Catch and Kiss Vertraue niemandem
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Jennifer Schreiner, Katinka Uhlenbrock
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Catch and Kiss Vertraue niemandem
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Match-Books
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9783960000136
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1
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CHF 2.70
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Gegenwartsliteratur (ab 1945)
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German
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140
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kein Kopierschutz
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PC/MAC/eReader/Tablet
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ePUB
Teil 1 von 'Vertraue niemandem' aus der 'Catch& Kiss'-Reihe Nachdem ihre Mutter spurlos verschwunden ist, muss die achtzehnjährige Jeany mit ihren zwei Geschwistern allein klarkommen. Um nicht voneinander getrennt zu werden, verheimlichen die drei ihre Situation, müssen aber rasch für ihren Lebensunterhalt sorgen. Da kommt ein Untermieter für ihr Gartenhaus gerade recht! Aber hat wirklich ein glücklicher Zufall ausgerechnet den undurchschaubaren Dany zu ihnen geschickt oder steckt etwas anderes hinter seiner Anwesenheit? Als Dany sich immer mehr in die Herzen ihrer Geschwister schleicht, muss Jeany mit Erschrecken feststellen, dass ihr geheimnisvoller Untermieter Polizist ist - und anscheinend mehr über das Verschwinden ihrer Mutter weiß, als gut für alle Beteiligten ist.
Jennifer Schreiner wurde 1976 geboren und lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern mittlerweile in Leipzig. Seit 2002 ist sie Magister der Philologie. Bislang sind über 50 fantastische, erotische und gruselige Kurzgeschichten von ihr in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht und teilweise prämiert (u.a. 3x im Literaturwettbewerb der Bayreuther Festspielnachrichten) worden. Sie schreibt Erotik, Phantastik, Chick-lit und unter Pseudonym auch Thriller. Neben der Arbeit an ihrem Verlag schreibt sie an der"Catch& Kiss"-Reihe mit und ist Mitglied des VS und bei den DeLiA. Katinka Uhlenbrock Jahrgang 1990, studiert Katinka Uhlenbrock Anglistik und vergleichende Religionswissenschaften - in den USA, wo sie seit ihrem 20ten Lebensjahr lebt. Nach einigen englischsprachigen Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften erscheinen mit 'Männerbacken' und 'Porn Noir' gleich zwei Projekte in ihrer Muttersprache.
Prolog Sie lag im Sterben und er sah ihr dabei zu, ruhig wie der Tod. Aus leicht geöffneten Augen betrachtete sie den attraktiven Mann, der am Fußende ihres Bettes stand und versuchte in ihm nicht den Feind zu sehen. In all den Stunden hatte sie keinen einzigen Ton von sich gegeben, keine seiner Fragen beantwortet und voller Genugtuung beobachtet, dass er aus nichts, was sie bei sich trug, einen Hinweis auf ihre Familie hatte finden können. Sie war eine Jane Doe und würde es für ihn auch weiterhin bleiben. Beinahe andächtig strich sie mit ihren verätzten Fingerspitzen über das weiße Laken des Krankenhausbettes und dachte daran, wie seltsam es war, dabei kaum etwas zu empfinden. Ihre ganze Kraft war einzig darauf fokussiert, ihrem Gegenüber keinen Anhaltspunkt zu geben. Auch, wenn ihre Selbstsicherheit unter seinem Schweigen langsam aber sicher erste Risse bekam. Er war unheimlich. Sein Schweigen furchteinflößend. Noch nie war ihr jemand untergekommen, der so still stehen konnte. Wie ein Jäger, der auf einen einzigen Fehler seiner Beute lauerte. Selbst diese Erkenntnis kostete sie beinahe mehr Kraft, als ihr noch verblieben war und sie konnte förmlich spüren, wie das Blut in ihrem Körper langsamer floss. Doch die schönen Gedanken wollten einfach nicht kommen, die Erinnerung an ihre Kinder und die tollen Jahre, die ihnen vergönnt gewesen waren. Stattdessen blieb die Furcht vor dem Dunkelhaarigen und die Angst um ihre Familie allgegenwärtig und allumfassend. Dann war er da, der langanhaltende, durchgehende Ton des medizinischen Überwachungsgerätes und er durchdrang jedes andere Empfinden. Wie von Außen sah sie die Krankenschwestern und den Arzt in den Raum strömen, doch auch ihr Wie-von-Außen-Blick war auf den Mann fixiert. Nur am Rande nahm sie wahr, dass auf Maßnahmen zur Lebenserhaltung verzichtet wurde. Der Krebs hatte gesiegt. Sie hatte gesiegt! 2 - Ein Untermieter Als Jeany nach Hause kam, hielt sie die Unterlagen von der Uni immer noch fest umklammert und hatte es nicht über sich gebracht, sie im Rucksack zu verstauen.