: Guido Maria Kretschmer
: Eine Bluse macht noch keinen Sommer Geschichten aus dem Kleiderschrank
: Edel Books - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
: 9783841903518
: 1
: CHF 7.10
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: Sonstiges
: German
: 288
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Mode schreibt ihre ganz eigenen Geschichten. Und wer könnte sie besser erzählen als Guido Maria Kretschmer? Freuen Sie sich auf verschwundene Mäntel, sprechende Leggings, Dirndl im Exil, ein Kostüm mit Pferdeschweif, fliegende Röcke und angetrunkene Cocktailkleider. Dazu außerdem wichtige Mode-Basics: Erfahren Sie, welches Kleidungsstück Sie wie und wann am besten tragen und welcher Schnitt zu welcher Figur passt. Ob Rock, Hosenanzug, Cocktail- oder Abendkleid - hier finden Sie die besten Tipps für den perfekten Auftritt!

Guido Maria Kretschmer, geboren 1965 in Münster, ist ein deutscher Modedesigner. 1989 gründete er sein erstes Unternehmen und entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Corporate Fashion Designer in Europa. Seit 2004 führt Kretschmer eine zweite Linie, die Guido Maria Kretschmer Couture, und begeistert seitdem sowohl die europäische Modeszene als auch Frauen in aller Welt mit seinen Kreationen. Sein schöpferisches Talent zeigt sich auch in seiner Arbeit als Kostümbildner für Oper-, Theater und Filmproduktionen. Seit Januar 2012 moderiert Guido Maria Kretschmer sehr erfolgreich sein TV-Format »Shopping Queen« und wirkt in der aktuellen Staffel von »Das Supertalent« als Juror mit.

Der mäßige Umgang mit Geflügel oder das fliegende Textil


Nicht alles, was Flügel hat, kann fliegen und einige Vogelarten haben das Fliegen sogar verlernt, sie bleiben lieber am Boden. Wir Menschen stehen aufrecht auf unseren Füßen und können nach oben schauen, wir hüpfen mit aller Kraft und binnen Sekunden hat uns die Erde zurück. Unsere Arme sind keine Schwingen, die uns in die Lüfte heben, egal wie geschickt wir mit ihnen schlagen. Aber unsere Gedanken können fliegen und mit genug Fantasie heben wir ab und sind frei. Selbstständig denken ist auch ein bisschen wie hoch über dem eigenen Sein zu segeln.

Wer wie Ikarus in die Lüfte steigt, der sitzt in aller Regel in einem Flugzeug oder Segelflieger, einem Flugdrachen oder aber in einem Ballon, einem, der mit heißer Luft gefüllt ist. Erfunden von den Brüdern Montgolfier, die im Jahre 1783 den Versuch starteten, den Luftraum zu erobern, weil es uns Menschen immer schon dorthin gezogen hat, wo der Himmelwohnt,über uns,über allem.EinWeidenkörbchen,eine handelsübliche Gasflasche, ein Brenner, Sandsäcke, und das unter Inanspruchnahme einiger Seile alles an einen großen Ballon zu hängen ist abenteuerlich und mutig gleichermaßen.

Aber auch auf der Erde lässt es sich hin und wieder fliegen. Wer einmal im hohen Bogen geflogen ist, der hätte sich Flügel gewünscht und Schutzkleidung, die Schlimmeres verhindert hätte. Wir fliegen von der Schule und aus einer Stelle, wenn es nicht gut läuft, wir lassen aber auch unsere Gedanken fliegen und in unseren Träumen schweben einige von uns durch die Luft und hin und wieder ist genau dieser Umstand der Grund für die Entlassung. Andrea Berg ist »mit dir so hoch geflogen« und war »dem Himmel ja so nah« und alle singen mit. Wir haben sogar ein Insekt, das wir im Plural »Fliegen« nennen, und die Angehörigen dieser Spezies sinddem aufmerksamen Zuschauer von Krimis wohlbekannt als die Ersten, die kommen, wenn es sich für uns ausgeflogen hat.

Vor nicht allzu langer Zeit hat sich eine Teenagerfliege auf meine Hand gesetzt, sie hat in aller Ruhe mit mir den Nachmittag verbracht, sie saß mal auf dem Stift, mit dem ich zeichnete, dann auf meine