Kapitel 1
In dem Augenblick, als ich in die kalifornische Hitze hinaustrat, wurde ich von den Füßen gerissen, hochgehoben und durch die Luft gewirbelt, bis mir schwindlig wurde. Feuchte Lippen trafen auf meine. Die Sonne, der Ozean und der Duft meines Mannes durchdrangen die Luft um mich herum. Geborgenheit und Erleichterung durchfluteten mich, und ein Hochgefühl, als ich gierig an Wes’ Unterlippe saugte – ich wollte mehr, brauchte seinen Körper an meinem, von Kopf bis Fuß.
Umschling mich mit Haut und Haaren. An etwas anderes konnte ich nicht denken, während Wes meinen Kopf hin und her neigte und mich inniger küsste, als es der Anstand in der Öffentlichkeit zuließ.
»Nehmt euch ein Zimmer!«, pöbelte ein Teenager und ließ unsere »Willkommen zu Hause«-Seifenblase platzen. Ich rieb meine Nase an seiner, sog seinen Duft ein und beobachtete, wie seine Wimpern sich flatternd schlossen, als hätte auch er Mühe, den überwältigenden Gedanken zu begreifen, dass es jetzt ein »Wir« gab. Wes und Mia. Eine Beziehung.
»Hey, Baby«, sagte ich leise, ohne ihm durch meine Stimme zu verraten, wie sehr ich ihn vermisst hatte.
Wes’ Finger wanderten von meinem Nacken hoch in meine Haare und legten sich locker um meinen Hinterkopf. »Mein Mädchen«, flüsterte er ehrfürchtig und schüttelte den Kopf, ehe er mich noch einmal sanft küsste. Dieser Kuss war vielleicht weniger leidenschaftlich, aber kein bisschen weniger bedeutsam. »Los, ich will dich nach Hause bringen. Ms Croft hat ein Willkommensessen für dich gezaubert.«
»Du hast Judi gesagt, dass ich komme?« Lächelnd drückte ich seine Hand.
Auf dem Weg zur Limo schwang er meinen Arm hin und her. »Natürlich. Ich musste ihr doch erzählen, dass meineFreundin eine Woche zu Besuch kommt. Darauf muss sie vorbereitet sein.«
Ich säuselte: »Wie umsichtig von Ihnen, Mr Channing …« Ich setzte einen Fuß auf den Boden der Limo und drückte meinen Hintern übertrieben heraus, um Wes die bestmögliche Aussicht zu bieten. Wie Bienen von einer Blume wurde sein Blick unweigerlich von meiner Kehrseite angezogen. Ich wackelte zum Spaß etwas damit und grinste, als er mir wieder in die Augen sah.
»… der Dritte«, formte ich mit dem Mund und zwinkerte.
Kopfschüttelnd schlug er mir auf den Hintern, und zwar hart. Das würde einen ordentlichen Abdruck geben. »Steig ein, Süße. Wir haben keine Zeit zu verlieren, ich will dich noch vernaschen, bevor wir was Richtiges essen.«
Geübt lässig stieg Wes in die Limo. Er war so schön. Groß und schlank, genau richtig. Die wohlgeformten Bauch- und Brustmuskeln waren durch den dünnen Stoff seines Poloshirts zu erahnen. Er trug Cargo-Shorts, was eher seiner Surfer-Natur entsprach, a