: Ulrich Strunz
: Der Schlüssel zur Gesundheit Erfahrungen und Überzeugungen eines passionierten Arztes
: Heyne Verlag
: 9783641201630
: 1
: CHF 11.70
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: Gesellschaft
: German
: 224
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Es gibt einen Grund für seine außergewöhnlichen Erfolge als Arzt: sein ganzheitliches Verständnis vom Menschen. Basierend auf den Erfahrungen und Erkenntnissen aus seiner ärztlichen Praxis, entwickelt Dr. Strunz hier erstmals seine Philosophie des Heilens – und eröffnet eine aufregend neue Sicht auf die Zusammenhänge von Körper und Geist, von Gesundheit und Krankheit. Spannende Antworten auf die Frage, was uns krank macht und wie Gesundheit geschieht!

Dr. med. Ulrich Strunz ist Internist, Molekularmediziner und Gastroenterologe. Schwerpunkt seiner ärztlichen und publizistischen Tätigkeit ist die präventive Medizin. In Vorträgen, Seminaren und TV-Auftritten begeisterte er viele Jahre lang Zehntausende von Menschen – und führte sie in ein neues, gesundes Leben.

Leben heißt Bewegung

Schon der erste Moment unseres Universums, soweit wir diesen Moment heute verstehen können, war das Ergebnis einer Bewegung. Ernst Peter Fischer, Professor für Wissenschaftsgeschichte an den Universitäten Konstanz und Heidelberg, findet diesen Gedanken so überzeugend, dass er mit ihm das Standardmodell der Physik auf den Kopf stellen will. »Bislang soll etwas da sein, das sich dann in Bewegung setzt«, schreibt er:

»Aus dem Sein entsteht das Werden. Warum nicht umgekehrt aus der Bewegung das Sein erklären, das also, was ist?«

Heißt: Drehen wir die Bilder in unserem Kopf doch mal um. Am Anfang stand eben nicht ein toter Klotz, auf dem sich aus irgendwelchen seltsamen Gründen irgendwann Leben tummelte. Sondern andersherum: Am Anfang tummelte sich etwas. Quanten. Und daraus entstand erst der Klotz.

Alles bewegt sich

Ein faszinierender Gedanke: Im Inneren sind die Bestandteile der Atome, die allerkleinsten bekannten Teilchen, selbst keine Dinge mehr. Sondern reine Bewegung. Quantenfluktuation. Die Stringtheoretiker stellen sich an dieser Stelle schwingende, unfassbar kleine, eindimensionale Saiten vor. Eine Schwingung, aus der unsere gesamte Welt aufgebaut sein soll. Schwer zu fassen … auch für die theoretische Physik.

Schauen wir danach, wie das erste Leben auf unserer Erde entstanden ist, sehen wir wieder: Bewegung. Atome fügen sich zu immer größeren, komplexeren Formationen zusammen. Zu Molekülen. Schließlich entstehen Bakterien, Viren, Einzeller – in deren Inneren sich wieder jede Menge bewegt. Das Leben pflanzt sich aus sich selbst fort.

Schon immer. Bis heute.

Wandern, bis das Eis kommt

Aus der Archäologie wissen wir, dass es vor 2,8 Millionen Jahren schon Frühmenschen der Gattung Homo gab. Vielleicht schon länger, die ältesten Knochenfunde stammen jedenfalls aus dieser Zeit. Es gab ganz unterschiedliche Arten von Menschen. Manche, zum Beispiel die auf der indonesischen Insel Flores, waren so klein wie Hobbits.

Die meisten wanderten. Wahrscheinlich seit 100000 Jahren machten sich immer wieder Homo-sapiens-Gruppen auf den Weg von Afrika Richtung Arabien und weiter in den Norden. Etliche Gruppen starben aus. Oder wurden auf ihrem Weg durch die Welt gestoppt. Zum Beispiel von Eis: Vor gut 24000 Jahren überzogen immer mehr Gletscher ganz Europa. Der Kontinent entvölkerte sich. Mehrere tausend Jahre lang konnten nur die überleben, die sich an die Küsten Südeuropas gerettet hatten. Also genau dorthin, wo wir heute gerne unseren Urlaub verbringen. Und wo schon Nietzsche spontan aus einem Leben im Leidensmodus mitten hinein ins Vergnügen gesprungen war.

Der Mensch war in Europa schon mal ausgestorben

Vor etwa 14500 Jahren wurde es dann wieder so warm, dass neue Menschengruppen aus dem