: Jodi Ellen Malpas
: One Night - Die Bedingung Erotischer Roman
: Goldmann Verlag
: 9783641210519
: Die One Night-Saga
: 1
: CHF 8.90
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: German
: 544
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Livy kann auf ein aufregendes Leben verzichten: Sie ist glücklich damit, in einem kleinen Café zu kellnern und die Abende mit ihrer geliebten Großmutter zu verbringen. Doch als sieMbegegnet, soll sich alles verändern. Er ist arrogant, reich und mit seinen strahlend blauen Augen gefährlich attraktiv – und er macht Livy ein Angebot, das ihre heile Welt komplett auf den Kopf stellt: Er will eine Nacht mit ihr verbringen, eine leidenschaftliche Nacht ohne Verpflichtungen, ohne Gefühl. Irgendetwas anMlässt Livy alle Vorsicht vergessen, und sie willigt ein, obwohl sie weiß, dass ihr Herz sich nach mehr sehnt. UndMverbirgt ein Geheimnis, das Livy in Gefahr bringt, nicht nur ihre Herz zu verlieren ...

Jodi Ellen Malpas wuchs im englischen Northampton auf, wo sie auch heute noch mit ihren beiden Söhnen und einem Beagle lebt. Sie arbeitete im familieneigenen Bauunternehmen, bevor sie sich mit ihren erotischen Romanen als Bestsellerautorin etablierte.

Kapitel 1

Eine perfekte Tasse Kaffee ist etwas Großartiges. Und noch großartiger ist eine perfekte Tasse Kaffee aus einem dieser neumodischen Raumschiff-Apparate wie dem, der gerade vor mir steht. Ich habe Tage damit zugebracht, meiner Kollegin Sylvie dabei zuzusehen, wie sie ihn mit Leichtigkeit handhabte, dabei schwatzte, einen Becher nahm, ihn füllte und nebenbei auch noch die Kasse bediente. Aber ich veranstalte mit dem Gerät immer noch eine Mordsschweinerei. Ich versaue nicht nur den Kaffee, sondern auch die komplette Umgebung des Kaffeeautomaten.

Leise fluchend ruckele ich an dem verklemmten Filter herum. Er gleitet mir aus der Hand, sodass sich das Kaffeepulver überall verteilt. »Nein, nein, nein«, murmele ich leise und ziehe ein Wischtuch aus der Vordertasche meiner Schürze. Der feuchte Putzlumpen ist schon braun, ein verräterischer Hinweis auf die Millionen Mal, die ich meine Sauerei heute schon aufwischen musste.

»Soll ich übernehmen?«, ertönt Sylvies amüsierte Stimme hinter mir, und ich lasse die Schultern hängen. Es hat keinen Zweck. Egal, wie oft ich es versuche, ich gerate immer wieder in die gleiche Bredouille. Dieses Raumschiff und ich werden niemals Freunde.

Mit einem theatralischen Seufzer drehe ich mich um und gebe Sylvie das große, metallene Filterteil. »Tut mir leid. Anscheinend hasst mich dieser Apparat.«

Ihre leuchtend pinkfarbenen Lippen verziehen sich zu einem liebevollen Lächeln, und ihr schwarzer, schimmernder Bob fliegt hin und her, als sie den Kopf schüttelt. Ich kann ihre Geduld nur bewundern. »Das kommt schon noch. Warum räumst du nicht einfach Tisch sieben ab?«

Ich beeile mich, schnappe mir ein Tablett und eile auf den gerade frei gewordenen Tisch zu, in der Hoffnung, meinen Lapsus wiedergutzumachen. »Der schmeißt mich raus«, murmele ich vor mich hin, während ich das Tablett belade. Ich arbeite erst seit vier Tagen hier, und bei meiner Einstellung verkündete Del, dass ich am ersten Tag sicher ein paar Stunden brauchen würde, um den Dreh mit der Maschine rauszukriegen, die fast den gesamten Raum hinter der Bar einnimmt. Dieser Tag war grässlich, und ich glaube, Del fand das auch.

»Nein, macht er nicht.« Sylvie heizt die Maschine ein, und das Geräusch des Dampfes, der durch den Milchschäumer strömt, erfüllt das ganze Bistro. »Er mag dich«, sagt sie jetzt lauter, nimmt eine Tasse, dann ein Tablett, dann einen Löffel, eine Serviette und die Schokostreusel, während sie mit der anderen Hand entspannt den Metallbehälter mit Milch schwenkt.

Ich lächele auf den Tisch hinunter, den ich gerade ab­­wische. Dann nehme ich das Tablett in die Hand und gehe zurück in die Küche. Obwohl Del mich erst seit einer Woche ken