: Mario Lima
: Barco Negro Ein Fall für Inspektor Fonseca, Mordkommission Porto
: Books on Demand
: 9783741245633
: Inspektor Fonseca
: 2
: CHF 7.10
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 460
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein vielschichtiger Fall. Ein besonderes Land: Portugal. Die alte Hafenstadt Porto, am Morgen nach einem heftigen Herbststurm. Straßen sind überflutet, der Verkehr ist zusammengebrochen. Auch bei der Mordkommission stecken die meisten im Stau, als die Meldung eingeht: Ein Leichenfund in einem abgelegenen Haus am Atlantik. Für Ana Cristina, frisch von der Polizeischule, ist das die Chance, endlich an einer richtigen Mordermittlung beteiligt zu werden. Diesmal ist sie dabei, in dem ersten Wagen, der am Tatort eintrifft. In dem Haus liegen zwei Tote, ein Mann und eine Frau. Ein rätselhafter Doppelmord, der immer neue Fragen aufwirft. Eine Spur führt zurück in die dunkle Vergangenheit Portugals, die noch gar nicht so lange her ist. Ana Cristina setzt alles daran, ihren ersten Fall zu lösen. Doch selbst der erfahrene Inspektor Fonseca stößt hier an seine Grenzen. Das Verbrechen hat Dinge in Gang gesetzt, die nicht mehr aufzuhalten sind. Unbemerkt bahnt sich ein Drama an, das tödlich enden wird.

Mario Lima ist das Pseudonym eines deutschen Autors, der seit vielen Jahren in Portugal lebt. Mit seiner Frau und drei Katzen wohnt er im grünen Norden des Landes. Dort kümmert er sich auch gern um seine Weinreben und keltert selbst etwas roten Vinho Verde. Mehr über den Autor und die Inspektor-Fonseca-Reihe unter: www.mario-lima.com

1


Porto, einundzwanzigster November.

Auch am Morgen hielten Wind und Regen unvermindert an. Im Westen schlug eine mächtige Brandung an die Küste. Unaufhörlich donnerten die Brecher auf die Felsen und überspülten den Strand. Die Gischt wehte bis über die Straße, und bei den großen Palmen der Uferpromenade schwangen alle Wedel nach einer Seite.

In langen Schwaden trieb der Regen über die Hügel der Stadt, über die trutzige Kathedrale und den Bischofspalast, über Kirchen und Klöster und das verschachtelte Dächergewirr der Altstadt. Auf den Brücken über den Douro staute sich der Berufsverkehr, und auch auf den übrigen Einfallstraßen ging es nur stockend voran, Wagen an Wagen, mit eingeschalteten Scheinwerfern, in kilometerlangen leuchtenden Schlangen.

»Muito bom dia! Es ist acht Uhr dreißig.« Der Radiosprecher klang so munter wie immer. »Der Starkregen der vergangenen Nacht hat überall im Großraum Porto zu Überschwemmungen geführt. Die Feuerwehr bemüht sich nach Kräften, die verstopften Gullys wieder freizubekommen, aber bis jetzt muss im gesamten Stadtgebiet mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Besonders betroffen sind – «

Ana Cristina schaltete um auf Musik. Sie brauchte keine Stauwarnung mehr, sie stand schon im Stau, auf dem inneren Stadtring. A