: Marianne Grohmann
: Marianne Grohmann
: Religionsgemeinschaft und Identität Fortschreibungsprozesse als Mittel religiöser Identitätsbildung
: Vandenhoeck und Ruprecht
: 9783788731120
: Biblisch-Theologische Studien
: 1
: CHF 35.30
:
: Christentum
: German
: 207
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Anhand von repräsentativen Beispielen aus den Bereichen der Altorientalistik, der alt- und neutestamentlichen Bibelwissenschaft, der Qumranforschung und der Judaistik wird gezeigt, welche Funktion einzelne Schriften in unterschiedlichen historischen Kontexten für religiöse, aber auch politisch-nationale Identität haben. Mit Beiträgen von Stefan Alkier, Lutz Doering, Sabina Franke, Marianne Grohmann, Susanne Plietzsch und Konrad Schmid.

Dr. theol. Marianne Grohmann ist Professorin für Altes Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.
Cover1
Title Page4
Copyright5
Table of Contents8
Body9
Vorwort6
Sabina Franke: Fortschreibungsprozesse im/des Gilgamesch-Epos9
I. Einleitung9
II. Die „Verfasser“ und ihr Publikum12
III. Die Entwicklung des Gilgamesch-Epos17
1. Die sumerischen Erzählungen17
2. Die akkadischen Texte des 2. Jahrtausends und das altbabylonische Epos19
3. Das Epos des 1. Jahrtausends (SB-Epos)23
4. Ergänzung im Jahre 705 um die 12. Tafel25
IV. Drei Beispiele für Veränderungen in der Überlieferung des Gilgamesch-Epos28
1. Gilgamesch und Akka28
2. Gilgamesch und die Ratschläge der Schenkin Siduri30
3. Gilgamesch und die Göttin Ischtar32
V. Zusammenfassung38
Konrad Schmid: Von Jakob zu Israel. Das antike Israel auf dem Weg zum Judentum im Spiegel der Fortschreibungsgeschichte der Jakobüberlieferungen der Genesis41
I. Forschungsgeschichtliche Bemerkungen zu den Erzelternerzählungen der Genesis45
II. Der Jakobzyklus als Ursprungslegende für Israel49
III. Jakob reist nach Harran55
IV. Jakob als Empfänger von Mehrungs-, Land- und Beistands-Verheißungen58
V. Die Jakoberzählung der Priesterschrift65
VI. Rückblick73
Lutz Doering: Fort- und Neuschreibung autoritativer Texte und Identitätsbildung im Jubiläenbuch sowie in Texten aus Qumran77
I. Einleitung77
II. Neuschreibung und Fortschreibung im Jubiläenbuch81
III. Quellen oder Spin-offs? Jubiläenbuch und verwandteHandschriften aus Höhle 495
IV. Explizite Rückverweise auf das Jubiläenbuch99
V. Partielle Neuschreibungen des Jubiläenbuchs in Gemeinschaftsregel und Miscellaneous Rules? Vom Volk Israel zur Gemeinschaft102
VI. Autoritative Texte und halachische Entwicklung106
VII. Zusammenfassung109
Stefan Alkier: Identitätsbildung im Medium der Schrift113
I. Prekäre Identität114
1. Probleme eines schwierigen Konzepts114
2. Die Unterscheidung von personaler und kollektiver Identität als theoretische Mindestanforderung119
3. Grundpositionen differenztheoretischer Identitätskonzepte124
4. Identität als Zeichenprozess129
5. Schlussfolgerungen für die Interpretation kollektiver Identitätsbildungsprozesse in den Schriften des Neuen Testaments138
II. Epistemologische Grundlagen und terminologische Probleme der Rekonstruktion frühchristlicher Identitätsbildungsprozesse140
1. Die überlieferten Zeichen als epistemologische Vorgabe140
2. Terminologische Probleme145
III. Strategien und Verfahren kollektiver Identitätsbildung im Medium der Schrift151
1. Briefliche Kommunikation als Ausbildung kollektiver Identität durch dialogische Fortschreibungsprozesse153
2. Etablierung kollektiver Räume mittels simulierter brieflicher Kommunikation157
3. Intertextuelle Schreibverfahren als positionierende Fortschreibungen161
4. Narrative Identität – Kollektive Gedächtnisbildung –Etablierung konnektiven Wissens – Etablierung konnektiver Handlungsorientierung166
Susanne Plietzsch: Repräsentanz des Heiligen: Torarolle und Person in rabbinischen Diskursen zu Mischna Megilla 3,1171
I. Mischna: Die Torarolle als die „Seele“ der Synagoge (mMeg 3,1)176
II. Palästinischer Talmud: Wertehierarchien – die (fast) unüberbietbare Heiligkeit der Torarolle (yBik 3,7 [65d])181
III. Babylonischer Talmud: Die Heiligkeit der Torarolle in Analogie zur menschlichen Person (bMeg 26b–27a)188
1. Heiligkeit und Totenunreinheit (bMeg 26b)188
2. Das Begraben der Person und der Torarolle( bMeg 26b)195
3. Eine Torarolle ist nicht austauschbar (bMeg 27a)197
IV. Zusammenfassung: Die Torarolle als Chiffre206