: Ines Ehmer
: Blasenentzündungen, Blasenschmerzen - - - Damit müssen Sie nicht leben! Ärztlicher Ratgeber
: W. Zuckschwerdt Verlag
: 9783886039807
: 4
: CHF 11.40
:
: Medizin
: German
: 197
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Dieser Ratgeber zu Blasenentzündungen und -schmerzen beschreibt Ursachen, Diagnosemaßnahmen, Symptome, schulmedizinische und alternative Therapien, aber auch Selbsthilfemöglichkeiten. Er bietet Hilfen für das tägliche Leben, zum Beispiel in den Bereichen Hygiene, Schmerzbekämpfung, Stressbewältigung und Umgang mit Sexualität.
Kapitel 6: Antibiotische Therapie der Blasenentzündungen(S. 40-41)

Die schulmedizinische Behandlung von Blasenentzündungen ist ganz eindeutig die Antibiotikatherapie. Wörtlichübersetzt bedeutet Antibiotikum„gegen das Leben gerichtet“. Antibiotika sind Substanzen, die den Zellstoffwechsel von Bakterien stören und auf diese Weise das Wachstum der Krankheitserreger hemmen oder sie abtöten.

Antibiotikabehandlung

Antibiotika waren und sind die Standardmedikamente in der Behandlung der Blasenentzündung. Es gibt einige sehr solide Gründe dafür. So sind sie in der Lage, innerhalb von Stunden genug Bakterien abzutöten, um häufigen Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen zu mindern, die mit einem Blaseninfekt verbunden sind.

In vielen Fällen können sie die meisten Bakterien innerhalb von Tagen beseitigen. Aber natürlich haben Antibiotika, besonders wenn sieüber einen längeren Zeitraum eingenommen werden, auch Nebenwirkungen. In erster Linie sind diesÜbelkeit, Appetitverlust, Durchfall, Schwindel, Müdigkeit, allergischer Hautausschlag, Fieber, trockener Mund, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen und eine Neigung zu Pilzinfektionen der Scheide. Mit Ausnahme der Pilzinfektionen sind das alles vorübergehende Erscheinungen, die aufhören, sobald Sie die Einnahme beenden.

Viele Frauen haben jedoch Probleme, die Pilzinfektion wieder loszuwerden und empfinden manchmal die Symptome der Pilzinfektion als genau so schlimm wie die der Blasenentzündung. Bevor Sie mit der nächsten Antibiotikaeinnahme starten, können Sie das Kapitelüber alternative Behandlungsmöglichkeiten lesen, um zu sehen, ob es eine nichtmedikamentöse Möglichkeit gibt, die Sie noch nicht kennen oder versucht haben.

Es gibt eine Unzahl von Antibiotika auf dem Markt und ihre Namen erscheinen oft unverständlich und sind schlecht zu merken. Dennoch sollten Sie ein Basiswissenüber Antibiotika haben. Sie werden sehen, dass das gar nicht so schwierig ist. Wie bereits früher erwähnt, ist die Wahl eines Antibiotikums zunächst– vor dem Ergebnis der Urinkultur– oft empirisch, das heißt, sie beruht auf der klinischen Erfahrung des Arztes. In einem hohen Prozentsatz funktioniert das auch– zumindest für die aktuelle Infektion. Wenn Sie einen Blaseninfekt haben oder den starken Verdacht darauf, wird Ihr Arzt ein Antibiotikum wählen, das– eine hohe Konzentration im Urin erreicht,– nicht die Entwicklung resistenter Keime fördert,
Vorbemerkung5
Vorwort6
Inhaltsverzeichnis8
Einleitung12
Sie müssen nicht mit ständigen Blasenentzündungen leben!12
Wie hilft Ihnen dieses Buch dabei?12
Warum sind gerade Sie betroffen?12
Was, wenn nichts auf Sie zutrifft?13
Wenn Sie zu diesen Frauen gehören13
Teil 1 Häufig wiederkehrende Blasenentzündungen14
Kapitel 1: Allgemeines zur Blase und zu ?Blasenentzündungen15
Erfahrungsberichte von Patientinnen: Kommt Ihnen das bekannt vor?15
Zunächst ein kurzer Selbsttest zum Thema Blaseninfektionen18
Auflösung18
Die Blase – ein wenig Theorie über ein erstaunliches Organ18
Beckenbodentraining: Ganz einfach zwischendurch!21
Kapitel 2: Die akute Blasenentzündung22
Wer bekommt eine Blasenentzündung? Was die Statistik darüber sagt22
Wie bekommt man eine Blasenentzündung?22
Trick der Blasenkeime täuscht das Immunsystem23
Was sind die Symptome einer Blasenentzündung?24
Harndrang, Brennen, Druck – wie es dazu kommt25
Welche Abwehrmechanismen hat die Blase selbst?25
Kapitel 3: Diagnostik von Blaseninfektionen28
Wie wird die Diagnose gestellt?28
Diagnose Teil 1: Die Urinuntersuchung28
Ein bisschen „fachchinesisch“30
Diagnose Teil 2: Ihre Krankheitsvorgeschichte – welche Fragen sind wichtig und warum?31
Was beim Sex passiert33
Richtige Entleerung der Blase34
Das Hygiene-Einmaleins beim Sex36
Welche Rolle spielen sexuell übertragbare Erkrankungen?37
Urodynamische Untersuchung38
Diagnose Teil 3: Die körperliche Untersuchung41
Weitere Untersuchungen41
Was ist eine „überempfindliche“ oder eine Reizblase?42
Kapitel 4: Rückenschmerz und urologische Probleme – wie passt das zusammen?44
Kapitel 5: Schwangerschaft und Wechseljahre46
Schwangerschaft: Wie beeinflusst sie Ihre Blase?46
Wechseljahre: Wie beeinflussen sie Ihre Blase?47
Östrogene in den Wechseljahren: Welches ist das richtige?48
Kapitel 6: Antibiotische Therapie der Blasenentzündungen51
Antibiotikabehandlung51
Einteilung bakterieller Blaseninfektionen in 3 Gruppen53
Vorbeugen durch „Impfen“54
Arten der Antibiotikatherapie55
1.Vorbeugende Antibiotikatherapie55
2. Suppressive Antibiotikatherapie56
3. Selbsttherapie bei ersten Anzeichen einer Blasenentzündung57
Kapitel 7: Harnröhreninfektionen59
Ursachen59
Behandlung der verschiedenen Harnröhreninfektionen60
Wie können Sie einer Harnröhrenentzündung vorbeugen?61
Kapitel 8: Alternative Behandlungsmethoden von Blasenentzündungen62
1. Kräuterheilmittel62
Diese Teemischungen kann Ihr Apotheker zusammenstellen63
2. Naturheilmittel64
3. Homöopathie65
4. Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren66
5. Akupressur67
6. Traditionelle Chinesische Medizin TCM68
7. Stress – Emotionen – Psyche69
Kapitel 9: Tipps zur Selbsthilfe: Wie können Sie einer Blasenentzündung vorbeugen?70
1. Trinken und Diät70
Yoghurt mit Beeren – die ideale Mahlzeit für Blasenempfindliche71
pH-Wert72
2. Sexuelle Aktivitäten73
3. Hygiene73
Laktobazillen74
4. Sport75
5. Stress75
Teil 2 Chronische, nicht bakterielle Blasenentzündungen oder das „Syndrom der schmerzenden Blase oder Harnröhre“78
Kapitel 1: Allgemeines zu chronischen, nicht bakteriellen Blasenentzündungen79
Eine mysteriöse Erkrankung: Interstitielle Zystitis79
Sie sind nicht allein!79
Die Krankheit ist nicht „in Ihrem Kopf“, sie ist Realität!81
IC und Psyche82
Interstitielle Zystitis – ein neu entdecktes „altes“ Leiden82
Was ist „Interstitielle Zystitis“ (IC)?83
Die Symptome von IC84
IC und andere Erkrankungen85
Die objektiven Zeichen von IC85
Kapitel 2: Diagnosestellung87
Wie gelangt man zur Diagnose „Interstitielle Zystitis“?87
Welche Fragen wird Ihnen der Arzt noch stellen und warum?87
Kriterien für die Diagnose I