Ungewöhnlich stark verkatert humpelte Frank kurz nach sieben Uhr morgens ins Haus und Roscoe folgte ihm vorsichtshalber. Sein Herrchen verhielt sich seltsam, das Licht überall war fremd und die Welt roch entschieden anders als noch vor ein oder zwei Nächten. Reste der ineinander laufenden Träume pulsierten im Takt der Kopfschmerzen, sein Mund schmeckte bitter und wie Asche. Kaffee, fragte er sich, oder gleich weitermachen? Vielleicht zuerst duschen? Duschen war die Idee des Tages. Wenn man unter den Achseln nicht stinkt, war der Tag gerettet.
Ich bin multitaskingfähig, dachte er gallig, warf die Kaffeemaschine an, zog sich in der Küche nackt aus und streckte sich, ließ die Gelenke knacken und krachen. Die Abfolge der Gelenkskracher brachte ihm zum Lachen – irgendwie war das Altwerden doch ein Witz, wenn auch kein besonders guter. Man musste ihn nur verstehen, um über ihn lachen zu können. In der Dusche putzte er sich die Zähne, spülte den Mund mit Listerine und schrubbte sich mit Duschgel und einem Massageschwamm. Er war nicht sicher, ob es wirklich half, oder sich das nur einredete, aber nach der Schrubberei unter der heißen Dusche ging es ihm besser, wenn er einen Kater hatte. Kaffee und etwas Fettes essen – das half. Und Aspirin direkt. Das war die Reihenfolge: Er ging in die Küche, holte das Aspirin, riss die Packung auf und schüttete sich das Granulat in den Mund. Dann trank er eine halbe Flasche Mineralwasser ohne Kohlensäure, drückte sich einen Espresso ru