: Sebastian A.E. Martens
: Methodenlehre des Unionsrechts
: Mohr Siebeck
: 9783161531071
: Beiträge zum ausländischen und internationalen Privatrecht
: 1
: CHF 0.50
:
: Internationales Recht, Ausländisches Recht
: German
: 655
: DRM
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: PDF
Die juristischen Methoden in den europäischen Rechtsordnungen weisen große Unterschiede auf. Sebastian A.E. Martens führt die bislang weitgehend unabhängigen nationalen Diskurse zusammen und entwirft vor diesem Hintergrund eine europäische Methodenlehre des Unionsrechts, die den besonderen Zielen des Unionsrechts genügen und sich zugleich möglichst bruchlos in die verschiedenen mitgliedstaatlichen Traditionen einfügen soll. Dabei bestimmt Martens bereits den Inhalt seiner Methodenlehre eigenständig als eine Begründungslehre für den das Unionsrecht anwendenden Richter. Der Inhalt dieses Unionsrechts wird zunächst mittels einer eigenen neuen europäischen Rechtsquellenlehre ermittelt, bevor Martens anschließend, auch unter Heranziehung rechtsvergleichender und rechtshistorischer Analysen darlegt, wie sich aus diesen Rechtsquellen Argumente im Streit um die richtige Lösung eines rechtlichen Problems gewinnen lassen.

Geboren 1980; Studium der Rechtswissenschaften in Konstanz und Oxford; 2007 Promotion an der Universität Regensburg; 2006-08 Referendariat am OLG Hamburg; 2012 Habilitation; seit 2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Referent am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg; Lehrstuhlvertretungen in Passau und Osnabrück; derzeit Vertreter des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Römisches Recht an der Universität Passau.
Cover1
Vorwort6
Inhaltsübersicht8
Inhaltsverzeichnis10
Abkürzungsverzeichnis22
Einleitung30
Teil 1 – Theoretische Grundlegung38
A. Der Gegenstand einer juristischen Methodenlehre38
I. Der herkömmliche Inhalt juristischer Methodenlehren38
II. Methode als Voraussetzung juristischer Praxis46
1. Das Methodenziel und der Gegenstand des Rechts48
2. Die Autorität einer juristischen Entscheidung51
3. Entscheidungsrechtfertigung und Funktion des Entscheidungsorgans56
4. Die Wertentscheidung als Problem63
a) Die Wertung als notwendiger Gegenstand der Rechtswissenschaft64
b) Der Umgang mit dem Problem der Wertung69
aa) Eliminierung der Wertung durch Methode69
bb) Aufladung der Wertung70
cc) Disziplinierung der Wertung72
5. Trennung zwischen Findung und Rechtfertigung einer juristischen Aussage76
6. Die Qualität einer juristischen Entscheidung und ihrer Begründung79
a) Wahre juristische Aussagen79
aa) Das Bestehen von Zweifeln an der Wahrheit juristischer Aussagen88
bb) Die Vernünftigkeit bestehender Zweifel93
cc) Ergebnis94
b) Falsche juristische Aussagen95
c) Kritisierbare juristische Aussagen99
7. Ergebnis: Eine Begründungslehre als Ziel einer Methodenlehre101
III. Funktionen der Urteilsbegründung102
1. Gerichtssysteminterne Funktionen103
a) Die Funktion der Begründung für den entscheidenden Richter103
b) Die Funktion der Begründung für übergeordnete Gerichte104
c) Die Funktion der Begründung für untergeordnete Gerichte104
2. Gerichtssystemexterne Funktionen105
a) Verfahrensbezogene Funktionen105
aa) Die Funktion der Begründung für die Verfahrensbeteiligten105
bb) Die Funktion der Begründung für die Allgemeinheit106
b) Die Funktionen der Begründung unabhängig vom konkreten Verfahren108
3. Zusammenfassung109
IV. Grenzen der Urteilsbegründungspflicht109
1. Praktische Grenzen109
a) Zwänge einer Kollegialentscheidung109
b) G