FRANKREICH, FRANKREICH
Babette erschien am nächsten Morgen pünktlich an Cheyennes Tür. Cheyenne öffnete im Nachthemd und wirkte noch verschlafen.
»Wir müssen in einer halben Stunde spätestens los und kannst du mir ein Brot schmieren?«, fragte Cheyenne.
Babette schmierte zwei Käsestullen und freute sich über Cheyennes einigermaßen aufgeräumtes Zimmer, was nicht so oft vorkam. Allerdings fiel ihr ein T-Shirt mit der Aufschrift FUCK YOU FRAU HOPPENSTIEL ins Auge, welches sie diskret in ihre Handtasche verschwinden ließ, als Cheyenne im Badezimmer war.
Babette würde es in kleine Stücke schneiden und entsorgen. Wenn nicht, würde Cheyenne es sonst zur Abiturfeier anziehen. Cheyenne pinnte für Rosa noch ihre Adresse in Frankreich mit Telefonnummer an die holzumrahmte Wand aus Kork, welche Babette fix mit ihrem Handy abfotografierte, danach beeilten sie sich, noch rechtzeitig zum Flughafen zu kommen.
Babette begleitete Cheyenne bis zur Sperre und konnte noch beobachten, dass Cheyenne komplett gefilzt wurde, samt eingehender Taschen- und Rucksackkontrolle. Nicht verwunderlich bei ihrem provokanten Aussehen.
Der Flieger hob ab und Babette befiel Wehmut, eigentlich wollte sie mal von ihrem Geld verreisen. Sie hoffte, dass der Französischcrashkurs etwas bringen würde, erst tags zuvor hatte Cheyennes Englischlehrer bei ihr angerufe