: Dan Drescher
: Ulrich Schmitzer
: Der Goldene Nachttopf Beobachtungen zu einem Motiv von Herodot bis García Márquez
: Dührkohp& Radicke
: 9783846901137
: 1
: CHF 19.60
:
: Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
: German
: 70
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Es gibt Bilder von besonderer Drastik und Anschaulichkeit, die ihrer Verwendung Grenzen setzen. Zu ihnen gehört das Motiv des »Goldenen Nachttopfes«, dessen beide Bedeutungsträger in einer kaum zu überbietenden Spannung stehen. Das Motiv wird in seiner literarischen Gestaltung anhand der dem Autor bekannten Verwendungen verfolgt werden. Dabei werden seine kontextbezogene Funktionalisierung und seine Rezeption bei Herodot, Chrysipp und Plutarch, Martial, Clemens von Alexandria, Thomas Morus, E.T.A. Hoffmann, Lenin und Gabriel García Márquez untersucht. Von besonderem Interesse ist hierbei die Bewertung des Goldes und der schwierige Umgang mit dem Defäkieren. Es zeigt sich, dass das Motiv je erzähltechnischen, philosophischen, ethischen, sozialen, poetologischen und propagandistischen Mitteln dienen und Argument sein kann.

Dan Drescher ist Lehrer an einem Gymnasium in Buxtehude.
Vorwort4
Inhaltsverzeichnis6
Einführung7
Gold und Defäkation in der Antike9
Herodot: Ein goldenes Urinal wird Statue12
Chrysipp und Plutarch: Machen goldene Nachttöpfe glücklich?17
Messalla und Plinius der Ältere: Goldene Nachttöpfe als Gegenstand der Invektive21
Martial: Teurer Defäkieren als Trinken23
Flavius Clemens: Goldene Nachttöpfe – typisch pagane Frau!27
Thomas Morus: Privates und öffentliches Toilettengold29
E.T.A. Hoffmann: Vom Piß- zum Blumentopf36
Lenin: Kriegsgold zu Toilettengold41
Gabriel García Márquez: Gold als Illusion47
Zusammenfassung57
Literaturverzeichnis61