: Bernd Oei
: Eros und Thanatos Philosophie und Wiener Melancholie in Arthur Schnitzler´s Werk
: Centaurus Verlag& Media
: 9783862269341
: 1
: CHF 26.60
:
: Philosophie
: German
: 261
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Arthur Schnitzlers Stücke sind zeitgemäß, obgleich sie zur Fin de Siècle spielen, dem Zeitalter des großen Umbruchs. Es wird viel gelitten, noch mehr gelogen und am Ende auch gestorben, doch dazwischen auch leidenschaftlich geliebt. Seine Themen bleiben zeitlos beschränkt auf Eros und Thanatos, sowie ihre unauflösliche Verschränkung ineinander. Das Glück erachtet er dabei als gebrechlich. Schnitzler schreibt über die doppelte Moral der Menschen, ihre Schwächen und Laster, aber niemals zynisch oder verurteilend.
Als Arzt fühlt er den Puls und die Krankheit seiner Patienten, als Schriftsteller den Puls der Zeit und die Symptome des Untergangs.
Die Monografie thematisiert die Epoche der Jahrhundertwende in Wien, das einst neben Paris und Berlin die Kulturmetropole Europas bildete. Schnitzler erlebte dort den Untergang der Donaumonarchie und die Anfänge der Psychologie Sigmund Freuds. Über die Analyse Schnitzlers Dramen und Prosa erfährt die Weltanschauung des Jungen Wien ihre Veranschaulichung. Komparatistik zu Zeitgenossen, Vor- und Nachfolgern runden das Portrait des melancholischen Pessimisten ab.
Cover1
Half-Title2
Title4
Copyright5
Contents6
Prolog10
I. Der Zeitgeist13
I. 1. Gesellschaftspolitik: Wien um die Jahrhundertwende13
1. 1. Die gesellschaftliche Situation13
1. 2. Das kulturelle Leben15
I. 2. Ästhetizismus, Kaffeehauskultur und die Bohème19
I. 3. Die Theaterwelt Wiens im Fin de Siècle21
3. 1. Die Sprechbühnen21
3. 2. Die Vorläufer Schnitzlers, Einflüsse auf seine Dramenkunst23
I. 4. Melancholie, Hysterie und Wiener Madl25
4. 1. Die weibliche Sicht am Beispiel „Frau Beate“ und „Berta Galan“25
4. 2. Die männliche Sicht am Beispiel „Anatol“ und „Reigen“27
4. 3. Das Wiener Madl in „Anatol“ und „Reigen“30
I. 5. Antisemitismus32
II. Geistige Verwandtschaft36
II. 1. Der Einfluss von Sigmund Freud36
1. 1. Freundschaft und Briefverkehr36
1. 2. Typenlehre38
1. 3. Traumlehre40
1. 4. Schnitzlers Übertragung der Theorie Freuds42
II. 2. Der Einfluss von Ernst Mach47
2. 1. Zusammenhang psychischer und physikalischer Phänomene47
2. 2. Das Ende der Metaphysik und des Idealismus48
2. 3. Das unrettbare Ich50
II. 3. Der Einfluss von Friedrich Nietzsche52
3. 1. Das ästhetische Konzept52
3. 2. Die Demontage des Ich54
3. 3. Die Doppelmoral in „Das Märchen“57
III. Die Dramenwelt Schnitzlers62