: Peter Kritzinger
: Ursprung und Ausgestaltung bischöflicher Repräsentation
: Franz Steiner Verlag
: 9783515115032
: Altertumswissenschaftliches Kolloquium
: 1
: CHF 61.30
:
: Altertum
: German
: 340
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Das Christentum kannte ursprünglich weder Ämter noch Verfassung. Beides musste erst allmählich entwickelt werden. Seit dem ausgehenden 2. Jahrhundert stand der jungen Glaubensgemeinschaft jeweils ein Bischof vor. Die Frage, wie das Amt und die Gemeinde zu repräsentieren sei, beantwortete lange Zeit jeder Amtsinhaber für sich. Erstmals wird nun in einer wissenschaftlichen Studie dem Ursprung und komplexen Entwicklungsprozess bischöflicher Repräsentation anhand archäologischer und schriftlicher Zeugnisse nachgespürt.

Peter Kritzinger zeigt, dass konkrete Vorstellungen, wie der Episkopat aufzutreten habe, zunächst nicht existierten und sich nur langsam formten. Nachdem die Notwendigkeit normierter Repräsentationsformen erkannt worden war, begann ein zähes Ringen um die Zeichen und Symbole, Medien und Kontexte. Zwar vermochten sich nicht alle Bemühungen und Ideen durchzusetzen, doch analog zum Erfolg des Christentums konnte auch die bischöfliche Repräsentation in den öffentlichen Raum ausgreifen, bis sie diesen schließlich dominierte.



Peter Kritzinger, geboren 1976, studierte in Innsbruck, Rom und Köln Alte und Mittelalterliche Geschichte, Archäologie und Geographie. Er ist Assistent am Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Universität Jena. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Wirtschafts-, Religions- und Verwaltungsgeschichte der Antike.
INHALTSVERZEICHNIS6
VORWORT10
1 EINLEITUNG11
1.1 FRAGESTELLUNG11
1.2 STAND DER FORSCHUNG11
1.3 EINGRENZUNGEN, DEFINITIONEN, ZIELE15
1.4 AUFBAU DER ARBEIT20
2 URSPRUNG UND ENTWICKLUNG CHRISTLICHER GEMEINDEN UND ÄMTER25
2.1 DIE URSPRÜNGE DER GEMEINDE25
2.2 DIE AUSDIFFERENZIERUNG DER ÄMTER28
2.3 DER MONARCHISCHE EPISKOPAT32
2.4 DIE RANGFOLGE IM COLLEGIUM EPISCOPORUM44
2.5 DIE METROPOLITEN UND SYNODEN48
2.6 DIE VERWELTLICHUNG DES BISCHOFSAMTES53
2.7 DER CHOREPISKOPAT56
2.8 FAZIT61
3 VERHÄLTNIS UND VERHALTEN63
3.1 KLERUS64
3.2 VOLK67
3.3 ELITE71
3.4 KAISER74
3.5 FAZIT81
4 URSPRUNG UND ENTWICKLUNG DER PARAMENTE82
4.1 DIE ARCHÄOLOGISCHEN ZEUGNISSE84
4.2 DIE SCHRIFTLICHEN ZEUGNISSE96
4.3 HISTORISCHE KONTEXTUALISIERUNG104
4.4 FAZIT113
5 DIE KATHEDRA115
5.1 DIE SCHRIFTLICHEN ZEUGNISSE116
5.2 DIE ARCHÄOLOGISCHEN ZEUGNISSE131
5.3 FAZIT140
6 ARCHITEKTUR142
6.1 VERSAMMLUNGSRÄUME143
6.2 ANDERE BAUTEN177
6.3 FAZIT199
7 EROBERUNG DES ÖFFENTLICHEN RAUMS202
7.1 RELIQUIENTRANSLATIONEN203
7.2 WEITERE PROZESSIONEN224
7.3 ZUSAMMENFASSUNG226
8 REPRÄSENTATION OHNE REPRÄSENTANT?229
8.1 BRIEFE230
8.2 INSCHRIFTEN242
8.3 FAZIT269
9 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE272
10 ANHANG280
10.1 GLOSSAR280
10.2 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS282
10.3 INDICES334
10.4 ABBILDUNGSNACHWEIS341