: Anna Valentin
: Heiße Spiele im kalten Schnee - Caprice Erotikserie
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732522477
: Caprice
: 1
: CHF 2.70
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 100
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Immer wieder stieß er seine Zunge zwischen ihre Lippen und ließ sie wild in ihrem Mund kreisen, sodass Maren der Atem wegblieb. Als er eine Hand zwischen ihre Beine drückte, schrie sie vor Lust auf. Dieser Mann schien ganz genau zu wissen, was sie brauchte ...

Maren und Sophie sind beste Freundinnen und Journalistinnen bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Sie berichten von Events überall auf der Welt, die der internationale Adel, die High Society und Prominente aus dem Showgeschäft besuchen.
Für ihre Artikel recherchieren sie knallhart - mit vollem Körpereinsatz. Caprice ist eine Erotikserie, die monatlich in abgeschlossenen Folgen erscheint. In den einzelnen Folgen geht es mal härter und mal sanfter zu. Dafür sorgen die unterschiedlichen Autoren, die für diese Serie schreiben. Da jeder Autor seinen eigenen Stil hat, ist Caprice Folge für Folge ein neues erotisches Leseerlebnis.

Kapitel 1


»Miss, darf ich Ihnen behilflich sein?«

Erschrocken zog Sophie ihre Hand zurück. An dessen Stelle schob sich ein sehniger Unterarm und griff nach dem Koffer.

»Aber der ist ja leer!«, stellte der zum Arm gehörende Mund verwundert fest. Es war ein hübscher Mund mit äußerst sinnlichen Lippen.

»Natürlich ist er leer«, erwiderte Sophie in einem perfekten Englisch, das ihren französischen Akzent zum Vorschein brachte. »Aber auf dem Rückflug wird er so voll sein, dass ich ihn nur noch mit Mühe werde schließen können.«

Der Mann neben ihr schenkte ihr ein offenherziges Lachen. »Verstehe, also zum Shoppen hier.«

»Oui, auch.«

Maren konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Sie hatte Sophie schon oft Englisch reden hören. Doch immer wieder entlockte ihr dieser französisch angehauchte Singsang ein Schmunzeln. Es hatte etwas beinahe Süß-Niedliches, das auf den ersten Blick so gar nicht zum energischen Auftreten ihrer besten Freundin passen wollte. Dennoch offenbarte es eine durchaus reizvolle Seite.

Von dieser schien sich auch der hilfsbereite Mann einlullen zu lassen. Während er den leeren Louis-Vuitton-Koffer vom Gepäckband hob und an Sophie aushändigte, schaute er ihr genau die eine Sekunde zu lange in die Augen, um ihr hoffnungslos zu verfallen.

Obwohl eine vierzehnstündige Reise hinter ihnen lag, wirkte Sophies Erscheinung frisch und unermüdlich.

Vielleicht, dachte Maren,sollte ich doch einmal die Wahl meiner Kosmetik-Produkte überdenken und auf Sophies Marke umsteigen.

Denn Maren fühlte sich alles andere als frisch und ausgeruht. Im Gegenteil: Sie war müde und gereizt. Die Enge des Sitzplatzes in der Überseemaschine hatte ihren langen Beinen schwer zu schaffen gemacht und der anschließende dreistündige Aufenthalt am Flughafen in Denver ihr schließlich den Rest gegeben. Sie wollte nur noch ins Hotel, ein heißes Bad nehmen und die Nachwehen des Jetlags halbwegs heil überstehen, bevor sie sich auf ihren nächsten Auftrag stürzen würde.

Sophie hingegen schien trotz der Strapazen in bester Flirtlaune zu sein. Sie konnte förmlich sehen, wie sie sich aufrichtete und ihren Körper anspannte, um ihre Vorzüge zur Geltung zu bringen. Und von denen gab es wahrlich einige. In einer grazilen Geste warf sie das rotgelockte Haar zurück und streckte die Schultern, um ihr Dekolleté in die perfekte Position zu bringen, das selbst in diesem Rollkragenbody verboten sündhaft wirkte.

Maren hingegen war nach der anstrengenden Reise in die USA nicht nach einem Gelegenheitsflirt.

Auch wenn die Jagdbeute gar nicht übel aussah. Anerkennend musterte sie die sich neben ihnen aus dem Nichts aufbauende Gestalt: groß und schlank mit breiten Schultern und einem ebenso breiten, einnehmenden Lächeln, das eine schneeweiße Zahnreihe preisgab. Passend zur Landschaft, auf die sie im Landeanflug blicken konnte. Der Mann schien ein gutes Stück jünger als sie selbst zu sein und war damit uninteressant für Maren. Sophie aber hatte ein Faible für junge Männer. Und dieses Exemplar schien ganz nach ihrem Geschmack. Er trug einen unifarbenen Zipperpulli und darauf einen Loop mit farblich passend