: Reinhard Gregor Kratz, Hermann Spieckermann
: Götterbilder - Gottesbilder - Weltbilder Polytheismus und Monotheismus in der Welt der Antike. Band I: Ägypten, Mesopotamien, Persien, Kleinasien, Syrien, Palästina.Band II: Griechenland und Rom, Judentum, Christentum und Islam
: Mohr Siebeck Lehrbuch
: 9783161511509
: Forschungen zum Alten Testament 2. Reihe
: 2
: CHF 25.70
:
: Christentum
: German
: 713
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Im Zentrum der beiden Bände steht der komplexe Zusammenhang zwischen Gottesbildern und Weltbildern in Ägypten, Persien, Mesopotamien, Syrien, Kleinasien, Israel, Griechenland und Rom, im Zoroastrismus, Judentum, Christentum und Islam.
Die spannungsvolle Vielfalt hat nicht nur Weltbilder in der orientalischen und hellenistisch-römischen Antike geprägt. In veränderter Gestalt ist sie bis heute in den praktizierten Religionen Anlaß zu geistiger, im Extremfall gewaltsam ausgetragener Auseinandersetzung. Der Einfluß auf individuelle Lebensführung und religiöse sowie politische Weltanschauung ist unverkennbar.
'[Es] wird eine Fülle an Material geboten und eine ganze Reihe von Einzelfragen diskutiert. Wer auf der Suche nach neuen Erkenntnissen zur mesopotamischen oder phönizischen Religion ist, wird genauso fündig wie derjenige, der sich für den Zoroastrismus oder wichtige Aspekte römischer Religion interessiert.'
Bernd U. Schipper inZeitschrift für Religionswissenschaft 15 (2007), S. 95
Band I und II liegen nun als Studienausgabe vor. Sie werden nur zusammen abgegeben.
Cover1
Band I: Ägypten, Mesopotamien, Persien, Kleinasien, Syrien, Palästina4
Vorwort zur zweiten Auflage6
Vorwort zur ersten Auflage8
Inhaltsverzeichnis10
REINHARD G. KRATZ und HERMANN SPIECKERMANN: Einleitung12
1. Grundsätzliches12
2. Die Trias „Götterbilder – Gottesbilder – Weltbilder“ im Spannungsfeld von Polytheismus und Monotheismus14
3. Fragen und Aufgaben künftiger Forschung18
Ägyptische Religion24
FRIEDRICH JUNGE: „Unser Land ist der Tempel der ganzen Welt“ Über die Religion der Ägypter und ihre Struktur26
1. Die Bedingtheiten der Betrachtung26
1.1 Religion in der säkularen und pluralistischen Gesellschaft26
1.1.1 Religion als Objekt der Wahl und als Bedürfnis des Gefühls26
1.1.2 Die Ausgliederung des Weltverstehens27
1.2 Der Prototyp der frühen heidnischen Religion?28
1.2.1 Das Bild von der ägyptischen Religion28
1.2.2 „Tiergötter“ und tierköpfige Mischwesen30
1.2.3 Die Vielheit der Götter32
2. Die Entschlüsselung religiöser Sprache34
2.1 Die Sinngebung der Anderen34
2.2 Eine Kette von Repräsentationen36
2.3 Der ontische Logos40
3. Die Strukturen der Wirklichkeit41
3.1 Der logische Aufbau der Welt41
3.1.1 Personale Chiffrierung und die Entstehung des Kosmos41
3.1.2 Zwischen Himmel und Erde43
3.1.3 Die Genealogie des Kosmos46
3.2 Die Phänomenologie des Sonnenlaufs48
3.2.1 Die Sonne am Tag und die Gestalten Res48
3.2.2 Descensus ad inferos, oder: Der Abstieg in die Gegenwelt50
3.2.3 Die Nachtfahrt des Sonnengottes53
3.3 Gott und die Dynamik der Weltkonstituenten58
4. Das große Rollenspiel61
4.1 Der Ort der menschlichen Gesellschaft61
4.2 Die Herabkunft all dessen, was im Himmel bestimmt ist63
Literaturverzeichnis64
Abbildungsverzeichnis65
HEIKE STERNBERG-EL HOTABI: „Die Erde entsteht auf deinen Wink“ Der naturphilosophische Monotheismus des Echnaton68
0. Einleitung68
1. Der historische Rahmen69
2. Echnaton und der Anbruch einer neuen Ära70
3. Echnatons Gott tritt in Erscheinung72
4. ‚Traditionelle’ versus ‚Neue’ Sonnentheologie73
5. Echnatons neue Sonnenstadt: Achet-Aton (Tell el Amarna)76
6. Der naturphilosophische Monotheismus des Echnaton: der Große Hymnus an Aton78
7. Die Verbannung der alten Götter: Amun wird entmachtet80
8. Ende und Neubeginn83
Anhang: Der „Große Aton-Hymnus“ des Echnaton von Amarna84
SUSANNE BICKEL: Die Verknüpfung von Weltbild und Staatsbild Aspekte von Politik und Religion in Ägypten102
1. Staatsbildung und Königtum102
2. Symbole des Staates107
3. Die religiöse Ebene108
3.1 Positionierung des Königs110
3.2 Der König als Sohn der Götter112
3.3 Die Organisation der Götterwelt115
3.4 Bewältigung von Opposition117
Religionen in Mesopotamien124
ANNETTE ZGOLL: Vielfalt der Götter und Einheit des Reiches Konstanten und Krisen im Spannungsfeld politischer Aktion und theologischer Reflexion in der mesopotamischen Geschichte126
1. Teil. Hermeneutischer Zugang: Wie auf Erden, so im Himmel?126
A. Historisch-originäre und systematisch-wissenschaftliche Perspektiven126
B. Verankerung und Ausweitung128
2. Teil. Systematischer Zugang: Begriffswelten und Wirkungsfelder129
A. Kategorien der Interferenzen zwischen Götterwelt und Menschenwelt130
B. Interferenzen I: Personale Interaktionen132
C. Interferenzen II: Zwischenpersonale Strukturen133
D. Interferenzen III: Politisch-gesellschaftliche Strukturen134
E. Interferenzen IV: Politisch-gesellschaftliche Interaktionen136
3. Teil. Historische Verankerung: Die Eine und die Vielen138
A. Tradition und Neuerung: Die Ausgangssituation138
B. Autonomie contra Zentralismus: nin-me-šara als Zeuge139
C. Konflikt und Lösungsansätze: Ein Proze?141
Die Position Inanas141
Inanas Aufstieg141
Konsequenzen: Eklat mit der Stadt142
Strategien gegenüber den vielen Gegnern des einen Reiches143
Strategien gegenüber dem Stadtgott von Ur143
Alle Götter im Proze?145
Konzepte in nin-me-šara. Ein Resümee146
4. Teil. Konstanz und Wandel: Entwicklungslinien147
BRIGITTE GRONEBERG: Aspekte der „Göttlichkeit“ in Mesopotamien Zur Klassifizierung von Göttern und Zwischenwesen154
I. Einleitung154
II. Konzeptualisierung von Götterordnungen156
III. Göttermanifestierungen: Die Götterkörper162
IV. Welt und Unterwelt als binäre Einheit165
V. Hierarchische und binäre Götterkonzepte166
V.1. Der Körper der „Zwischenwesen“168
V.2. Die Göttlichkeit der „Zwischenwesen“170
V.3. Die Göttlichkeit mischwesenhafter Götter172
V.4. Kulte für Unterweltgötter und „Zwischenwesen“173
VI. Konzeptualisierungen von Göttlichkeit: am Beispiel von Ištar und ihren Dämonen(göttinnen)176
V.1. Ištars Macht zwischen Fruchtbarkeit und Tod176
VI.2. Ištar als Morgen- und Abendstern179
VI.3. Ihre dämonenhaften und unreinen Konnotationen181
VI.4. Ardat-Lilî oder Kilili? Die „geflügelte Göttin“ auf dem Burney-Relief182
VII. Ausblick185
ASTRID NUNN: Kulttopographie und Kultabläufe in mesopotamischen Tempeln: drei Beispiele190
Einleitung190
I. Der Tempel und seine Bauteile192
1. Die Vorbereitungen zum Bau eines Tempels192
2. Der Tempel194
a. Das Tor196
b. Der Hof197
c. Die Cella201
d. Die restlichen Räume im Tempelareal204
II. Die Kulthandlungen205
1. Das Beten205
2. Singen und Musikspielen205
3. Libationen und Rauchopfer206