: Anna Valentin
: Feuchte Träume in Florenz - Caprice Erotikserie
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732522484
: Caprice
: 1
: CHF 2.70
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 100
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Mark strich über ihre Hüften, wanderte weiter nach vorn, hinab zu ihren Lenden. Die Hitze schoss ihr in den Unterleib, als seine Hand weiter nach innen strich. Sie stöhnte lustvoll auf. Der Kuss wurde verlangender, sie saugten sich förmlich aneinander fest und stießen gierig ihre Zungen aneinander ...

Maren und Sophie sind beste Freundinnen und Journalistinnen bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Sie berichten von Events überall auf der Welt, die der internationale Adel, die High Society und Prominente aus dem Showgeschäft besuchen.
Für ihre Artikel recherchieren sie knallhart - mit vollem Körpereinsatz. Caprice ist eine Erotikserie, die monatlich in abgeschlossenen Folgen erscheint. In den einzelnen Folgen geht es mal härter und mal sanfter zu. Dafür sorgen die unterschiedlichen Autoren, die für diese Serie schreiben. Da jeder Autor seinen eigenen Stil hat, ist Caprice Folge für Folge ein neues erotisches Leseerlebnis.

Kapitel 1


Das Gesicht, das nur aus einem Mund zu bestehen schien, schob sich näher heran. Ganz dicht. Sie nahm nichts anderes mehr wahr, als diesen Mund mit seinen vollen, sinnlich geschwungenen Lippen. Erwartungsvoll öffnete auch sie die Lippen und empfing einen Kuss, der ihr Blut kochen, sie dahinschmelzen ließ. Eine sanfte Berührung, die ein gewaltiges Verlangen nach sich zog. Niemals zuvor war sie derart geküsst worden. Zärtlich und wild und unwiderstehlich.

»Ich bin restlos begeistert, Mädels!«, holte Walter Stein sie mit dröhnender Stimme aus dem Tagtraum in die Realität zurück.

Dabei war es nicht einmal eine Träumerei. Vielmehr eine sich jäh ins Zentrum schiebende Erinnerung an einen äußerst intensiven Traum aus der vergangen Nacht. Ein Traum, der sie mit pochendem Herzen und glühendem Verlangen hatte aufwachen lassen. Und der Kuss von diesem eigenartigen gesichtslosen Wesen hatte ihr gefallen.

Sehr sogar.

Was ihr hingegen ganz und gar nicht gefiel, war, an diesem Ort zu sein. Mit diesen Personen, die für sie zum Sinnbild von Verrat geworden waren.

Ihr Vorgesetzter lehnte sich lässig gegen seinen massiven Schreibtisch und ließ seine Daumen in den Taschen seiner mausgrauen Anzughose verschwinden. »Die Fotos, der Artikel, einsame Spitze!«, begeisterte er sich.

Marens Mine blieb unbewegt. Schweigend. Abwartend. Die Augen fest auf ihren Chefredakteur gerichtet, und auf nichts anderes – was weniger an seinem nicht vorhandenen guten Aussehen oder Charisma lag, sondern daran, dass neben ihr Sophie saß. Die Hochverräterin in Person.

Eigentlich hätte Maren zufrieden sein sollen. Sich vielleicht sogar freuen müssen. Denn es kam äußerst selten vor, dass sich Walter in derartigen Lobhudeleien erging. Doch diesmal hatte zumindest er einen wirklichen Grund dazu. »Ihr habt mir die Story des Jahres geliefert!«

Nun riskierte Maren doch einen kurzen Blick zur Seite und sah Sophie breit lächeln. Natürlich. Dieses Biest! Sie sah aber auch eine deutlich gerötete Nase. Geschah ihr recht!

Sie selbst fühlte sich ebenfalls müde und völlig ermattet. Der Auftrag im bitterkalten Aspen hatte sie gesundheitlich arg mitgenommen. Obendrein steckte ihr noch immer der Überseeflug in den Knochen.

Sie schloss die Augen und wünschte sich fort aus dem Büro. Ganz weit weg.

Die Atmosphäre erdrückte sie.

Sie wollte nicht hier sein und für etwas gelobt werden, das ihr vollkommen gegen den Strich ging. Sie wollte Schlaf und eine narkotisierende Tablette des Vergessens. Zu viele unheilvolle Erinnerungen lagen in ihrer jüngsten Vergangenheit.

Vor allem aber wollte sie Sophie nicht derart dicht neben sich sitzen wissen.

Sie hatte gehofft, dass der Büroalltag sie ablenken würde, doch dem war nicht so. Dies waren die Schattenseiten, wenn man sich mit seiner Mitbewohnerin nicht nur die Küche und das Bad teilte, sondern auch den Arbeitsplatz. Sie konnte es drehen und wenden wie sie wollte: Vor Sophie gab es kein Entkommen.

Und so wurde sie jedes Mal aufs Neue daran erinnert, dass sie für den wohl größten Erfolg in ihrem Berufsleben nicht weniger als ihre Seele verkauft hatte. Wenn auch völlig unfreiwillig, so trug sie eindeutig eine Mitschuld daran. Doch dieser U