: Helmut Künzel
: Bauphysik und Denkmalpflege
: Fraunhofer IRB Verlag
: 9783816794509
: 2
: CHF 35.00
:
: Bau- und Umwelttechnik
: German
: 148
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Die"B uphysik" hat sich als Disziplin der Technischen Wissenschaften nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert. Von diesen Entwicklungen im Neubau hatte die Altbausanierung und Denkmalpflege zunächst wenig Nutzen. Durch den Rückgang des Neubaus befassen sich Forschung und Entwicklung heute verstärkt mit den Problemen des Altbaus, ihren spezifischen bauphysikalischen Fragestellungen und früheren Sanierungsfehlern.
In der zweiten, erweiterten Auflage werden neue Begriffe wie"Feuchte-Akkumulation","st ffhygroskopisch" und"salzhygroskopisch" eingeführt. Dies berücksichtigt die speziellen hygrothermischen Verhältnisse bei Gebäudemauern alter Bauart und erklärt die vielfach nur vermeintlich durch"aufsteigende Feuchte" verursachten Schäden. Damit trägt das Buch zur Versachlichung und Klärung von Problemen bei, die sich häufig im Zusammenhang mit der Erhaltung und Nutzung von alten Gebäuden ergeben.
Mit anschaulichen Erläuterungen der bauphysikalischen Prinzipien und illustriert mit vielen Praxisbeispielen wird das Buch zu einer äußerst nützlichen Planungs- und Entscheidungshilfe für alle, die sich beruflich oder als Eigentümer mit Altbauten und Denkmälern befassen.

Impressum4
Vorwort zur zweiten Auflage5
Vorwort zur ersten Auflage6
Inhaltsverzeichnis7
Kapitel I – Feuchte Mauern11
1 Feuchte-Akkumulation in Gebäuden alter Bauart11
1.1 Luftfeuchte und Materialfeuchte11
1.2 Tauwasserbildung und Verdunstung12
1.3 Temperatur- und Feuchteverhältnisse in unbeheizten und intermittierend beheizten Gebäuden14
1.4 Tauwasserbildung17
1.4.1 Winterkondensation17
1.4.2 Sommerkondensation19
1.5 Der »bleibende Feuchtegehalt« in Gebäudewänden alter Bauart20
1.6 Abhilfe und Beispieleaus der Praxis21
1.6.1 Winterkondensation21
1.6.2 Sommerkondensation24
1.6.3 Abhilfe in beiden Fällen (Winter- und Sommerkondensation)27
1.7 Vergleich mit heutigen Verhältnissen und Folgerungen27
2 Herkunft und Wirkung vonhygroskopischen Mauersalzen29
2.1 Herkunft der Mauersalze29
2.1.1 Fru?here hygienische und sanitäre Verhältnisse30
2.1.2 Entstehen und »Schu?rfen«von Mauersalpeter35
2.1.3 Andere Salpetergewinnung37
2.1.4 Weiterverarbeitung37
2.1.5 Abschließende Überlegungen40
2.2 Wirkung von Mauersalzen41
2.2.1 Feuchteerhöhung – Begriffsdefinitionen und Beurteilung41
2.2.2 Mauerschäden45
2.3 Abhilfe und Beispiele aus der Praxis46
2.4 Folgerungen57
3 Feuchteerhöhung durch kapillare Wasseraufnahme58
3.1 Kapillar aufsteigende Grundfeuchte58
3.1.1 Fru?here Untersuchungen58
3.1.2 Neuere Untersuchungen59
3.1.3 Erfahrungen und Ergebnisse aus der Praxis62
3.1.4 Abhilfe und Beispiele aus der Praxis64
3.1.5 Folgerungen68
3.2 Regenfeuchte68
3.2.1 Mechanismus des Feuchetransport68
3.2.2 Fru?here Wandkonstruktionen70
3.2.3 Heutige Wandkonstruktionenund Regenschutz-Anforderungen71
3.2.4 Beispiel eines Schadensund Abhilfe71
3.2.5 Folgerungen73
Schlussbemerkung73
Kapitel II – Heizen und Temperieren75
1 Einleitung und Begriffsdefinition75
2 Beheizen von Kirchen75
2.1 Einfluss von Baumasse und Undichtheiten76
2.2 Heizbetrieb und Raumklima78
2.3 Lufttemperaturen und Luftströmungen83
2.4 Beispielhafte Renovierung: Salinenkapelle St. Rupert84
3 Temperierung nach Großeschmidt90
3.1 Behauptete Funktionsweiseund kritische Stellungnahme91
3.2 Praktische Erfahrungen92
3.2.1 Bauteiltemperierung / Feuchteschutz92
3.2.2 Raumtemperierung / Heizenergieverbrauch92
3.2.3 Raumheizung / Heizenergieverbrauch93
3.3 Beurteilung und Folgerungen93
3.4 Zweckmäßige Anwendungder Wandheizung95
4 Folgerungen95
Kapitel III – Fachwerk – eine historische Konstruktion97
1 Bau- und Wohnverhältnissein der Vergangenheit97
1.1 Fru?heres Bauen97
1.2 Fru?heres Wohnen98
1.3 Regenschutz99
1.4 Folgerungen fu?r den Bauerhalt99
2 Heutige Bau- und Wohnverhältnisse100
3 Instandsetzen und Renovieren von Fachwerkbauten101
3.1 Gefachdämmung101
3.2 Außendämmung102
3.3 Innendämmung103
3.3.1 Wohnfeuchte103
3.3.2 Regenfeuchte105
4 Feuchtetechnische Eigenschaften von Holz106
4.1 Wasseraufnahme und Quellen106
4.2 Wasseraufnahme und Trocknen107
5 Beispielhafte Schadensfälle111
5.1 Putzablösung am Gefachrand111
5.2 Fehlende Dampfbremse111
5.3 Hydrophobierung112
5.4 Luftschicht und Belu?ftung113
6 Beurteilung und Folgerungen114
Kapitel IV – Putze und Putztechnologie117
1 Empirische Techniken und Regeln117
1.1 Putze als äußerer Mauerabschluss117
1.2 Eine neuere Regel117
1.3 Putznormen von 1955 und 1967118
1.4 Putznormen von 1985 und folgende119
2 Werkmörtel und Putzsysteme120
2.1 Werkmörtel statt Baustellenmörtel120
2.2 Wasserabweisende Putzsysteme120
2.3 Wärmedämmputzsysteme122
2.4 Leichtputze122
2.5 Sanierputzsysteme122
2.6 Wärmedämmverbundsysteme123
3 Weiterentwicklung der Putztechnologie125
3.1 Verschiedene Putzfunktionen125
3.2 Kenngrößen fu?r Putze126
3.3 Neue Pru?fmethode127
4 Anwendungen in der Denkmalpflege128
4.1 Historische und moderne Putze128
4.2 Die Verwendung von Zementund Zusatzmitteln129
4.3 Ausfu?hrungsbeispiele130
4.3.1 Konservierende Instandsetzung einer Kirchenfassade130
4.3.2 Außenputz auf ungleichem, altem Mauerwerk134
4.3.3 Außenputz mit Kalk als Bindemittel134
4.3.4 Außenputz als Regenschutz136
4.3.5 Zusatzdämmung mit einem WDV-System137
5 Folgerungen139
Kapitel V – Denkmalschutz141
1 Konservieren und Restaurieren141
2 Renovieren oder Sanieren141
3 Rekonstruieren143
4 Fru?heres Bauen und heutiges Wissen und Können143
Literaturhinweise145
Sachregister147