Man Ray: Einflüsse der Bildenden Kunst auf die Fotografie von Man Ray
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Laura Becker
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Man Ray: Einflüsse der Bildenden Kunst auf die Fotografie von Man Ray
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Bachelor + Master Publishing
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9783958205758
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1
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CHF 13.20
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Fotografie, Film, Video, TV
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German
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38
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Wasserzeichen/DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
Man Ray galt gleichsam als Maler, Fotograf, Schriftsteller, Objektkünstler, Verleger und Filmemacher. Seinen Bekanntheitsgrad erlangte er aber vor allem durch seine Fotografie. Er interessierte sich in seinen Werken auch zunehmend für das Unbewusste, Scheinbare und Mystische. Man Ray zeigt nur das, was er selbst sehen will und was er an Vorstellungen beim Betrachter hervorrufen möchte. Seine Bilder entziehen sich der Realität, wobei nur die ideale Form oder das ideale Modell übrig bleibt. Seine Arbeitsweise gilt als einmalig und kann nicht mit der traditionellen Fotografie verglichen werden. Anhand von Beispielen der Arbeiten von Marcel Duchamp, Francis Picabia und Max Ernst wird aufgezeigt und analysiert, welchen Einfluss die bildende Kunst und speziell der Dadaismus und der Surrealismus auf die Fotografie von Man Ray ausübte.
Laura Becker, B.A., wurde 1970 in Oldenburg geboren. Ihr Studium der Kunst und Medien an der Carl von Ossietzky Universität schloss die Autorin im Jahre 2010 mit dem akademischen Grad des Bachelor of Arts erfolgreich ab. Bereits während des Studiums samme
Textprobe: Kapitel 2; Man Ray: 2.1, Biographie und Werk: Emmanuel Rudnitsky, auch bekannt als Man Ray, wurde als Sohn eines jüdischen Schneiders am 27. August 1890 in Philadelphia in den USA geboren. Man Ray stammt aus einer russischen Familie, die in die USA emigrierte. 1897 zieht er mit seiner Familie nach Brooklyn. Von 1910 bis 1911 besucht er Zeichen- und Malkurse am New Yorker Ferrer Center. Die dortigen Lernmethoden nehmen starken Einfluss auf seinen späteren künstlerischen Werdegang und seiner Zuwendung zum Dada. Man Ray zieht kurzfristig nach New York und im Jahr 1912 nach Ridgefield in New Jersey. Im Jahr 1913 entsteht das erste kubistische Portrait von Alfred Stieglitz. Im selben Jahr heiratet er die Schriftstellerin Adon Lacroix. Während einer Ausstellung in der Gallery Daniel in New York im Jahr 1913, kommt er mit den kubistischen Bildern von Picasso, Picabia und Duchamps Werk in Berührung und ist von diesen begeistert. Im Jahr 1914 und 1915 kauft er seinen ersten Fotoapparat, um die eigenen Werke aufzunehmen. Seine erste Einzelaustellung in der Galerie Daniel folgte im Jahr 1915. Ein Jahr später nimmt Man Ray an der Forum Exhibition of Modern American Painters in New York teil. Er freundet sich mit Marcel Duchamp an und beide gründen die 'Society of Independent Artists', eine Gruppe amerikanischer und europäischer Künstler. 1918 entstehen erste 'Aerographien', wobei gemalte abstrakte Bilder mit der Spritzpistole hergestellt werden. Zusammen mit Katherine Dreier, Marcel Duchamp, Henry Hudson und Andrew McLaren gründet er die 'Sociètè Anonyme' im Jahre 1920. Man Ray ist fasziniert von Duchamps Werk und gemeinsam führen sie fotographische und filmische Experimente durch. Beide Künstler geben später die Zeitschrift 'New York Dada' heraus. Im Jahr 1921 geht Man Ray nach Paris, wo ihn Duchamp bei den Dadaisten einführt. In der Ausstellung der Librairie Six entsteht während einer Vernissage das Werk 'Cadeau', ein mit Nägeln gespicktes Bügeleisen. Von 1921 bis 1922 arbeitet er als Portrait- und Modefotograf. Auf Duchamps Anregung hin befasst sich Man Ray sehr intensiv mit der Fotografie und dem Film. Dabei experimentiert er mit der