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Karin E. Sauer
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Inklusion aus jugendkultureller Perspektive Wege der Kommunikation in Musikprojekten von Jugendlichen verschiedener Herkunft mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen
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Centaurus Verlag& Media
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9783862268900
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CHF 17.60
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Aktuelle politische Diskussionen formulieren Inklusion als gesellschaftliches Ziel: Die UN-Behindertenrechtskonventio fordert die gleichberechtigte Inklusion behinderter und nicht behinderter Menschen. Der Nationale Aktionsplan Integration fordert Inklusion für Menschen unterschiedlicher Herkunft. Ziel des Projektes, Inklusion aus jugendkultureller Perspektive zu erfassen ist, von Jugendlichen selbst zu erfahren, was für sie Inklusion bedeutet. Die aktive Zuordnung zu einer Jugendkultur, die durch das Mitwirken in einer Band gegeben ist, geht über gesellschaftliche Zuschreibungen wie 'behindert' oder 'mit Migrationshintergrund' hinaus. Die Ergebnisse zeigen, dass Inklusion aus jugendkultureller Perspektive anders funktioniert als aus musikpädagogischer und sozialpädagogischer Perspektive intendiert. Im Setting des Bandspiels geht es Jugendlichen verschiedener Herkunft und mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen primär um eine gelingende musikalische Interaktion, in die sie sich entsprechend ihrer subjektiven Vorlieben und Fähigkeiten einbringen können. Es bedeutet ein gemeinsames Aushandeln und Erproben von Ausdrucksmöglichkeiten und nicht zuletzt Freude an der gemeinsamen Aktion. Mit wenigen Ausnahmen, die im Einzelfall kritisch reflektiert werden, erweist sich Musik als besonderes Medium der Kommunikation, das große Freiräume bietet, verschiedene Aspekte von Identität zu integrieren, die sich aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen jugendlicher Lebenswelten zusammensetzen können. Diese Erkenntnisse münden in Vorschläge zu einer Erweiterung gängiger Konzepte von Jugend(kultur)arbeit.
Cover 1 Half-Title 2 Title 4 Copyright 5 Dank 6 Inhalt 7 1. Einleitung 8 2. Inklusion Jugendlicher mit und ohne Behinderungen und Migrationshintergrund 10 2.1 Gesellschaftliche Bedingungen, soziale Bedeutungen, subjektive Begründungen 12 2.2 Intersektionalität 13 3. Auf dem Weg zur Inklusion: Entwicklungsaufgaben Jugendlicher 15 4. Normalität, normative und normalistische Normen 18 5. Gesellschaftliche Entwicklungsaufgaben – Diversity Education 22 5.1 Gesellschaftliche Entwicklungsaufgaben in Bezug auf Jugendliche mit Migrationshintergrund. Interkulturelle Öffnung – interkulturelle Kompetenz – Kultursensibilität 23 5.2 Gesellschaftliche Entwicklungsaufgaben in Bezug auf Jugendliche mit Behinderung. Empowerment – Sozialraumorientierung – Enabling 27 5.3 Re-kreative Gestaltungsmöglichkeiten von Inklusionsräumen als diskursive Praxen 29 6. Musik als Medium der Kommunikation in pädagogisch-therapeutischen Settings 35 7. Vermessung von Inklusionsräumen aus Sicht von Expert_innen 38 7.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Klientelgruppen beim Musizieren (subjektive Begründungen) 39 7.2 Musikalische und soziale Kommunikationsformen im gemeinsamen Musizieren (soziokulturell vermittelte Bedeutungen) 45 7.3 Verknüpfungsmöglichkeiten musiktherapeutischer Projekte mit institutionellen und sozialräumlichen Kontexten (gesellschaftlich-strukturelle Bedingungen) 50 8. Musik als Medium der Kommunikation in jugendkulturellen Settings am Beispiel eines Bandprojekts von Jugendlichen verschiedener Herkunft mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen 54 9. Bewertung von Inklusionsräumen aus Sicht der jugendlichen Akteure 61 10. Fazit und Perspektiven für inklusive sozialpädagogische Angebote an Jugendliche mit heterogenen Hintergründen 64 11. Literatur 70