: Abby Green
: Der Scheich und die Tänzerin
: Cora Verlag
: 9783733707170
: Julia
: 1
: CHF 2.20
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 144
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

'Du bist achtundzwanzig und arbeitest in einem Stripclub. Wieso, zum Teufel, bist du da noch Jungfrau?''Es ist kein Stripclub. Und Sex hat mich einfach nicht interessiert.'Scheich Arkim sinnt auf Rache, seit die schöne Revuetänzerin Sylvie versucht hat, ihn zu verführen und seinen Ruf zu ruinieren. Sein Plan: Weil er Sylvie trotz allem begehrt wie keine Frau zuvor, muss sie seine Geliebte sein - so lange, bis er endgültig von ihr kuriert ist! Doch als er sie in seinen luxuriösen Wüstenpalast entführt, macht er eine Entdeckung, die ihn zweifeln lässt. Ist Sylvie gar nicht die verführerische Sirene, für die er sie hielt, sondern völlig unschuldig? Oder lockt sie ihn etwa gerade zum zweiten Mal in eine Falle?



<p>Abby Green wurde in London geboren, wuchs aber in Dublin auf, da ihre Mutter unbändiges Heimweh nach ihrer irischen Heimat verspürte. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zu Büchern: Von Enid Blyton bis zu George Orwell - sie las alles, was ihr gefiel. Ihre Sommerferien verbrachte sie oft bei ihrer Großmutter in Kerry, und hier bekam sie auch ihre erste Romance novel in die Finger. Doch bis sie ihre erste eigene Lovestory zu Papier brachte, vergingen einige Jahre: Sie studierte, begann in der Filmbranche zu arbeiten, aber vergaß nie ihren eigentlichen Traum: Irgendwann einmal selbst zu schreiben! Zweimal schickte sie ihre Manuskripte an Mills& Boon, zweimal wurde sie abgelehnt. Doch 2006 war es endlich soweit: Ihre erste Romance wurde veröffentlicht. Abbys Tipp: Niemals seinen Traum aufgeben! Der einzige Unterschied zwischen einem unveröffentlichen und einem veröffentlichten Autor ist - Beharrlichkeit!</p>

1. KAPITEL

Sechs Monate vorher …

Resigniert bereitete Sylvie Devereux sich auf den Besuch bei ihrem Vater und ihrer Stiefmutter vor, während sie die breite Auffahrt zum Herrenhaus hinaufging. Dieses Opfer nahm sie nur für ihre Halbschwester auf sich. Für Sophie würde sie alles tun.

Das mächtige Herrenhaus in Richmond erstrahlte in vollem Lichterglanz, und im Partyzelt im Garten spielte eine Band klassischen Jazz. Grant Lewis’ Mittsommerparty war der jährliche Höhepunkt der Londoner Gesellschaft und fand stets unter der Schirmherrschaft seiner Ehefrau Catherine statt – Sylvies verhasster Stiefmutter und Mutter ihrer jüngeren Halbschwester Sophie.

Eine zierliche Gestalt erschien am Eingangsportal. Mit aufgeregtem Freudengeschrei lief Sophie ihrer sechs Jahre älteren Schwester entgegen. Lachend umarmte Sylvie die bildhübsche Blondine und scherzte: „Das soll wohl bedeuten, du freust dich, mich zu sehen?“

Sophie gab sie frei und schnitt ein Gesicht. „Du ahnst nicht, wie! Mutter ist noch schlimmer als sonst – jeden möglichen Heiratskandidaten drängt sie mir förmlich auf. Und Vater hat sich wieder einmal im Arbeitszimmer verschanzt – diesmal mit einem Scheich. Ein schrecklicher Mensch, aber er sieht fantastisch aus. Schade, dass er nicht …“

„Da bist du ja, Sophie …“

Sylvies Stiefmutter war in die Tür getreten, und das Licht im Haus umflorte Catherine Lewis’ elegante Gestalt und ihr perfekt gestyltes blondes Haar.

Abschätzig musterte sie Sylvie. „Ach du bist es! Wir waren nicht sicher, ob wir mit dir überhaupt rechnen können.“

Wir hatten gehofft, du würdest nicht kommen, sollte das heißen. Sylvie rang sich ein Lächeln ab und ließ sich nichts anmerken. Mit achtundzwanzig hätte sie über alles das längst hinweg sein müssen. „Ich freue mich wie immer, dich zu sehen, Catherine.“

Aufmunternd drückte Sophie ihrer Schwester den Arm, und Catherine trat notgedrungen beiseite, um ihre Stieftochter ins Elternhaus zu bitten. „Dein Vater ist in einer Besprechung mit einem Gast, die aber bald beendet sein dürfte.“

Missbilligend kehrte Catherine in die hell erleuchtete Empfangshalle zurück und erging sich in kritischen Bemerkungen über die Kleidung ihrer Stieftochter. Darauf hätte Sylvie gefasst sein müssen, doch sie war die ewigen Plänkeleien leid.

„Du kannst dich in Sophies Zimmer umziehen, wenn du möchtest“, sagte Catherine kühl. „Ich nehme an, du kommst direkt von einer deiner … Shows in Paris?“

So war es tatsächlich. Sylvie war bei einer Matinee aufgetreten. Erst im Zug hatte sie sich umgezogen.

Ihre Müdigkeit war verflogen, aufreizend bewegte sie die Hüften. „Das Kleid ist das Geschenk eines Fans“, klärte sie ihre Stiefmutter übertrieben liebenswürdig auf. „Ich weiß doch, wie wichtig es dir ist, dass deine Gäste sich herausputzen.“

Eigentlich gehörte das Kleid Sylvies glamouröser Mitbewohnerin Giselle, die oben herum nicht so üppig ausgestattet war. Sylvie hatte es sich extra ausgeliehen, weil sie wusste, welche Wirkung es auf Catherine haben würde. Natürlich war es kindisch, die Frau immer wieder zu provozieren, doch im Moment brauchte sie das.