: Audrey Carlan
: Calendar Girl Januar
: Ullstein
: 9783843713511
: Calendar Girl Buch
: 1
: CHF 2.70
:
: Erzählende Literatur
: German
: 160
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Als Mia Mr Januar sieht, vergisst sie alle guten Vorsätze. Mia Saunders braucht eine Million Dollar, um ihren Vater zu retten. Er liegt im Krankenhaus, weil er seine Spielschulden nicht begleichen konnte. Mia lässt sich als Begleitung buchen, für 100.000 Dollar pro Monat. Mit zwei festen Vorsätzen: 1. Sie wird nicht mit den Kunden ins Bett gehen. 2. Sie wird sich nicht verlieben. Als sie ihrem ersten Auftraggeber, dem Hollywood-Autor Wes Channing, gegenüber steht, ist schnell klar: Zumindest den ersten Vorsatz kann und will Mia nicht einhalten. Vor ihnen liegt ein Monat voller Leidenschaft ...

Audrey Carlan schreibt mit Leidenschaft heiße Unterhaltung. Ihre Romane veröffentlichte sie zunächst als Selfpublisherin und wurde daraufhin bald zur internationalen Bestseller-Autorin. Ihre Serien »Calendar Girl«, »Trinity« und »Dream Maker« stürmten auch in Deutschland die Charts. Audrey Carlan lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Kalifornien.

Kapitel 1

Wahre Liebe gibt es nicht. Jahrelang hatte ich an sie geglaubt. Ich hatte sogar gedacht, ich hätte sie gefunden. Viermal, um genau zu sein. Lass sehen, da war:

Taylor. Meine Highschool-Flamme. Die ganze Schulzeit über waren wir zusammen. Er war Baseball-Spieler in der Auswahlmannschaft. Der beste, den die Schule je hatte. Groß, mit mehr Muskeln als Hirn und einem Schwanz von der Größe einer Erdnuss. Vermutlich wegen der ganzen Steroide, die er hinter meinem Rücken schluckte. Am Abend des Abschlussballs gab er mir den Laufpass. Machte sich mit meiner Jungfräulichkeit und der Anführerin der Cheerleader aus dem Staub. Später hörte ich, dass er das College abgebrochen hat und als Mechaniker in irgendeinem Kaff gestrandet ist, mit zwei Kindern und einer Frau, die ihn schon längst nicht mehr anfeuert.

Dann war da noch der Tutor aus meinem ersten Psychologie-Seminar am Las Vegas Community College. Maxwell hieß er. Ich dachte, der Typ könnte übers Wasser gehen, ich hielt ihn für einen Heiligen. Mein Herz war ihm jedenfalls nicht heilig: Er trampelte darauf herum, indem er in jedem seiner Seminare ein Mädchen aufs Kreuz legte. Er hatte die Tutorenstelle bloß angenommen, um an möglichst viele von ihnen ranzukommen. Das ist schon in Ordnung. Am Ende waren zwei Mädchen gleichzeitig von ihm schwanger, und er wurde wegen beruflichen Fehlverhaltens vom College geworfen. Mit neunzehn Jahren hatte er bereits zwei Frauen am Hals, die ihn wegen Unterhalt nervten. Geschah ihm irgendwie recht. Gott sei Dank hab ich ihn immer gezwungen, ein Kondom zu nehmen, wenn wir Sex hatten.

Mit zwanzig gönnte ich mir eine Auszeit. Kellnerte das ganze Jahr über imMGM Grand auf dem Las Vegas Strip. Dort traf ich Nummer drei, Benny. Kein Glückstreffer, weder für mich noch für ihn. Er war ein Kartenzähler. Damals erzählte er mir, er wäre im Vertrieb tätig, würde gern ins Casino gehen und Poker spielen. Wir hatten eine stürmische Romanze – wobei, romantisch war da rein gar nichts. Ich glaube, die meiste Zeit verbrachte ich betrunken unter ihm, aber was soll’s. Ich dachte halt, er würde mich lieben. Das sagte er mir zumindest ständig. Zwei Monate lang tranken wir zusammen; wir schwammen im Hotelpool und vögelten die ganze Nacht in einem Hotelzimmer, das ich durch einen Kollegen beim Zimmerservice organisieren konnte. Ich spendierte ihm und seinen Freunden Drinks an der Bar, und er besorgte mir dafür einen Zimmerschlüssel. Es funktionierte. Zuerst. Dann wurde Benny beim Kartenzählen erwischt und tauchte ab. Nach seinem Verschwinden war ich ein Jahr lang verzweifelt. Dann erfuhr ich, dass er beinahe totgeprügelt worden war. Er hatte einige Zeit im Krankenhaus verbracht und dann klammheimlich die Stadt verlassen – und mich.

Mein letzter Fehltritt war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Ich kam zu der Überzeugung, dass wahre Liebe eine Erfindung der Grußkartenhersteller und der Autoren von Liebesromanen und romantischen Komödien ist. Blaine war