund dafür wird klar, wenn man beobachtet, wie ein Eichhörnchen Nüsse verzehrt. Setzt man Menschen eine Portion Nüsse vor, so essen die allermeisten die ganze Schale leer. Anders das Eichhörnchen. Es frisst so viel, wie es braucht, und hortet den Rest für später. Diese intelligente Vorausplanung ist für das Tierchen lebenswichtig, denn es kann sich niemals sicher sein, wann es die nächste Mahlzeit bekommen wird. Doch woher weiß es das? Obgleich das Eichhörnchen nur ein winziges Gehirn hat, scheint es in dieser Hinsicht klüger zu sein als die meisten Menschen.
Benötigt das Eichhörnchen Willenskraft? Verzichtet es auf den Genuss, sämtliche Nüsse zu vertilgen, weil es weiß, dass es dann zu dick zum Klettern wird und in Zukunft verhungern könnte? Sicher nicht. Im gesamten Tierreich lässt sich beobachten, dass kein Geschöpf übermäßig viel frisst. Mit Ausnahme des Menschen behält jede wild lebende Kreatur auf der Erde eine Figur, die ihrer Lebensweise und ihrem Lebensraum entspricht. Augenscheinlich »dicke« Tiere wie Flusspferde und Walrösser haben diese Gestalt, weil sie zu ihrer Lebensweise und ihrem Lebensraum passt, und weisen allesamt den gleichen Körperbau auf.
Denken Sie nur einmal an die wunderbaren Aufnahmen von großen Tiergruppen, die man oft in Fernsehreportagen sieht – einen Schwarm Fische, eine Herde Büffel, eine Schar Gänse. Die einzelnen Tiere sind zwar manchmal unterschiedlich groß, doch ihre Gestalt, ihre Proportionen, sind immer gleich. Bis auf sehr alte, sehr junge oder kranke Tiere hinkt kaum eines den anderen hinterher – und niemals d