: Rosemarie Piontek, Björn Süfke
: Uwe Britten
: Typisch Frau, typisch Mann? Die Bedeutung von Genderfragen für die Psychotherapie Rosemarie Piontek und Björn Süfke im Gespräch mit Uwe Britten
: Vandenhoeck& Ruprecht Unipress
: 9783647451916
: Psychotherapeutische Dialoge
: 1
: CHF 20.80
:
: Angewandte Psychologie
: German
: 143
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Nach wie vor wird in Psychotherapien das Geschlecht auf beiden Seiten zu wenig beachtet. Dabei ist jeder Mensch hochgradig von den kulturellen Stereotypen für beide Geschlechter geprägt. Von manchen werden die Geschlechterdifferenzen als unerheblich oder jedenfalls marginal für die Psychotherapie erachtet, andere reduzieren die Unterschiede auf physiobiologische und damit eher unveränderbare Prozesse, die es zu akzeptieren gelte, wieder andere insistieren, es gebe im Therapiegeschehen überhaupt keine »neutrale Person«, denn alle Beteiligten hätten immer ein Geschlecht, das hochgradig kulturell bedingt und geformt sei und sich auf den therapeutischen Prozess auswirke. Fehlt also nicht nur in der Therapieforschung und Lehre, sondern auch in der psychotherapeutischen Praxis eine dringend notwendige Differenzierung? Müssen Therapeutinnen und Therapeuten nicht viel genauer auf die kultur- und sozialisationsbedingten Geschlechterunterschiede blicken? Über diese Fragen tauschen sich mit Rosemarie Piontek und Björn Süfke zwei Vertreter ihres Faches aus, die einen geschlechtersensiblen Blick auf die Psychotherapie werfen.

Rosemarie Piontek, Diplompsychologin, Verhaltenstherapeutin, Psychologische Psychotherapeutin mit Kassensitz und Approbation für Hypnotherapie, EMDR und Gruppentherapie, ist in einer Praxisgemeinschaft in Bamberg und als Lehrtherapeutin und Supervisorin für verschiedene PP Ausbildungsinstitute und psychosoziale Einrichtungen tätig. Sie ist Initiatorin des Bamberger Instituts für Gender und Gesundheit (BIGG e.V.) und engagiert sich in verschiedenen gesundheitspolitischen Gremien auf kommunaler Ebene (PSAG).
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Table of Contents6
Die beiden Geschlechter und ihre Wirklichkeit12
Veränderung als Bedrohung – Veränderung als Lösung13
Welche Wirklichkeit?22
Überforderungsgefühle durch Flexibilisierungserwartungen26
Aufbruch in einen offenen Prozess33
Geschlechterblinde Therapieforschung44
Empirie45
Männer und Frauen verstehen – qualitative Forschung53
Hirnforschung63
Die individuelle Konstruierung des Geschlechts70
Biografische Muster71
Androgyn oder ganzheitlich?84
Sexualität94
Körperlichkeit103
Geschlechterkonstellationen in der Psychotherapie110
Der Zugang zu den Gefühlen111
Der Mut zur Konfrontation123
Vom »Quatschen« zum Handeln130
Gleichgeschlechtliche und gegengeschlechtliche Verstrickungen131
Das therapeutische Setting – zu sehr »typisch weiblich«?136
Ausgewählte Literatur142
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