: Jurij Chvan
: Spar Dir den Arzt Wie man gesund wird, ohne einen Finger zu rühren - Heilwissen aus Russland
: Goldmann Verlag
: 9783641167127
: 1
: CHF 6.20
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: Gesundheit
: German
: 336
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Heilkunst aus Russland - vom Lehrer Norbekovs.

Jurij Chvan entwickelte eine Methode zur Selbstheilung: Sam Chon Do. Grundlage dieser Lehre ist das Wissen um und der Glaube an die eigenen Selbstheilungskräfte. Doch um aus dieser uns innewohnenden Regenerationsquelle schöpfen zu können, muss der Mensch zunächst zu sich selbst finden. Die Harmonie von Leib und Seele ist die Basis aller Heilung. Anhand zahlreicher Meditations- und Konzentrationstechniken, mittels Grafiken anschaulich vermittelt, lernen wir das Bewusstsein mit dem Unterbewusstsein auf eine Ebene zu bringen, um die gestörte Balance, aus der heraus Krankheiten entstehen, wieder ins Lot zu bringen.

Jurij Chvan, Lehrer von Mirsakarim Norbekov, gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komplementärmediziner Rußlands. Er entwickelte die Methode Sam Chon Do zur Selbstheilung.

Vorwort

Dies ist ein Lehrbuch für Menschen, die beschlossen haben, ihren Körper zu beherrschen und alle Systeme ihres Organismus dabei zu unterstützen, in seinem Sinn zu funktionieren.

Ich wurde in Usbekistan geboren, wohin meine Eltern 1937 verschleppt worden waren. Schon früh hatte ich Interesse an den Kampfkünsten. Die erste Karatesektion eröffnete ich für meine Freunde im Jahr 1973. Dann interessierte ich mich für Taekwondo und Kung Fu, weil ich in beiden Richtungen Potenzial und Schönheit fand. Mich interessierten alle Stile, und so lernte ich die meisten mehr oder weniger gut kennen. Nach einigen Jahren tauchten Fragen auf: Warum gehe ich einen Weg, der sich auf niederwerfen und schlagen beschränkt und mit der Verteidigung des eigenen Körpers einen anderen schädigen kann? Und so begann ich, mich für den regenerativen Aspekt dieser Disziplinen zu interessieren. Ich fing an, aus den unterschiedlichsten Schulen mein eigenes ganzheitliches System Sam Chon Do zu entwickeln. Im Zuge der Herausarbeitung dieses Systems trainierte ich bis zu zwölf oder vierzehn Stunden täglich. Ich hatte keine Angst – vor nichts und niemand, trainierte bei Frost, Schnee und Regen, ohne einen freien Tag. Und das 15 Jahre lang. Einen Gegner hatte ich dabei eigentlich gar nicht im Blick – die Krankheit. Erst jetzt weiß ich, dass zum Sport häufig Menschen kommen, die schon lange an dem einen oder anderen Leiden laborieren. Sie kommen von selbst oder werden von den Eltern geschickt und probieren eine Sportart nach der anderen aus in der Hoffnung, der Sport würde sie von ihrem Leiden befreien. Auch ich bin zunächst diesen allgemein üblichen Weg gegangen. Erst später wurde mir klar, dass Eltern, die ihr Kind zum Kampfsport bringen, sich vor allem eine Stärkung deren Geistes erhoffen (bzw. sie ihnen Angst nehmen wollen), während Akrobatik, Gymnastik und klassischer Tanz vor allem von Menschen besucht wird, die Probleme mit dem Rücken haben.

Vor etwa sechs Jahren wurde ich in eine Ballettschule eingeladen, und die Direktorin beschwerte sich über die nachlässige medizinische Betreuung der Kinder. Eine Untersuchung an der Schule hatte ergeben, dass 70 Prozent der Kinder unter Skoliose litten. »Woher kommt diese Zahl in meinem Institut?«, fragte die Direktorin. Ich erklärte ihr, dass die Eltern ihre Kinder bewusst in eine solche Schule schicken, in der naiven Hoffnung, dort würden nebenbei auch krumme Wirbelsäulen gerade gemacht. Sie bedenken nicht, dass die Schule ganz andere Ziele verfolgt und für solche Fragen keine Kapazitäten hat. Eine gerade Haltung und ein aufrechter Gang sagen noch lange nichts über die Gesundheit aus. Ich kenne Menschen, die gehen schlampig, ihre Haltung lässt zu wünschen übrig und sie sitzen »falsch«, und dennoch sind sie nicht umzubringen – ein Infekt kann sie nur selten erschüttern. Andererseits weiß ich aus meiner beruflichen Praxis, dass ehemalige berühmte Sportler, wenn sie den Sport aufgeben, sich schnell in Invalide verwandeln – körperlich wie moralisch.

Ich suchte nach einem Heilungssystem, las mich durch Berge von Büchern, probierte alle verfügbaren Schulen aus und entwarf schließlich mein eigenes Atem- und Körpertrainingssystem. So entstand 1996 das ganzheitliche System Sam Chon Do, die »Erfahrung der 1000 Leben«. I