: Manuel Holzmann
: Das Regressrisiko des Befreiungsgläubigers Schuldbefreiungsansprüche in der Insolvenz des Befreiungsschuldners
: Mohr Siebeck
: 9783161546242
: Veröffentlichungen zum Verfahrensrecht
: 1
: CHF 70.00
:
: Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht
: German
: 196
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: PDF
Der Befreiungsanspruch - etwa im Innenverhältnis zwischen Drittsicherungsgeber und Hauptschuldner - bezweckt den Schutz des Befreiungsgläubigers vor der endgültigen Belastung mit einer einem Dritten gegenüber bestehenden Verbindlichkeit, deren Folgen im Verhältnis zwischen Befreiungsgläubiger und -schuldner Letzterer zu tragen hat. In der Insolvenz des Befreiungsschuldners realisiert sich für den Befreiungsgläubiger regelmäßig das Risiko, von dem Drittgläubiger in Anspruch genommen zu werden, ohne den leistungsunfähigen Befreiungsschuldner in Regress nehmen zu können. Manuel Holzmann untersucht die haftungsrechtliche Stellung des Befreiungsgläubigers in dieser Situation. Den Schwerpunkt bildet dabei die Frage, inwieweit sich das beschriebene Haftungsrisiko durch das Institut der Insolvenzanfechtung auch dann noch realisieren kann, wenn der Befreiungsgläubiger bereits von der Verbindlichkeit befreit worden ist.

Geboren 1985; Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Bielefeld; wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrens-, Insolvenz- und Gesellschaftsrecht der Universität Bielefeld; 2016 Promotion; seit 2014 Referendar am Hanseatischen OLG Hamburg.
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Vorwort8
Inhaltsverzeichnis10
§ 1 Einleitung18
§ 2 Bürgerlich-rechtliche Grundlagen22
A. Grundlagen zum Befreiungsanspruch22
B. Verhältnis zwischen Befreiungs- und Regressanspruch23
I. Strukturelle Ähnlichkeit von Befreiungs- und Regressanspruch23
II. Eigenständige Funktion des Befreiungsanspruchs25
III. Entstehen eines Zahlungsanspruchs durch Insolvenz des Befreiungsschuldners?25
1. Die Auffassung des RG und von Teilen der Literatur25
2. Die Auffassung Pechers26
3. Die Auffassung des BGH und der herrschenden Lehre26
4. Stellungnahme27
C. Folgen der Befriedigung des Drittgläubigers29
I. Leistung des Befreiungsschuldners an den Drittgläubiger29
1. Alleinverpflichtung des Befreiungsgläubigers30
2. Mitverpflichtung von Befreiungsgläubiger und Befreiungsschuldner30
a) Akzessorische Drittsicherheit30
b) Nicht-akzessorische Drittsicherheit31
c) Gesamtschuld31
3. Folgerung: Keine strukturellen Unterschiede im Innenverhältnis zwischen Befreiungsgläubiger und Befreiungsschuldner32
II. Leistung des Befreiungsgläubigers an den Hauptgläubiger32
1. Abhängigkeit von Rechtsgrund33
a) Beispiele für Verschiedenheit von Befreiungs- und Regressanspruch34
b) Beispiele für Identität von Befreiungs- und Regressanspruch36
2. Besonderheit bei Mithaftung: Übergang der Hauptforderung37
a) Legalzession38
b) Abtretung der Hauptforderung39
D. Zusammenfassung 40
§ 3 Stellung des Befreiungsgläubigers im Insolvenzverfahren über das Vermögen des Befreiungsschuldners42
A. Begründetheit von unbedingtem Befreiungs- und bedingtem Regressanspruch42
I. Verhältnis von Befreiungsanspruch zu bedingtem Regressanspruch42
II. Unterschiede in der Geltendmachung bedingter und unbedingter Ansprüche43
III. Zuweisung des Forderungswerts an Hauptgläubiger bei Mithaftung44
IV. Keine Beeinträchtigung durch §§ 115, 116 InsO46
B. Verfahrensteilnahme des unbedingten Befreiungsanspruchs?46
I. Herrschende Meinung: Teilnahme mit Befreiungsanspruch46
1. Anspruchsinhalt und Anwendung von § 45 InsO46
2. Verhältnis zu bedingtem Regressanspruch48
II. Die Ansicht Bäuerles: Aufschiebend bedingter Befreiungsanspruch48
III. Die Auffassung von Jaeger, Lent und Weber: Verdrängung des Befreiungsanspruchs durch bedingten Regressanspruch49
IV. Kritische Stellungnahme49
1. Vorüberlegung: Einheitliches Ausgleichsverhältnis in der Insolvenz49
2. Risikoverteilung51
3. Verselbstständigung des Befreiungsanspruchs in der Insolvenz52
4. Verbot der Doppelanmeldung (§ 44 InsO)53
5. Problem: Wertzuweisung bei mehreren Befreiungsgläubigern54
6. Problem: Anspruch auf Eventualbefreiung55
7. Gleichlauf mit Rechtsfolge der Insolvenzanfechtung56
C. Haftungsrechtliche Stellung des vormals befreiungsberechtigten Regressgläubigers56
I. Fragestellung57
II. Meinungsstand zur Stellung des Regressgläubigers im Insolvenzverfahren des Regressschuldners58
1. Bedingungslösung der herrschenden Meinung58
a) Regressanspruch als bedingter Anspruch58
b) Insolvenzfestigkeit von Sicherheiten für den Regressanspruch59
aa) Besicherung des Regressanspruchs59
bb) Insolvenzfestigkeit61
c) Kritik an der Bedingungslösung62
2. Gegenentwurf Henckels64
a) Verfahrensteilnahme durch Übergang der haftungsrechtlichen Position des Hauptgläubigers64
b) Insolvenzfestigkeit von Sicherheiten für den Regressanspruch?65
c) Kritik 66
III. Eigener Ansatz: Maßgeblichkeit des Innenverhältnisses68
1. Stellung des Regressgläubigers ohne Innenverhältnis68
2. Anknüpfungspunkt für Gleichbehandlung70
3. Einheitliche Lösung für alle Regressverhältnisse71
IV. Folgerungen71
1. Regressanspruch als Insolvenzforderung72
a) Interner Regressanspruch72
b) Zu erwerbende Hauptforderung72
2. Insolvenzfestigkeit von Sicherheiten für den Regressanspruch73
a) Eigene Sicherheit des Regressgläubigers73
aa) Interner Regressanspruch73
bb) Zu erwerbende Hauptforderung74
b) Mitberechtigung an fremder Sicherheit75
c) Forderungsübergang ohne Innenverhältnis76
3. Besonderheiten bei nachrangigem Regressanspruch77
a) Eigener Regressanspruch77
b) Zu erwerbende Hauptforderung78
c) Sicherheiten für nachrangige Regressansprüche80
4. Ausschluss des Befreiungsanspruchs82
D. Zusammenfassung82
§ 4 Aufrechnung<