: Tam Hanna
: Microcontroller für das IoT
: entwickler.press
: 9783868025866
: 1
: CHF 2.70
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: Informatik
: German
: 77
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das Internet of Things ist mittlerweile gar nicht mehr so neu, Zeit also für einen Blick zurück und für einen aktuellen Stand der Dinge. In diesem shortcut wird nach einem kurzen Rückblick besonders auf das Thema Microcontroller eingegangen. Dabei nimmt der Autor zuerst den 16-Bit-Microcontroller von Texas Instruments (TI MSP430) unter Eclipse in Betrieb. Anschließend widmet er sich der STM32-Microcontrollerfamilie und bespricht die Grundlagen der Embedded-Programmierung; auch RTOS wird miteinbezogen. Abschließend befasst sich der shortcut mit der Umsetzung vollgrafischer User Interfaces.

Tam Hanna befasst sich seit der Zeit des Palm IIIc mit der Programmierung und Anwendung von Handcomputern. Er entwickelt Programme für diverse Plattformen, betreibt Onlinenewsdienste zum Thema und steht unter tamhan@tamoggemon.com für Fragen, Trainings und Vorträge gern zur Verfügung.

1 Die Rolle von Eclipse im Internet der Dinge

Der Begriff Internet of Things ist alles andere als neu: Kevin Ashton nutzte ihn im Jahr 1999, um seine Vorgesetzten und Kollegen bei Procter& Gamble von den Vorteilen der RFID-Technologie zu überzeugen. Im Laufe der Zeit sorgte die Weiterentwicklung in den Bereichen Prozessrechner und Funkprotokolle dafür, dass die Zukunftsvision des allumfassenden Internets greifbar wurde.

Als ersten Faktor für den Siegeszug des Internet of Things müssen wir die immer kleiner werdende Strukturgröße der Microcontroller nennen: Es ist heute möglich, vergleichsweise viel Rechenleistung in sehr kleinen und somit auch sehr stromsparenden Chips unterzubringen.

Veränderung Nummer 2 betrifft die Überallverfügbarkeit des Internets. Vor einigen Jahren bezahlte der Autor dieses shortcuts für rund 100 MB am Handy vierzig Euro. Heute bekommt man um diesen Betrag einen LTE-Zugang mit unbegrenztem Freivolumen. Zudem sorgen WLAN und Bluetooth dafür, dass immer kleinere und primitivere Geräte Verbindung zum Internet aufnehmen können.

Eine weitere Hilfe für die Entwicklung des Internet of Things kam von unerwarteter Seite. Die Industrie der Volksrepublik China hat in den letzten Jahren eine immense Entwicklung hingelegt. Peking produziert heute mehr als brauchbare Elektronikprodukte und eine Vielzahl anderer auf dem Weltmarkt gefragter Waren. Eine eher nachsichtige Copyrightpolitik der Regierung sorgt dafür, dass man es mit dem Urheberrecht von Europäern und Amerikanern nicht so genau nehmen muss.

Das Internet of Things verspricht an dieser Stelle insofern Abhilfe, als man Klongeräte aus dem hauseigenen Ökosystem aussperren kann. Wenn LG oder Samsung mit ihren chinesischen Konkurrenten Probleme haben, könnten diese ihre Smartphones beispielsweise von der Funkfernsteuerung eines smarten Ofens ausnehmen – für einen Kunden, der sein Straußensteak gerne mit einem solchen Ofen brät, wäre das eine nicht unerhebliche Motivation zum Kauf eines koreanischen Markenprodukts.

Die Eclipse Foundation spielt seit längerer Zeit eine Rolle im Internet of Things. Das IoT-Projekt der Foundation hat für sich selbst die folgenden vier Ziele festgelegt:

  1. Anbieten von Standards- und Protokollimplementierungen
  2. Entwicklung von Frameworks
  3. Entwicklung von Werkzeugen zur Erleichterung des Deployments
  4. Entwicklungen von Lösungen, die eins bis drei in fertige Systeme verpacken.

Dieses Kapitel stellt einige der betreuten Lösungen vor und geht dabei auch auf aktuelle Trends ein. Eine vollständige Liste der IoT-Projekte der Eclipse Foundation finden Sie unter [1].

Das ausgeborgte Ding

Im Laufe der l